OT-Thread zu "Crucial ist am Ende"

ein Vorteil wurde noch gar nicht genannt: die Dinger machen in regelmäßigen Abständen das Ventil auf und direkt wieder zu. So kann das nicht festgammeln!

Und ein Nachteil wurde nicht genannt: Die Dinge funktionieren nur, solange die Batterie funktioniert ;) Ich hatte mal Vorläufergeräte, mit denen ich sehr zufrieden war - bis ich mal längere Zeit abwesend war und währenddessen eine Batterie schlapp machte und nicht mehr fähig war, wieder zuzudrehen. Folge: bei meiner Rückkehr war das Zimmer eine Sauna.
 
ja, aber bisher ist das bei uns in den letzten Jahren nie passiert. Außerdem bekommt man rechtzeitig eine Info von der Fritzbox in den Elektrobriefkasten :)
 
Ich hätte da ein paar abweichende Meinungen.

Heizen: man stellt natürlich die Therme gescheit ein (Vorlauf, Nachtabsenkung, Speichertemperatur). Dann ist man da auch fertig. Dann bleibt nur noch Verhalten. Die Sinnhaftigkeit davon, den Heizkörper abzustellen, wenn man das Bad lüftet, ist so evident, daß man keine superintelligenten Thermostaten braucht. Verbleibt Temperatur. Ich kenne meine Wohlfühltemperatur besser als jede Regelung, egal wo sie steht. Dann gibt es noch das Duschverhalten. Da dürften die Zusammenhänge so klar sein wie auch der Handlungsspielraum (kürzer, kälter, weniger). Sprich: die Maßnahmen sind überschaubar und bedürfen keiner Automatisierung. Und ja, da geht was, aber es gibt nicht so viele mögliche Maßnahmen.

Strom: da geht halt viel. Von der LED über den Aufstellort der Gefriertruhe bis hin zum Laptop statt PC. Es gilt, erst messen, dann handeln. Damit eröffnen sich die Handlungsoptionen genauso, wie welche verschwinden. Ich ersetze nicht meinen 20 Jahre alten Wäschetrockner, wenn ich dort gerade mal 100 kWh/a verbrauche. Das Geld kommt nie rein. Hingegen hat die Modernisierung der Beleuchtung knapp 1.000 kWh/a gebracht. Ich werde auch nicht nur noch kalt essen von schmutzigen Tellern. Aber eine Spülmaschine hat verschiedene Programme. Messen, handeln.

In der Summe finde ich Smart User viel angemessener als Smart Home.

Und den einen Punkt will ich noch ergänzen. Wenn die Karre 10.000 km/a läuft, sind das 6.000 kWh/a Diesel oder 2.000 kWh/a Strom. Auch nicht ganz vernachlässigbar in der Verbrauchsbilanz.
 
ist die so klein?
nö, Normalgröße, aber zum einen
Einige packen auch die Bratpfanne rein
bin ich von der Fraktion, außer Gegenstände aus Holz, Gusseisen oder was eine Klinge hat, kommt da alles mit rein. Und zum anderen koche ich zum Teil sehr umfangreich, da sind dann zuweilen alle vier Platten in Betrieb. Hinzu kommt noch, dass ich/wir von der Ernährung her etwas spezieller sind (das Thema hatten wir ja neulich erst im Stammtisch Thread) und ich bis auf Senf & Ketchup wirklich alles selbst mache. Und allein dadurch kommt auch schon immer wieder Geschirr, bzw. Arbeitsutensilien und Töpfe mit dazu.
naja, am Heizen haben wir als Mieter nur Einfluss darauf, ob unsere Heizkörper laufen oder nicht.
wir sind zwar Eigentümer, aber im Mehrfamilienhaus haben wir da auch nur begrenzt Einfluss drauf, wobei wir schon peinlich drauf achten, dass nur auf Durchzug Stoßgelüftet wird und Fenster nicht gekippt werden. Und selbstverständlich die Heizung dabei ausgeschaltet ist.
Die Kostenverteilung ist 70-30, soll heißen 70% über den Verbrauch, 30% Umlage der Betriebskosten für die Gaszentralheizung.
haben wir auch, nur leider haben wir das Pech mit unserer Fußbodenheizung nur noch einen Mitverbraucher haben (alle anderen haben konventionelle Heizkörper), der dann leider ein mehr oder weniger freistehendes Herbergshäuschen im Hof ohne Unterkellerung ist, was bedeutet, dass die wie die Irren heizen (müssen?) und unsere 70% Verbrauch nicht mal annähernd die Hälfte der 30% Umlage für den Heizkreislauf sind 🫣
Wenn die Karre 10.000 km/a läuft
auch da sind wir vorbildlich, da wir gar kein eigenes Auto mehr haben und im Fall der Fälle auf Car-sharing oder Mietwagen setzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
ein Vorteil wurde noch gar nicht genannt: die Dinger machen in regelmäßigen Abständen das Ventil auf und direkt wieder zu. So kann das nicht festgammeln!
Ventilwartung. Habe ich genannt. Können viele oder man macht es per Automation (ich weiß bei den Sonoff gerade gar nicht, ob sie es können... und ob sich das abschalten lässt ohne die Herstellersoftware zu bemühen... da auch Firmwareupdates über HA gehen haben die die Herstellersoftware nämlich noch nie gesehen).

In der Summe finde ich Smart User viel angemessener als Smart Home.
Ein smarter User ist derjenige, der die Dinge so nutzt, wie sie für ihn einen möglichst maximalen Komfort bei minimalen Kosten und minimaler Belastung der Umwelt/Umgebung bieten. Das kann mit oder ohne Smart Home sein.

Drehst du 5 Minuten nachdem du dich schlafen gelegt hast noch alle Thermostate bzw. die Therme auf Nachtabsenkung und 5 (oder 10) Minuten bevor du aufstehst wieder auf die Komforttemperatur oder ist das bei euch fix geregelt oder gar gar nicht?
Stellst du in jedem Zimmer die Komforttemperatur ein, wenn du es betrittst und drehst wieder runter, wenn du das Zimmer verlässt, wie man es mit Bewegungsmeldern dann machen kann?
Ansonsten kann man auch die smarte Regelung natürlich lokal überschreiben. Wenn ich krank werde und mir deswegen kalt ist stelle ich am lokalen Thermostat halt von 19.5°C auf 21°C - dann weiß die smarte Heizungsregelung (hoffentlich und zumindest in meinem Fall angenommen sie lernt so, wie sie soll) immernoch besser als ich, wie sie das Zimmer bei möglichst wenige Energieverlust auf die Zieltemperatur bringt.

Und spätestens außerhalb der Heizperiode das Ventil nicht mehr regelmäßig manuell einmal auf und wieder zu drehen zu müssen ist dann doch obendrein ein Komfortgewinn.

Dass du die Vorlauftemperatur nicht dynamisch anpasst hast du ja selbst geschrieben. Wenn deine Therme das automatisch macht: also doch Smart Home - wenn nicht: verschenktes Potential 🤷‍♂️
 
Wenig. Wir wohnen ja nur zur Miete in einer Wohnung :ROFLMAO: .
Grundsätzlich würde ich aktuell noch eher zu Zigbee als zu Matter/Thread greifen, weil Matter einfach vergleichsweise jung ist und Zigbee recht ausgereift. Dadurch sind Zigbee-Geräte oft auch um Faktoren günstiger zu bekommen. Wie gesagt: Geld kann man immer lassen - hole ich mir ein Sonoff Thermostat für 20€ (oder 12€ im Sale), nehme in Kauf, dass ich dann alle 2-3 Heizperioden die Batterien wechseln muss und dass man sich für die Ventilpflege eine Automation schreiben muss, oder zahle ich 80€ für Bosch, das total cool und modern aussieht, mutmaßlich länger lebt und per Mausklick die Ventilpflege übernimmt?
Ich habe mich für den Anfang jetzt erstmal auf Sonoff (außer dem Fenstersensor, der ist von Aquara) festgelegt, weil ich nicht 200+€ investieren wollte, um es auszuprobieren.

Zigbee hat ein interessantes Konzept: Alles, was batteriebetrieben ist ist ein reines Endgerät (und muss sich alle 25h beim Koordinator melden), alles was stromgebunden ist ist automatisch ein Router (und muss sich alle 10 Minuten melden). Es ergibt also Sinn z.B. sämtliche Hue-Lampen von der Hue-Bridge (oder gar keiner Bridge) zu dem Zigbee-Dongle umzuziehen, der dann vom HA bedient wird und die Lichtschalter durch Remotes zu ersetzen, sodass die Lampen dauerhaft Strom haben und als Router fungieren. Dadurch erhöht man die Reichweite ungemein. Das selbe bei Steckdosen (entweder eben Zigbee-Steckdosen in die Wand oder Zigbee-Zwischenstecker... da habe ich leider noch keine, weil ich da zunächst auf Shelly Plug Plus S gegangen bin, die aber nur WLAN und MQTT können).
Waschmaschine und Trockner zu monitoren ist bei mir nicht relevant, das bekomme ich eh mit - oder halt auch nicht - aber es stört nicht. Da würde ich wahrscheinlich eher darauf achten, dass die nächste auch Zigbee kann und nicht nur am Zwischenstecker geschaut werden kann, wie hoch der aktuelle Energieverbrauch ist (Zumal viele Zwischenstecker nur 2000-2500 Watt erlauben).
Das blöde an den Automationsprotokollen: Die laufen auch alle auf 2.4GHz-Kanälen - man muss also schauen, dass man nicht mit WLANs und Bluetooth in Konflikt gerät.

Aber um ehrlich zu sein: Das geht sehr weit. Dafür sollten wir vielleicht einen eigenen Thread aufmachen. Auch die simon42-Community ist da sehr hilfreich. Und Zeit braucht man. Viel Zeit. Man bekommt vielleicht in den ersten Monaten eine Grundsteuerung und -automation hin, aber bis man alle Edge-Cases abgedeckt hat gehen Jahre ins Land.

Wenn es dich nicht stört, dass dein WLAN voll ist, dann kannst du natürlich auch das als Standard nutzen. Verbraucht mehr Energie, man muss immer schauen, ob es für das Gerät eine HA-Integration gibt - aber es ist einfacher. Ich würde schauen, ob Proxmox klappt wie du magst -> Ein Verbraucher weniger im Haus. Gerade am Anfang ist es nicht sooo schwer alles neu einzurichten, falls es doch nicht tut wie man will. Wichtig ist in meinen Augen eine Installationsart, die HACS erlaubt.


* Man kann btw. falls schon vorhanden auch Fritz DECT Thermostate in HA einbinden... sie reagieren halt leider sehr träge (bis zu 15 Minuten verzögerung bei den 301ern)

Danke für die ausführliche Antwort!
Aber Puhhh.. DAs muss ich mir alles nochmal in Ruhe mit Verstand durchlesen.
Was hängen geblieben ist: Simon42... Auf den Namen bin ich gestern auch realtiv schnell gestoßen.
Sollte ich nicht weiterkommen, mache ich glaube echt nen eigenen Thread auf. Der wird vermutlich dahin laufen, dass ich wissen muss, was ich zwingend vor der Renovierung verbauen muss und was ich im Nachgang in Ruhe machen kann.
Beispiel Rolläden. Da müsste dann ja vor der Renovierung irgendwo ne Zigbee "Steuerung" hin...
Ich male mir ersteml in einen Plan, was ich grundsätzlich steuern möchte, dann mache ich mir eine Liste je anzusteuerndem Gerät, was ich dafür benötige und dann gucke ich mal weiter. Ich glaube sonst komme ich bei dem Thema unter die Räder und beschäftige mich mit Chlorsteuerung im Pool und vergesse dabie, dass ein motorisierter Rolladenwickler auch Strom benötigt 😁
 
Die Sinnhaftigkeit davon, den Heizkörper abzustellen, wenn man das Bad lüftet, ist so evident,
Das habe ich nach einem Krach mit der Ehefrau mal ausgiebig nachgemessen (ich drehe nie runter). Ich habe dazu zur Stoßlüftung (mit Durchzug) in zwei Zimmern nicht den Thermostat runter gedreht, weil ........ auch die Messung (Infrarot-Thermometer) ergeben hat, daß es für 5 Min Durchzug überhaupt nichts bringt. Der Heizkörper "steht nicht im Wind" und reagiert sehr träge. Der Thermostat reagiert nach ~1 Minute, die Vorlauftemperatur ändert sich erst einmal nicht. Nach 5 Min ist der Heizkörper etwas wärmer geworden, aber die Wärme wird auch gebraucht, um das Zimmer wieder auf Temperatur zu bringen. Der Vorlauf blieb unverändert, nicht meßbar.

Ich hätte am liebsten diese "öffentlichen" Thermostaten eingebaut, wo jeder dran rum drehen kann, aber die feste Einstellung bleibt. Mein Heizungsfuzzi hat nur gelacht, kosten natürlich, und inzwischen hat sich die Dreherei "eingeregelt". Ab -10° außen wird gedreht (außer von mir) , ansonsten nix. Das nutzt zwar auch nix, aber was soll's. Damit ist wieder Frieden ...................

Wir haben eine sündteuere Regelung mit Mehr-Schicht-Speicher (Fußboden-Heizkörper mit wW-Frischwasser via Wärmetauscher) eingebaut. Ich kann per TP/PC alle Werte auslesen und habe sehr lange optimiert. Beratung und Rückfrage mit der Heizungsfirma inklusive, aber die Zeit vor Ort stecken die Firmen selber nicht rein. Wird für EFH-Nutzer viel zu teuer (Arbeitszeit). Ich hatte die erste Heizungsregelung selber zusammen gebaut und kannte die Hauswerte. Dadurch wurde die neue Heizung 2011 (alt war ab 1978) und deren Regelung überschaubar. Den hydraulischen Ausgleich (erst 2011 mit neuen Thermostaten zur neuen Heizung) habe ich auch selber gemacht. Eine dauernde Dreherei an den Thermostaten versaut eher die ganze Regelung, als daß sie hilft.

Sorry, m.M. zum OT Thema, Gruß Peter-

PS ich drehe auch im Sommer die Thermostate nicht runter, weil die Regelung dann sowieso kein warmes Waser mehr durch die Rohre pumpt und den Heizkörper-Strang abschaltet. Die Fußbodenheizung läuft auf niedriger Stufe durch und kühlt an heißen Tagen. Bringt ~1 bis 2° weniger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir sind viel zu Hause, da oftmals Homeoffice, Kochen selbst usw. und haben einen Pool, die Pumpe zieht sicherlich einiges im Sommer. 2 Kühl/gefrierkombis, Es wird oft gewaschen
same here (bis auf den Pool), trotzdem mittlerweile unter 1.900. Allerdings alles auf schaltbaren Steckdosen die auch konsequent ausgemacht werden wenn der Verbraucher nicht in Betrieb ist, außerdem Beleuchtung komplett auf LED umgestellt, kein Desktoprechner, nur Thinkpads und vorzugsweise Tablets in Benutzung. Außerdem keine Spielekonsole oder sonstigen Schnickschnack. Gerade Spielekonsolen können ja mitunter ware Steomfresser sein. Und ich könnte mir schon vorstellen, dass euer Pool auch ganz schön reinhaut.
 
Drehst du 5 Minuten nachdem du dich schlafen gelegt hast noch alle Thermostate bzw. die Therme auf Nachtabsenkung und 5 (oder 10) Minuten bevor du aufstehst wieder auf die Komforttemperatur oder ist das bei euch fix geregelt oder gar gar nicht?
Ich programmiere das Zeitverhalten an der Therme. Und ja, es gibt immer mal Lamento, wenn ich mich -vergeblich- weigere, wegen Besuchs die Zeitschaltung umzuprogrammieren.

Stellst du in jedem Zimmer die Komforttemperatur ein, wenn du es betrittst und drehst wieder runter, wenn du das Zimmer verlässt, wie man es mit Bewegungsmeldern dann machen kann?
Nö. Ich glaube auch nicht, daß das was bringt. Schlimmstenfalls verwirbeln einem die durch Temperaturgradienten erzeugten Zimmerstürme ständig die Haare. Ernsthaft: es gibt Räume, die werden unterschiedlich benutzt wie z.B. das Homeoffice. Da drehe ich dann morgens hoch und abends runter. Die Sinnhaftigkeit des Hoch- und Runterdrehens hängt auch von der Heizung und der Hütte ab. WENN Du hohe Wärmeverluste hast und der Heizkörper Lavatemperatur erreichen kann, DANN macht Regeln mehr Sinn als in meiner Hütte mit niedriger Vorlauftemperatur und erträglicher Isolation. Da ist das Temperaturverhalten recht träge.

Und spätestens außerhalb der Heizperiode das Ventil nicht mehr regelmäßig manuell einmal auf und wieder zu drehen zu müssen ist dann doch obendrein ein Komfortgewinn
Dafür würde ich mir eher einen Kalendereintrag machen als einen smarten Thermostaten kaufen.
De facto vergesse ich das jedes Jahr und zeit meines Lebens habe ich 1x Zange und Hämmerchen benutzen müssen, um ein Ventil wieder flott zu machen.

Dass du die Vorlauftemperatur nicht dynamisch anpasst hast du ja selbst geschrieben. Wenn deine Therme das automatisch macht: also doch Smart Home - wenn nicht: verschenktes Potential 🤷‍♂️
Ich behaupte mal, daß jede einigermaßen moderne Hausheizung einen Außentemperatursensor hat, der die Vorlauftemperatur anhand der Heizkurve steuert. Die Heizkurve muß man natürlich erst mal rausfinden, aber dann ist der Job getan. Meinetwegen nennen wir die Therme nun smart statt zeitgemäßer Standard.

Was ich ja auch lustig finde: wie viele Threads gibt es in diesem Forum, in denen über Privacy-Probleme geklagt wird. Und nun wird hier darüber diskutiert, wie praktisch doch all diese IoT-Steuerungen sind, die am bequemsten von außen zugreifbar sein sollen. Da geht mir leicht mein Alu-Hut hoch.
 
Alles was ich hier bisher geschrieben habe läuft komplett im lokalen Netzwerk und braucht keine Internetverbindung. Im Gegenteil - mit Zigbee statt WLAN holst du die Geräte sogar von potentiell exponierten Netzwerken in ein komplett lokales.

(Richtig... Firmware-Updates brauchen Internet - da hat man dann entweder ein Gerät, das die Verbindung herstellt und absichert oder man verzichtet drauf, weil Lampen auch ohne Firmware-Update leuchten und Thermostate auch ohne auf uns zu drehen können)
Beitrag automatisch zusammengeführt:

dass ein motorisierter Rolladenwickler auch Strom benötigt 😁
Richtig :ROFLMAO: . Deswegen ist hier die Rolladensteuerung auch kein Thema, obwohl die Kinder zu leicht sind um die Rolläden in ihren jeweiligen Zimmern hoch zu ziehen.
Wenn du auf Funktechnik setzt brauchst du eigentlich nicht soooo viel Vorbereitung - wenn du alles verkabelt haben möchtest, dann natürlich definitiv. Deswegen hatte ich aufgezeigt, wie Zigbee ein Netzwerk aufspannt. Die Reichweite ist dabei pro Router/Hub natürlich eher semi, durch den hohen Vernetzungsgrad bei vielen kabelgebundenen Geräten wird das aber eigentlich ganz gut kompensiert.
 
Alles in einem Gerät zu haben ist natürlich sexy. Das Problem bei Thermometer und Fenstererkennung im Thermostat ist:
Wenn der Heizkörper nicht direkt unter dem Fenster ist wird er auch nicht unbedingt zuverlässig erkennen, dass das Fenster geöffnet oder gekippt ist, weil der Temperaturabfall nicht schnell genug abläuft.
Meine Erfahrung ist: Das funktioniert selbst, wenn der Heizkörper direkt unter dem Fenster ist, nur arg begrenzt. Entweder ist die Luft draußen nicht kalt genug, dann fällt die Temperatur nicht schnell genug und er erkennt es nicht. Oder er erkennt es, aber es so stark verzögert, dass man bis dahin das Fenster schon wieder zu hat. Und ebenso verzögert erkennt er tatsächlich, wenn das Fenster wieder zu ist. Fenster-auf-Erkennung macht nur mit einem Fensterkontakt Sinn.

Andersrum ist das Thermometer direkt durch den Heizkörper beeinflusst - also muss es immer kompensieren, dass es eine teils deutlich höhere Temperatur misst, als der Raum tatsächlich hat.
Genau, die Werte stimmen auch nie. Angeblich wird das kompensiert. Hat bei mir aber noch nie gestimmt. Daher: Raumthermostat.

Ein externes Thermometer kann man an einem repräsentativen Ort platzieren und so die Realtemperatur ohne Offset messen - dadurch hat man die Möglichkeit recht genau zu lernen, wie man die Thermostate am besten ansteuert um möglichst sparsam, möglichst schnell oder wie auch immer die Zieltemperatur zu erreichen ohne zu überheizen
Meine Methode inzwischen: 3 Temperatursensoren. Davon den Median nehmen. Das funktioniert auch dann noch, wenn mal ein Sensor ausfällt. Oder ein Sensor wegen offener Tür oder Wärmestau an der Stelle was ganz anderes als der Rest misst. Nehme dafür DS18B20-Sensoren (ca. 1€/Stück inkl. Kabel und mehr oder weniger wasserdichter Hülle auf eBay) und hänge die an einen Shelly via Temp-Addon. Der Shelly wiederum schaltet dann ein thermisches Stellglied am Heizkörper. Dann kann/braucht man auch keine Batterien mehr am Thermostaten wechseln und das Ding kann nie leer sein. Stromlos ist der sowieso automatisch geschlossen. Im Notfall kann man über ein kleines Rädchen den Heizkörper trotzdem aufdrehen.

(ich spiele da aktuell mit Better Thermostat in HA, das angeblich genau das automatisch lernt und dabei auch entweder noch ein Außenthermometer oder einen Wetterdienst zuhilfe nimmt - aber dank der aktuellen Wetterlage habe ich da noch keinerlei Erkenntnisse :ROFLMAO: - ich kann bestätigen, dass das Thermostat komplett zu ist, wenn das Fenster offen ist und auch bei geschlossenem Fenster der Heizkörper keine Klimaanlage wird um die Zieltemperatur zu erreichen).
Bin gespannt! Hatte mal selbst eine PID bzw. PI-Regelung versucht, sogar als Kaskadenregelung (Raumtemperatur steuert per PI-Regelung eine Heizkörpertemperatur, die wiederum per PI-Regelung das Ventil steuert). Das müsste in der Theorie am besten sein. Habe Ewigkeiten an den Parametern gebastelt. Am Ende habe ich alles wieder rausgeworfen und steuere jetzt wieder direkt ohne Kaskade das Ventil mit einer einfachen Zweipunkt-Regelung an, wobei die zwei Punkte so nah beieinander liegen, dass es eher sogar eine Ein-Punkt-Regelung ist. Zieltemperatur erreicht: Aus. Zieltemperatur unterschritten: An. Das funktioniert bei einer so trägen Sache wie der Raumtemperatur erstaunlich gut. Klar sieht man dann leichte Schwankungen in der Temperatur. Spüren tut man die aber nicht.

Die Spülmaschine heizt 10L Wasser auf 55...70°C auf, die Waschmaschine 40L Wasser auf (meistens) 30...40°C.
Das sind dann aber sehr alte Modelle. Bei der Spülmaschine kommt es noch eher hin, ca. 3-4L zum Spülen, nochmal ca. 3-4L zum Klarspülen/Trocknen, macht 7-8L die erwärmt werden müssen. Bei der Waschmaschine sind es aber weit weniger als 40L. Die braucht sie ja fast nur insgesamt und davon muss ein Großteil nicht erwärmt werden, da zum Spülen.
Übrigens lohnt sich bei der Spülmaschine und ggf. (wenn zwei Anschlüsse vorhanden) auch bei der Waschmaschine ein Warmwasseranschluss. Dann kann man günstiger erwärmtes Wasser aus dem Warmwasserspeicher nutzen und spart nochmal Strom.

Heizen: man stellt natürlich die Therme gescheit ein (Vorlauf, Nachtabsenkung, Speichertemperatur).
Klar, das sowieso. Zumindest wo möglich. In meiner alten Wohnung gab es einen Regler für die Vorlauftemperatur von 1-9 und einen Schalter Ein/Aus. Das war's. Da ist dann nicht viel einzustellen :D

Die Sinnhaftigkeit davon, den Heizkörper abzustellen, wenn man das Bad lüftet, ist so evident, daß man keine superintelligenten Thermostaten braucht.
Du glaubst nicht, wie oft meine Mitbewohner früher vergessen haben, das Fenster auch zeitnah wieder zuzumachen :D Und auch jetzt passiert das noch manchmal. Dann ist es doch gut, wenn die Wärme der Heizung nicht zum Fenster heraus fliegt.

Ich kenne meine Wohlfühltemperatur besser als jede Regelung, egal wo sie steht.
Meine Wohlfühltemperatur ändert sich aber durchaus mal.
Und es ist einfacher, eine Zieltemperatur einzustellen, als am Heizkörper den Wert zwischen 1 und 5 zu raten und dann immer nochmal nachzukorrigieren (zu warm, zu kalt, ...)

In meiner alten Wohnung habe ich jedenfalls alle Heizkörper durch das damalige MAX!-System von eq3 umgerüstet. Dazu Raumthermostate und Fensterkontakte. Und ein Relais an der Therme, dass diese abschaltet, wenn kein Heizkörper Energie anfordert. Ergebnis: Verbrauch ist von 18.000kWh auf 12.000kWh gesunken. Locker 300-400€ gespart im ersten Jahr. Damit waren die Kosten für's System nach einem Jahr amortisiert. Später dann durch mein eigenes System ersetzt (Shelly + Temp-Addon, DS18B20 Temperaturfühler, thermisches Stellglied am Heizkörper). Das war/ist nochmal günstiger, zuverlässiger und genauer. Als die Energiepreise durch den Krieg so stark stiegen, habe ich nochmal optimiert. Zieltemperatur in allen Räumen 0,5-1 Grad weniger, Wohnzimmer standardmäßig nur noch auf 18°C und heizen nur noch wenn jemand drin ist (erkannt daran ob irgendein Verbraucher (Licht, Fernseher, ...) an ist). Nochmal die Reglungen der einzelnen Räume so angepasst, dass sie möglichst nur dann heizen, wenn auch jemand im Homeoffice ist. Verbrauch ist dadurch nochmals gesunken, auf 9.000kWh.
Hat sich also ziemlich gelohnt!
Hier wo wir jetzt wohnen habe ich bisher nur Bruchstücke der Heizungssteuerung wieder aufgebaut. Hier müsste man mal testen, wie viel das bringt. Da wir jetzt nur noch ca. 2.000-2.500kWh Strom + 500kWh Gas verbrauchen, sind die Einsparpotentiale natürlich sehr viel geringer. Andererseits muss ich nichts anschaffen, von der letzten Wohnung ist noch fast alles vorhanden.

Strom: da geht halt viel. Von der LED über den Aufstellort der Gefriertruhe bis hin zum Laptop statt PC.
Kommt halt auch immer drauf an. Wenn man schon Energiesparlampen oder gar LEDs hat bringt Licht z.B. wenig, also es z.B. zu dimmen oder kürzer zu betreiben. Wer nicht ultra alte Kühlgeräte hat, kann da auch nur begrenzt sparen. In meiner alten Wohnung ließ sich durch diverse Automatisierungen beim Strom am Ende z.B. wenig sparen. Daher hilft nur:
Es gilt, erst messen, dann handeln. Damit eröffnen sich die Handlungsoptionen genauso, wie welche verschwinden.

Ich programmiere das Zeitverhalten an der Therme. Und ja, es gibt immer mal Lamento, wenn ich mich -vergeblich- weigere, wegen Besuchs die Zeitschaltung umzuprogrammieren.
Ich finde es ganz nett, wenn Schwiegereltern zu Besuch kommen, die gerne frieren, einfach die Zieltemperatur leicht anzuheben, fertig. Dann muss ich nichts an der Therme/Steuerung verändern, mir nicht die Heizkörperstellungen vorher merken, nicht die neue Einstellung der Heizkörper raten, nicht die mehreren Heizkörper im Raum synchronisieren. Einfach neuen Zielwert rein, fertig. Hinterher wieder zurück - oder Automatik abwarten, die bei der nächsten Absenkung den Wert eh überschreibt.

Nö. Ich glaube auch nicht, daß das was bringt. Schlimmstenfalls verwirbeln einem die durch Temperaturgradienten erzeugten Zimmerstürme ständig die Haare. Ernsthaft: es gibt Räume, die werden unterschiedlich benutzt wie z.B. das Homeoffice. Da drehe ich dann morgens hoch und abends runter. Die Sinnhaftigkeit des Hoch- und Runterdrehens hängt auch von der Heizung und der Hütte ab. WENN Du hohe Wärmeverluste hast und der Heizkörper Lavatemperatur erreichen kann, DANN macht Regeln mehr Sinn als in meiner Hütte mit niedriger Vorlauftemperatur und erträglicher Isolation. Da ist das Temperaturverhalten recht träge.
Das ist das wichtige. Siehe oben. Bei dem schlecht isolierten Gebäude meiner alten Wohnung ließ sich der Verbrauch durch geschickte Steuerung und Einzelraumregelung immerhin halbieren!

Dafür würde ich mir eher einen Kalendereintrag machen als einen smarten Thermostaten kaufen.
Extra dafür kaufen natürlich nicht. Wenn er aber schon da ist, ist es ein netter Nebeneffekt.

Was ich ja auch lustig finde: wie viele Threads gibt es in diesem Forum, in denen über Privacy-Probleme geklagt wird. Und nun wird hier darüber diskutiert, wie praktisch doch all diese IoT-Steuerungen sind, die am bequemsten von außen zugreifbar sein sollen. Da geht mir leicht mein Alu-Hut hoch.
Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun! Mein OpenHAB zur Steuerung läuft z.B. lokal auf meinem Heimserver und funkt nichts nach draußen oder drinnen. Nur über einen Reverse Proxy, der auch nochmal eine zusätzliche Authentifizierung abfragt, kann ich von außen zugreifen bzw. greife ich von außen zu. Und so kann ich von innen und von außen steuern, übertrage aber keine Daten sonstwohin. Nix mit Privacy-Problemen. Sowohl OpenHAB als auch Reverse Proxy (Traefik) sind auch Open-Source. Der Aluhut kann daher auf der Alufolien-Rolle bleiben.
 
Btw lässt sich sogar das Geofencing mit leichten Abstrichen auch ohne Internet nutzen. Wenn alle Smartphones des Hauses im WLAN eingeloggt sind -> Heizung an, wenn nicht -> Heizung auf Weihnachten (Frostschutz). Dann wird halt nicht 5km vor zu Hause vorgeheizt.

Mit Internet hat man dann wieder den Pluspunkt, dass eben die Bude schon warm ist und wenn festgestellte wird, dass man weiter als xx km weg ist und mutmaßlich nicht so schnell wieder heim kommt die Vorlauftemperatur runter geregelt werden kann (wenn man Zugriff auf die Therme hat).
 
Ich hatte mich damals für ein Hifi-Cassettendeck
Und ich erfüllte mir den Traum das CD 500 von ELAC " High END TAPE DECK " derzeit ( 70er Jahre ) eines der besten Cassetten-Geräte auf dem deutschen Markt zu besitzen, nebst den ELAC Plattenwechslern. Da war ich auch noch Single und wohnte bei meinen Eltern.
Ein gebrauchtes in der Bucht wird heute für fast 150,- Euro angeboten.
Hifi-Wiki-ELAC CD 500
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Mein Traum war eine Tandberg TD 20 A, aber die kostete damals eben auch stolze ~2.000 DM
Die UHER SG 560 war mit 1.800,- DM auch nicht gerade günstig
 
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