Bild-Nachbearbeitung (Bildschärfe)

Mornsgrans

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Heute Nachmittag 14:40 Uhr mit 1300mm Brennweite (edit: rechts KI-verbessert)

1766935620088.jpeg 1767094886603.png
 
Die "Russentonne" stammt aus Russland und soll wohl etwas massiver und schwerer sein, als die Alubüchse aus China. Leider bin ich erst durch Deine Frage oben auf diese aufmerksam geworden, sie scheint etwas besser, als mein "Langer Marsch" zu sein ;)

Am Objektiv hängt eine Canon EOS 250D, der passende Adapterring für Canon EF war im Lieferumfang.
Blende: 16
ISO: 1600
Belichtung: 1/250 (Bild oben), 1/400 (nachstehendes Bild)

An der Schärfentiefe muss ich noch etwas arbeiten:

1767076102367.jpeg
 
Zuletzt bearbeitet:
An der Schärfentiefe muss ich noch etwas arbeiten:
falls Du es nicht eh schon machst, unbedingt in RAW fotografieren, da kannst Du dann in der Bearbeitung noch etliches rausholen und auch das Rauschen eliminieren, was hier zur Unschärfe natürlich beiträgt. Aber Wunder sind bei der Kombi wahrscheinlich nicht zu erwarten. Aber trotzdem geiles Bild, genau im richtigen Moment erwischt! 👍
 
Werde es beherzigen, danke für den Tipp. Wunder erwarte ich eh keine, vielleicht ein wenig bessere Qualität - vor allem bezüglich des Rauschens, zumal ich mit hohen ISO-Werten arbeiten muss, um vernünftig kurze Belichtungszeiten zu erhalten.

Die Hauptarbeit muss ich eh am Objektiv leisten und da könnte noch ein wenig Luft nach oben sein.
 
vielleicht ein wenig bessere Qualität
das mach nicht nur ein wenig aus. Erstaunlich, was die Programme da mittlerweile leisten, selbst LR macht das mittlerweile richtig gut. Falls es nix von Adobe werden soll, ist auch DXO Photolab oder Topaz AI in der Hinsicht sehr empfehlenswert.
und da könnte noch ein wenig Luft nach oben sein
vielleicht ist ja im Laufe der Zeit auch noch die Investition in eine bessere Linse drin 😉
 
auch wenn ihr hier Fotos mit zeigt - könntet ihr die Fahrraddiskussion dann bitte im entsprechenden Thread weiterführen?

Jawoll Chefin;-)

Blende: 19
ISO: 1600
Belichtung: 1/250 (Bild oben), 1/400 (nachstehendes Bild)

Bei solchen Aufnahmen würde ich entweder oder sowohl als auch mit der ISO nicht so hochgehen und auch die Blende runternehmen. Stativ ist bei dem Rohr ohnehin unverzichtbar und wenn Du mit Drahtauslöser und Spiegelvorauslösung arbeitest, sind auch die Eigenerschütterungen so gering als möglich. Beim recht hellen Mond ist das auch meist gar nicht so nötig, wenn nicht wie hier das Flugzeug mit abgelichtet wird.

Grund:

Eine hohe ISO bringt gerade bei den kleineren Sensoren durch die Pixeldichte und je nach Temperatur diese eher an die Rauschgrenze.

Eine hohe Blendenzahl erhöht zwar grundsätzlich die Schärfentiefe, bewirkt aber im Gegenzug das Phänomen der Beugungsunschärfe.


Kurz gesagt, brechen sich die Lichtwellen an der Blende und das Streulicht bewirkt dann unscharfe Säume, obwohl man theoretisch mit einem sauber durchgezeichneten Bild innerhalb des Schärfebereichs rechnet. Die Faustregel besagt, dass mehr als f:8 bereits diesen Effekt bewirkt.

Insofern ist also nicht sicher, ob nur die Qualität des Objektivs mit ungünstigen Bedingungen so reinhaut. Am besten nimmst Du Dir in einer Mußestunde das ganze Geraffel an einem festen Objekt bei Muschepopo-Licht mit und spielst da ein paar Sachen durch. Demnächst ist ja auch Vollmond, wenn man ihn denn sieht. Da das Objektiv ohnehin nur manuell fokussiert, nutzt Du am besten den Liveview und ggf. die Lupe für die Schärfeneinstellung.
 
DXO Photolab oder Topaz AI
Ob ich mir solche monatlichen Ausgaben als Rentner noch leisten kann?

Ich habe das Mondbild spaßeshalber bei artguru.ai KI-verbessern lassen - da ließ sich doch einiges herausholen. Im verlinkten Beitrag kann man jetzt beide Varianten nebeneinander bewundern.

Bei solchen Aufnahmen würde ich entweder oder sowohl als auch mit der ISO nicht so hochgehen und auch die Blende runternehmen. Stativ ist bei dem Rohr ohnehin unverzichtbar
Die Blende ist je nach Brennweite fix, also nicht verstellbar (Blende 16 bei 1300mm, Blende 8 bei 650mm). Da kann ich nur mit ISO und Verschlusszeit die Belichtung beeinflussen. Da muss ich immer einen Kompromiss zwischen Rauschen und max. Schäfentiefe finden.

Stativ ist eh obligatorisch (habe es bei meinem Haus- und Hof-Händler neu für € 100.- bekommen), der Spiegel in der Kamera ist hochgeklappt. Entweder arbeite ich mit Selbstauslöser 2Sek oder meinem Smartphone als Fernauslöser.

(Ich werde die Beiträge nachher verschieben, da wir vom Thema abgekommen sind)
 
Zuletzt bearbeitet:
wie meinen? 🤔
monatlichen Ausgaben
zumindest DXO ist kein Abo.
Die Blende ist je nach Brennweite fix,
aha, das ist ja mal spannend. Hab ich so noch nie gehört.
artguru.ai KI-verbessern lassen
da wird dann halt unter Umständen was ins Bild halluziniert, was da eigentlich gar nicht drin ist. 🫣
 
Muschebubu=Dämmerlicht;-)

aha, das ist ja mal spannend. Hab ich so noch nie gehört.

Ich gehe davon aus, dass bei zunehmender Brennweite die Anfangsblende auch kleiner wird. Bei ähnlichen Geräten wie von Walimex Pro hat man dann bei 1300mm Brennweite f:16 als Minimum und kann ergo nicht weiter runter.

Ein kürzeres Objektiv plus Konverter könnte das etwas minimieren, aber in der Regel kosten die Dinger auch 1-2 Blendenstufen und eben auch wieder optische Qualität, wenn mehr Luft/Glas-Übergänge vorhanden sind.

Hat ja schon seine Gründe, warum ab einer gewissen Brennweite keine Zooms mehr verwendet werden und die originalen Rohre Preise jenseits von gut und böse haben.
 
"OT"-Beiträge aus https://thinkpad-forum.de/threads/fotothread-eure-schönsten-fotos.57020/page-384 ausgelagert
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Hier noch ein PN-Austausch zwischen @fakiauso und mir (mit dessen Erlaubnis kopiert):

fakimauso schrieb:
Moin

PN ist zwar jetzt nicht der ideale Weg, aber ich habe Dein Mondbild mal gemopst und mit meinem Workflow als natürlicher Intelligenz durch GIMP gezogen.

fakinausos-mond.jpg

Ist natürlich der GAU, ein bereits skaliertes oder beschnittenes Foto nochmal zu kastrieren, denn die Qualität leidet bei JPEG immer durch die Kompression. Die Säume und Treppchen bekommt man damit freilich nicht weg in dieser Auflösung.

Das Original hat da sicher noch Reserven und die wesentlichen Dinge waren da Schwarzwert, unscharf Maskieren, etwas Kontrast und Licht und Schatten. Die Krater und Flecken werden dadurch schon etwas besser. Der Arbeitsweg ist bei GIMP natürlich komplett anders als bei den von @hha81667 vorgeschlagenen Programmen oder selbst Darktable als RAW-Konverter. Ich wollte nur nicht ohne Dein OK das Bild einfach so einstellen und es wird selbstredend wieder gelöscht.

Vielleicht hilft´s

Mornsgrans schrieb:
Hallo xxx,
danke für die Bearbeitung.

Ich hatte mich mal vor vielen Jahren im GIMP unter Linux einarbeiten versucht, war mir aber letzendlich wegen der vielen schwebenden Fenster zu kompliziert.
Aber da es auch unter Windows verfügbar ist, werde ich es noch einmal versuchen. - Dein Ergebnis überzeugt jedenfalls.

Grüße aus Idar-Oberstein

fakinauso schrieb:
Ich lasse die ganzen Menü- und Werkzeugleisten weg, meist sogar im Vollbildmodus, und arbeite eigentlich nur noch per Rechtsklick im Bild, um mir per Kontext die Menüs zu holen. Auf maximale Größe kannst Du mittels Strg+Umschalt+J einstellen und das Drücken von R startet die rechteckige Auswahl für´s Beschneiden.

Datei->Speichern unter speichert im xcf-Format, für JPEG,PNG usw. musst Du über Datei->Exportieren gehen. Dort kannst Du auch die Kompression und damit die Dateigröße bestimmen. Vieles ist auch "selbsterklärend", aber da gehen die Ansichten vermutlich weit auseinander;-)


Habe mal etwas mit der Schärfe in GIMP experimentiert.

Original:
IMG_2025_12_3010_31_156621.JPG

Mit GIMP gearbeitet (Holzhammer-Methode):

IMG_2025_12_3010_31_156621-2.JPG

Danke für den Tipp!

fakinauso schrieb:
An den Ausschnitten siehst Du auf jeden Fall, was möglich ist. Aber an dem Fleck oben rechts im Himmel ist zu sehen, dass es zuviel des Guten ist wegen des Halos. Das Schärfewerkzeug nutze ich eher so, dass etwas mehr Menge eingestellt wird und dann ziehe ich den Radius nach. Wenn dann offensichtlich solche Halos oder Ränder entstehen, den Regler wieder zurücknehmen.

Wir haben angesichts der großen Monitore und dem, was wir dort deutlich über der Größe selbst eines A4-Bildes sehen, manchmal auch einen übertriebenen Anspruch. Weniger ist manchmal mehr und auch bei Farben neigt man inklusive mir selbst dazu, zu überdrehen. Wobei das auch wieder so ein Kamera-Ding ist, denn so nach meinem Ding sind die Canons in der Grundeinstellung eher gedämpft unterwegs, während Nikon, Pentax oder Sony schon sehr satt rüberkommen. Da habe ich tatsächlich im Menü etwas sattere Farben voreingestellt und im Freien nutze ich als Weißabgleich meist schattig oder bedeckt, weil das etwas wärmere Farben bringt. Muß man dafür beim Bearbeiten wieder mit dem Weißabgleich in der Software aufpassen, sonst wird´s manchmal psychedelisch;-)

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
ich meinte speziell das von Mornsgrans genutzte Tool. KI Entrauschen an sich ist ein Segen.
Ah, sorry, da hatte ich den Faden nicht ordentlich verfolgt ... artguru.ai kannte ich noch gar nicht. Ich verwende nur Lightroom zum Entrauschen, oder auch schon mal, um ein Motiv / Bildanteil auszuwählen, um ihn dann gezielt in Bezug auf Belichtung etc. zu bearbeiten, was man früher mühsamer mit den bekannten Auswahlwerkzeugen machen musste - oder auch schon mal, um ein störendes Element mal einfach zu entfernen, da fängt es natürlich schon an mit dem Halluzinieren bzw Manipulieren ... ist aber ein eigenes Thema.
 
... hatten nicht die Samsung-Telefone mal total schöne Mond-Fotos, die aber leider Fake waren?
Einfach ein bekanntes Bild des Mondes drübergerechnet ...:LOL:

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und

 
... hatten nicht die Samsung-Telefone mal total schöne Mond-Fotos, die aber leider Fake waren?

Wenn ich wie hier Bilder bei so einem Tool reinhaue, ist ja offensichtlich, dass learning machines im Spiel sind. Die Seite von artguru dürfte dabei ähnlichen Algorithmen unterliegen wie andere Tools auch, die vermutlich auch von Samsungs Optimierungssoftware genutzt wird. Klar sind die Ergebnisse auf den ersten Moment beeindruckend, aber in erster Linie tendieren die ganzen Sachen zu einer gnadenlosen Schärfe und oft derb knalligen Farben.

Ich mag jetzt nicht lostreten, was ich in weiten Teilen von vielen "KI"-Dingen halte, sonst wird das der nächste Fork. Aber selbst wie am Beispiel Samsung wird da eine Scheinwelt erzeugt, welche auch mit den Superduper-Mond-Handys rein technisch einfach nicht möglich ist, weil das weder die Sensoren noch die Optik hergibt. Ergo ist das "Foto" nicht mehr die Leistung des Fotografen, sondern ein schön gerechneter Schein und der Betrachter wird schlicht besch...... Am Ende sind das zwar alles "tolle Bilder", aber auch wieder nur quietschbunter Einheitsbrei.

Es gab Zeiten, da hat man sich noch darüber amüsiert, wenn Bauchnabel weggephotoshopt wurden...
 
Ich mache die Endbearbeitung meiner Bilder in Irfanview (kostenlos, leider nur in Windows verfügbar). Mein Workflow: aus Camera Raw und Photoshop das Bild als jpg speichern, in Irfanview verkleinern auf max. 2400 Pixel der längsten Seite, Irfanview Plugin "unscharf maskieren" mit dem gewünschten Grad (macht nur machmal irgendwelche Artfakte) anwenden und mit ca. 900 kB abspeichern.

Für Mäusekino à la flickr reicht das auf jeden Fall.
 
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