mein Vater war auch bei der Bahn, er schüttelt nur noch den Kopf, wenn er das Thema hört.
Hihi - kann ich mir vorstellen;-)
Gemeckert wurde ja auch schon immer und über alles, aber wenn ich so durch die Problemfelder steige, wird der Weg recht lang.
- Keine bahnfesten Fahrzeuge aus Gründen wie Vergabepraxis mit Kisten, die beim Vertragsabschluß noch nicht mal auf dem Papier existieren und viel Elektronik/Computer sind und damit "Störungen" haben, die eigentlich keine sind. Früher® konnte man halt noch ein Schütz unterkeilen oder anderweitg eine Notschaltung machen, damit man weiterkam. Jetzt ist in aller Regel fini, wenn der Kollege Computer Nö sagt und Ab- und Aufrüsten nicht hilft. Aber da waren die Mühlen auch länger getestet und kamen nicht als Prototypen in den Regelbetrieb.
- Eine Dispositions-Software, die unter aller Grotte ist und vielleicht spannend für Statistiker und die Abrechnungsebene, auf der praktischen Seite aber mehr hindert als nutzt
- ein vor allem im Nebennetz völlig abgewirtschaftetes und kastriertes Schienennetz plus anhängend daran die Signaltechnik und das trifft nicht nur auf die Handvoll alten, mechanischen Stellwerke zu - wie man an den idiotischen "Korridorbaustellen" sieht, greift diese Seuche inzwischen auch im Hauptnetz
- ein sich ständig änderndes Vorschriftenwesen/Regelwerk, bei dem im Zuge des Angleichens der EU-Richtlinien aus meiner bescheidenen Sicht manchmal schlicht über das Ziel hinausgeschossen wird, und das verbunden mit der teils recht kurzen Ausbildungsdauer eher verunsichert beim Anwenden
- dann kommt noch das Dauerthema mit allem, was auf -mangel endet wie Fahrzeugmangel, Personalmangel usw. Wo früher® Bereitschaften und Ersatzgarnituren vorgehalten wurden, wird sich aus "Wettbewerbsgründen" kein EVU zuviele Fahrzeuge und Personale leisten und bei den Vorbereitungszeiten wird halt auch jede Minute herausgekratzt. Funktioniert dann etwas nicht, dann wird es eben entweder Verspätung oder gleich ein Ausfall. Da ich auch in der Disposition arbeite, habe ich es mir aber streng angewöhnt, halbseidene Fahrzeuge nicht mehr vom Hof zu lassen. Der Ärger überwiegt den eines Ausfalls ab Zugbeginn deutlich, wenn die Kiste dann irgendwo auf der Strecke abraucht.