@uli1956
Welchen der insgesamt 42 Contributors von Hibiscus - oder 22 von Jameica - meinst du denn nun genau? Oder bezieht sich deine Frage darauf, dass Olaf Willuhn als Maintainer des GIT-Repositories keine Stellvertreter definiert hat, krank wird/keinen Bock mehr hat/was auch immer und keiner der anderen 42/22 Personen (oder auch keiner der wievielen Nutzer der Software) Lust dazu hat das Repo zu forken und weiterzuentwickeln?
Gegenfrage: Was machst du, wenn die Star Finanz-Software Entwicklung und Vertriebs GmbH oder die SFIRM Gesellschaft für Software Development mbH Insolvenz anmelden müssen?
Btw. ist FinTS - die Schnittstelle über die auch StarMoney mit der Bank kommuniziert - ein offener Standard.
Ich war gestern nach einigen Stunden auf dem Seitenstreifen der Autobahn sicher etwas müde und gereizt.
Lass mich dir
erklären, wo der Beitrag seinen Ursprung hatte:
Die Aussage "Ich nutze lieber
professionelle Software als
freie Software" verneint, dass freie Software professionell sein kann.
Für das Wort "professionell" gibt es zwei gängige Definitionen:
- beruflich
- Berühmtestes Beispiel eines beruflichen Entwicklers von freier Software dürfte Linus Torvalds sein. Es ist also unstrittig und erwiesen, dass es Menschen gibt, die beruflich freie Software entwickeln und pflegen.
- Weicht man das auf "finanziell gewinnbringend" (komerziell) auf, dann ist auch hier allgmein bekannt, dass freie Software auch verkauft wird und damit Geld verdient wird.
- fachmännisch respektive von Fachleuten anerkannt
Selbst wenn du beide Definitionen (inkludierend verodert) anwendest kommen am Ende raus, dass du allen Menschen, die an freier Software arbeiten und damit kein Geld verdienen die Fähigkeit absprichst fachmännische/von Fachleuten anerkannte Ergebnisse zu liefern.
Das ist beleidigend.
Das Gegenteil von "offen" ist in diesem Kontext "proprietär" und nichts anderes. Das Frei/Free in FLOSS ist nicht "frei" wie "Freibier", sondern "frei" wie "Freiheit".
Nehmen wir neben mir die tausenden Menschen, die sowohl beruflich Software entwickeln (und dafür bezahlt werden), als auch zu freier Software beitragen. Ist die Qualität unserer Beiträge zu FLOSS schlechter als unser beruflicher Output, weil wir dafür kein Geld bekommen? Oder ist er vielleicht sogar besser, weil die Motivation nicht nur der Gehaltseingang (Gott bewahre zum Glück macht die Arbeit auch wirklich Spaß - ich reduziere hier also) ist, sondern auch, dass wir persönlich als Nutzer der Software davon profitieren?
Jeder soll und darf nutzen was er will - es ist aber nicht nett Menschen die Professionalität abzusprechen, weil sie etwas unentgeltlich tun.