Weshalb Windows 10 und nicht Windows 7?

Balsamico

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Hallo,

es ist da, ich freue mich üner mein erstes ThinkPad, ein T430s. Worüber ich mich noch nicht so freue, ist Windows 10 verwende ich für mich zum ersten Mal. Irgendwie hatte ich im Hinterkopf, dass für das 7er der Support eingestellt werden würde. Aber jetzt habe ich nochmal nachgeschaut, das wird erst 2020 soweit sein. Die Fingerprint-Software scheint nicht Windows-10 kompatibel zu sein. Das Startmenü lässt sich nicht auf klassisch umschalten. Auf einmal meldet sich so ein Windows Smartscreen und will mitreden (und verrät MS nebenbei was ich installiere) [...] [...] Mein TP ist zwar kaum das erste Mal warm, aber ich ahne schon, dass es so weitergehen wird und dass es nicht dazu kommen wird, dass ich mir nichtmehr das 7er zurückwünsche. An Gründen, die eindeutig für Windows 10 sprechen, fällt auf Anhieb eigentlich nur die DirectX12-Unterstützung ein. Das spielt für mich keine Rolle und für ein Thinkpad sowieso nicht. Deshalb meine Frage an euch, verwendet ihr Windows 10, wenn ja, weshalb und weshalb nicht das 7er? Gibt es Gründe, die für den Umstieg sprechen (abgesehen für Touchscreen-Systeme)?

Ich danke euch!
 
Die Datenschutzbestimmungen von Microsoft listet recht genau auf, wann und unter welchen Bedingungen bestimmte Daten übertragen, gespeichert und/oder verarbeitet werden.
Das sah die Niederländische AP vor einem Monat anders:
https://www.heise.de/newsticker/mel...-mit-Windows-10-Datenschutzrecht-3861753.html
;)


Aber ob ich später mal Online-Banking oder meine E-Mail Korrespondenz unter Windows 10 erledigen möchte, kann ich mir momentan noch nicht so recht vorstellen.
Da wirst Du mit früheren Windows-Versionen nicht viel "sicherer" sein. - Wie oben schon erwähnt, übertragen auch frühere Windows-Versionen Telemetrie-Daten - was immer sich auch wirklich dahinter verbergen mag.


Wenn man etwas offener (und, wie ich finde, fairer) an die Sache herangeht, und nicht von vorneherein annimmt, daß Microsoft böse ist, sondern überlegt, warum und unter welchen Umständen Microsoft Zugriff auf bestimmte Daten braucht, ist der tatsächlich fragwürdige Bereich sehr viel kleiner.
Es wird eh mit mehrerlei Maß gerechnet. Bis jetzt regt sich kaum einer über Amazons Alexa und Konsorten auf. Ob die wirklich nur Befehle übermitteln? Und wenn ja, wie sicher? Am Dienstag hatte ein Moderator von SWR3 über Alexa gesprochen und spaßeshalber "Alexa, mach das und das" gesagt. Anschließend meldeten sich zahlreiche Hörer, dass deren Alexa die Anweisung ausgeführt hatte...
 
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Das "when necessary to provide you with the products you use" ist die Einschränkung. Damit ist schon mal klar, daß Microsoft die entsprechenden Daten nicht erheben darf, wenn du die entsprechenden Dienste nicht nutzt. Wenn du einen Dienst nutzt, wird in der regel auch weitgehend klar sein, auf welche Daten Microsoft zugreifen muss (Wenn du Outlook.com nutzt muss MS die Emails speichern, durchsuchen für die Suchfunktion etc.). Der bereich, indem die Vorstellungen von Microsoft und einem Anwender auseinandere gehen, dürfte in der Praxis sehr gering sein.
Ich hatte doch schon geschrieben, dass am Ende alles daran hängt was MS als Produkt definiert. Aber diese Definition ist nun mal sehr offen > Windows an sich ist auch ein Produkt, dass ich ja nutze, selbst wenn ich mich den angebotenen Diensten (mail, xbox, wasauchimmer) verweigere

Du (und einige andere) scheinen beim Thema Datenschutzerklärung von Microsoft einen maximalen Ansatz zu verfolgen: Erstmal alles verdammen, und vielleicht hier und da nachgeben, wenn einem das Gegenteil bewiesen wird.
Welcher Beweiß wurde jetzt genau erbracht ? Bis jetzt ist mein Stand, dass zwei Personen (/Laien) einen Fachtext anders interpretieren - oder habe ich einen Beitrag zu dieser Thematik übersehen
Wenn man diesen Ansatz aber üb erall anwenden würde, dürfte man kein produkt von keinem Hersteller mehr verwenden.
Seufz und wieder, die "die anderen machen es aber auch" - Keule

Wenn man etwas offener (und, wie ich finde, fairer) an die Sache herangeht, und nicht von vorneherein annimmt, daß Microsoft böse ist, sondern überlegt, warum und unter welchen Umständen Microsoft Zugriff auf bestimmte Daten braucht, ist der tatsächlich fragwürdige Bereich sehr viel kleiner.
Ich halte Microsoft weder für böse noch für gut (eine Firma ist eine Sache und kein Mensch, wer einer Firma menschliche Wesenzüge aufoktroiert hat ganz andere Probleme). Microsoft ist eine Firma die sich in einem hochvolatilen Markt bewegt, und ihr Geschäftsmodell ständig anpassen muss, um am Markt überleben zu können (schon allein aus Verantwortung ihren Mitarbeitern gegenüber). Entsprechend trifft MS grundlegende Strategientscheidungen, und wie so oft in der MS-Geschichte folgt sie hierbei dem Markt. Der Markt sagt sehr grob vereinfacht "Datensammeln ist die Zukunft". Da aber Kunden nunmal eine endliche Resource sind (auch wenn Facebook und Co dabei sind in Südasien und Afrika neue zu erschließen) bin ich in diesem Markt irgendwann an einem Punkt, an dem ich die Resourcennutzung intensivieren muss, um am Markt weiter einen Vorteil zu haben > ich muss mehr und genauere Daten meiner Kunden sammeln. Das heißt entweder ich ändere meine Definition von "Produkt" spontan (meine Interpretation) oder ich trage neue Datenschutzbestimmungen an meine Nutzer heran, und kombiniere das am besten noch mit einem Anreiz (z.B. kostenloses Upgrade) und/oder Zwang (z.B. künstliche Nicht-Abwärtskompatibilität oder Einflußnahme auf Hardwarehesteller) (indirekt deine Interpretation).
Auf dem ein oder anderen Wege wird es passieren, mit Folgen die derzeit keiner Abschätzen kann.
 
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Es wird eh mit mehrerlei Maß gerechnet. Bis jetzt regt sich kaum einer über Amazons Alexa und Konsorten auf. Ob die wirklich nur Befehle übermitteln? Und wenn ja, wie sicher? Am Dienstag hatte ein Moderator von SWR3 über Alexa gesprochen und spaßeshalber "Alexa, mach das und das" gesagt. Anschließend meldeten sich zahlreiche Hörer beschert hatten, dass deren Alexa die Anweisung ausgeführt hatte...

Ich trau mich nicht mehr.... ;-)
 
Wenn man etwas offener (und, wie ich finde, fairer) an die Sache herangeht, und nicht von vorneherein annimmt, daß Microsoft böse ist, sondern überlegt, warum und unter welchen Umständen Microsoft Zugriff auf bestimmte Daten braucht, ist der tatsächlich fragwürdige Bereich sehr viel kleiner.

Es müßte überhaupt keinen fragwürdigen Bereich geben, wenn Microsoft der von dir postulierte weiße Ritter in einer Welt des Bösen wäre. Sie könnten doch allen Kunden ganz leicht anbieten, nur die Komponenten zu nutzen, die diese auch wirklich wollen.

Ich würde Microsoft in den höchsten Tönen loben, wenn sie mir gestatten würden nur das Betriebssystem, die grafische Oberfläche und den Desktop zu installieren. All die gutgemeinten Beigaben wie Cortana, Edge, Internet Explorer, Notepad und vieles andere mehr kann ich aber bei der Installation nicht abwählen, im Gegenteil, ich muß mir sogar noch zusätzliche Software von Drittanbietern installieren, um wenigstens einen Teil der Datensammelwut dieser Programme einzudämmen.

Wenn das also die "Guten" sind, warum lassen sie uns dann nicht einmal dieses Minimum an Freiheit?

Gruß
Michael
 
Summa summarum: nicht die technischen Vor- und Nachteile machen den Unterschied, sondern der Datenschutz?

Schade, das MS sich solche Mühe mit Windows 10 gibt, um es an anderer Stelle zunichte zu machen.

Mir stellt sich hier aber auch die Frage, ob bei Open Source der Datenschutz tatsächlich besser ist.

Wer ist denn tatsächlich dazu in der Lage, in einer Linux Distro Backdoors, Trojaner etc. ausfindig zu machen?

Vielleicht ist Linux auch ein Honeypot wie das Tor-Netzwerk? Warum sollte man einem System vertrauen, was auch noch kostenlos ist? Selbst Win 10 kostet nicht wirklich was, weil es etliche Wege gibt upzugraden.

Datenschutz ist heute ein zweischneidiges Schwert. Die Geheimdienste wissen eh alles, egal was man macht, und wenn irgendwelche Marketingheinis was mit irgendwelchen Daten machen, wen interessiert es? Die Werbung im TV guckt kein Mensch, im www mittels Adblocker noch weniger. Was tangiert es einen eigentlich, was die mit den Daten machen? Mal so fragt.

Wenn ich eine Waschmaschine gekauft habe, bekäme ich ohne Adblocker ganz viel Werbung für Waschmaschinen. Ja und? Eine zweite kaufe ich mir trotzdem nicht. Und da ich Adblocker nutze, sehe ich noch nicht mal, was die mit den gesammelten Daten machen. Ergo = der ganze Aufwand, den die mit meinen Daten betreiben, ist nutzlos.

Meine Bonität wird durch so was ja auch beeinflusst. Was mache ich aber, wenn in meinem Block ganz viele wohnen, die insolvent sind? Da werde ich auch mit rein gezogen, ob ich will oder nicht.

Was spricht dann unterm Strich gegen Win 10?

Ich bin sicher, dass sich viele einfach gestrickte Menschen überhaupt keinen Kopf über so was machen.
 
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Es müßte überhaupt keinen fragwürdigen Bereich geben, wenn Microsoft der von dir postulierte weiße Ritter in einer Welt des Bösen wäre. Sie könnten doch allen Kunden ganz leicht anbieten, nur die Komponenten zu nutzen, die diese auch wirklich wollen.

Ich würde Microsoft in den höchsten Tönen loben, wenn sie mir gestatten würden nur das Betriebssystem, die grafische Oberfläche und den Desktop zu installieren. All die gutgemeinten Beigaben wie Cortana, Edge, Internet Explorer, Notepad und vieles andere mehr kann ich aber bei der Installation nicht abwählen, im Gegenteil, ich muß mir sogar noch zusätzliche Software von Drittanbietern installieren, um wenigstens einen Teil der Datensammelwut dieser Programme einzudämmen.

Wenn das also die "Guten" sind, warum lassen sie uns dann nicht einmal dieses Minimum an Freiheit?

Gruß
Michael

Was heißt hier "die Guten"?

Alle kommerziellen OS-Anbieter wollen inzwischen an Nutzerdaten. Die Daten werden ja teilweise als der neue Rohstoff der IT-Industrie angesehen. Insofern ist die prinzipielle Entscheidung
A) Linux + Dumbphone sowie Nichtverwenden von Internetdiensten und Vermeiden aller datenübertragenden Anwendungen wie Steam (falls man seine Daten nicht abgeben will) oder eben
B) Benutzung von Windows / macOS / iOS / Android / Chrome und damit leben, dass mehr oder weniger Daten an die Betreiber übertragen werden.

Windows 10 ist in Kategorie B, und da werden sie auch bleiben, weil sie sonst als kommerzieller Anbieter einen Wettbewerbsnachteil gegenüber ihren Konkurrenten Apple und Google haben. Zu verlangen, dass sie sich anders verhalten wäre nur realistisch, wenn man bereit ist, ihnen den Nachteil irgendwie auszugleichen, also z.B. indem man bereit ist, teurere Lizenzen zu zahlen. Wobei wahrscheinlich auch das illusorisch ist, Apple z.B. schwimmt ja regelrecht in Geld, aber sie sammeln trotzdem.
 
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Zu verlangen, dass sie sich anders verhalten wäre nur realistisch, wenn man bereit ist, ihnen den Nachteil irgendwie auszugleichen, also z.B. indem man bereit ist, teurere Lizenzen zu zahlen.

Nun, ich habe ja gerade ca. €150,- für meine Windows 10 Lizenz bezahlt und da ist es doch wohl statthaft, einen Verbesserungsvorschlag zu machen. Es ist doch nicht gerade der Normalfall, irgendein Produkt eines Herstellers zu kaufen und dann dieses Produkt und mich selbst vor diesem Hersteller beschützen zu müssen.

Für mich ist das eine völlig verkehrte Welt.

Gruß
Michael
 
Doch, leider ist es der Normalfall.

Meine Fritzbox hat eine umfangreiche Blacklist, ich nutze ein freies OS auf PC und Handy und trotzdem Adblocker, Noscript etc. In der Hoffnung, dass es was nützt.

PS: schöne Grüße aus HF nach MI ;)
 
Kaum jemand bezahlt 150 € für Windows 10, da der Rechner im Regelfall entweder mit Windows 10 ausgeliefert wurde oder aber kostenlos upgegradet wurde. Und die Dienste, die im Betriebssystem integriert sind, kosten auch nichts.

Niemand wird gezwungen Onedrive, Cortana, Edge, Skype, Office, Bing etc. zu nutzen, das ist alles optional. Wenn man Microsoft keine Daten für diese Dienste geben will, dann muss man das auch nicht.
 
Er schrieb: " Bei Android wird sowas als völlig normal angesehen." Das hat nur er hier im Thema geschrieben. Es ist also wieder so eine "gefühlte Wahrheit".
Du gibst dir wirklich Mühe, DInge so falsch zu verstehen, daß sie zu deiner Argumentation passen, hmm?
"bei X wird Y als normal angesehen" bedeutet nicht "ich finde Y ok so", sondern daß X für Y nicht kritisiert wird. Die Aussage enthält keine Wertung von der Vorgehensweise bei Android, sondern nur einen Kommentar darüber, daß bei Android eben nicht so sehr über das Thema diskutiert wird.

Welcher Beweiß wurde jetzt genau erbracht ?
Keinen. Und ich habe auch nicht behauptet, daß ich das getan hätte. Ich habe nur die allgemeine Vorgehensweise "erstmal alles verdammen, und dann nur minimal zurückrudern, wenn es notwendig wird" kritisiert.


Seufz und wieder, die "die anderen machen es aber auch" - Keule
Nein. Nur ein Hinweis darauf, daß der Ansatz "immer vom Schlimmsten ausgehen", wenn man ihn konsequent umsetzten würde, ein Problem wäre.


Da aber Kunden nunmal eine endliche Resource sind (auch wenn Facebook und Co dabei sind in Südasien und Afrika neue zu erschließen) bin ich in diesem Markt irgendwann an einem Punkt, an dem ich die Resourcennutzung intensivieren muss, um am Markt weiter einen Vorteil zu haben > ich muss mehr und genauere Daten meiner Kunden sammeln. Das heißt entweder ich ändere meine Definition von "Produkt" spontan (meine Interpretation) oder ich trage neue Datenschutzbestimmungen an meine Nutzer heran, und kombiniere das am besten noch mit einem Anreiz (z.B. kostenloses Upgrade) und/oder Zwang (z.B. künstliche Nicht-Abwärtskompatibilität oder Einflußnahme auf Hardwarehesteller) (indirekt deine Interpretation).
Auf dem ein oder anderen Wege wird es passieren, mit Folgen die derzeit keiner Abschätzen kann.
Mit dem ersten Teil des Absatzes (hier nicht zitiert) gehe ich konform, aber dem zweiten Teil muß ich widersprechen: Dadurch, daß Microsoft recht detailiert aufzählt, welche Daten unter welchen Bedingungen gesammelt werden dürfen, machen sie sich die spätere Ausweitung des Sammelns schwerer.


Es müßte überhaupt keinen fragwürdigen Bereich geben, wenn Microsoft der von dir postulierte weiße Ritter in einer Welt des Bösen wäre.
Zeig mir mal bitte, wo ich das angeblich getan habe.
Selst in dem von dir zitierten Text schränkle ich an zwei stellen ein ("und nicht von vorneherein annimmt, daß Microsoft böse ist" -> läßt klar Raum, daß Microsoft bei näherer Betrachtung "böse" sein kann; "ist der tatsächlich fragwürdige Bereich sehr viel kleiner" -> es gibt also m.E. einen Bereich, in dem Microsofts Datensammelei fragwürdig ist).

Ich sehe Microsoft keineswegs als fehlerfrei an. Ich sehe durchaus auch Probleme mit der Datensammelwut.
Aber ich bin gegen das pauschale verteufeln und schwarz/weiß-Malen, das bei diesen Diskussionen leider immer wieder von einigen betrieben wird.
UJnd ich finde es befremdlich, daß mir wegen eines Beitrages, in dem ich mich gegen solche Verallgemeinerung stelle, gleich unterstellt wird, ich würde Microsoft als weißen Ritter ansehen.


Sie könnten doch allen Kunden ganz leicht anbieten, nur die Komponenten zu nutzen, die diese auch wirklich wollen.
Für Microsoft gehören diese Komponenten zu Windows, für dich nicht. Für mich gehören Browser und Texteditor heutzutage auch zur Grundausstattung. Cortana kann ich auch nichts abgewinnen, aber solche Assistenten sind bei mobilen OS ja inzwischen quasi Standard und werden ǘber kurz oder lang wohl auch bei Desktop-OS normal werden, ob wir es mögen oder nicht.

Der Punkt ist: Microsoft kann nicht für jeden User ein Os maßschneidern. Sie müssen eine Ausstattung wählen, die einen möglichst großen Teil der Kunden zufriedenstellt. Und das ist nun mal eher die Maximal-Variante. (Und ja, da spielt natürlich auch der Wunsch von Microsoft rein, mehr Kunden für Bing, Cortana und co zu gewissen.)
 
Wie schon so schön beschrieben machen wir also W10 zum 'eventuellen kostenlosen Zwang' und somit sind jegliche Beschwerden haltlos. Denn in einem kostenlosen OS darf man es dem Hersteller nicht übel nehmen, wenn er die User abgreift. Und wenn einer doch was für W10 bezahlt hat ist er selber schuld. Wir haben uns hier ganz schön kollektiv in die Ecke stellen lassen. Das geht übrigens nicht gegen irgendjemanden hier im Thread, sondern soll lediglich die Ironie dieser weitverbreiteten Ansicht darstellen. Dass das Betriebssystem dem Nutzer dient und nicht umgekehrt stand mal ausser Frage. Jetzt wird das irgendwie verdrängt, hab ich den Eindruck.

Schon mal versucht, Cortana (SearchUI.exe) auszuschalten? Und an Cortana hängt ein Großteil dieses ganzen Telemetrie-Rattenschwanzes.
 
Kaum jemand bezahlt 150 € für Windows 10, da der Rechner im Regelfall entweder mit Windows 10 ausgeliefert wurde oder aber kostenlos upgegradet wurde. Und die Dienste, die im Betriebssystem integriert sind, kosten auch nichts.

Ich wollte mir aber mal wieder einen Rechner selbst aus Einzelkomponenten zusammenbauen und da ist nirgendwo ein Betriebssystem im Preis inbegriffen. Da bleibt dir nur eine System-Builder Lizenz.
Mir ist das auch relativ was die kostet. Wenn ich für eine Version mit den weiter oben von mir vorgeschlagenen Wahlmöglichkeiten € 300,- bezahlen müßte, würde ich das mit Freuden tun. Hauptsache ich habe meine Ruhe und muß nicht ständig mit dem nagenden Zweifel leben ob nicht doch noch etwas abgeschöpft wird.


Niemand wird gezwungen Onedrive, Cortana, Edge, Skype, Office, Bing etc. zu nutzen, das ist alles optional. Wenn man Microsoft keine Daten für diese Dienste geben will, dann muss man das auch nicht.

Dann hätte ich das gern schriftlich von Microsoft. Es ist nicht so, daß ich dir etwa nicht traue, aber so wirklich verwertbar ist deine Zusicherung nicht.

Und noch besser wäre, ich könnte den ganzen Schei... mit ein paar Mausklicks rückstandsfrei deinstallieren. Dem steht doch eigentlich überhaupt nichts im Wege, wenn tatsächlich niemand gezwungen werden soll, oder?

Gruß
Michael
 
Nun, ich habe ja gerade ca. €150,- für meine Windows 10 Lizenz bezahlt und da ist es doch wohl statthaft, einen Verbesserungsvorschlag zu machen. Es ist doch nicht gerade der Normalfall, irgendein Produkt eines Herstellers zu kaufen und dann dieses Produkt und mich selbst vor diesem Hersteller beschützen zu müssen.

Für mich ist das eine völlig verkehrte Welt.

Gruß
Michael


Das gilt im Prinzip für alle heute gekauften Geräte mit kommerziellem OS, und ob das OS jetzt separat vertrieben oder (wie bei den fertig mit Windows gekauften PCs oder bei Apple) beim Gerätepreis mitbezahlt wird, ist an der Stelle zweitrangig.
Einzige Alternative sind freie Betriebssysteme. Da kannst Du dann sowohl Daten als auch Geld behalten.

Im übrigen sind "Du zahlst und wir behalten Informationen über dich"-Deals heute fast schon die Norm, jeder Onlinekauf fällt im Prinzip darunter. Gefällt mir auch nicht, aber Microsoft und Windows sind da nur ein Teil eines wesentlich größeren Puzzles.
 
Du gibst dir wirklich Mühe, DInge so falsch zu verstehen, daß sie zu deiner Argumentation passen, hmm?
"bei X wird Y als normal angesehen" bedeutet nicht "ich finde Y ok so", sondern daß X für Y nicht kritisiert wird. Die Aussage enthält keine Wertung von der Vorgehensweise bei Android, sondern nur einen Kommentar darüber, daß bei Android eben nicht so sehr über das Thema diskutiert wird.

Ich habe jetzt zwei Mal versucht zu erklären, wie es gemeint war. Ich habe auch geschrieben, dass ich mir im Klaren darüber bin, dass seine Haltung im Kontext eine andere ist, als das in meinem Beitrag erscheint. Das war beabsichtigt.
Es gehört heute scheinbar schon zum Diskussionsstil, eine Behauptung, die bisher in dieser Runde nur von einer Seite gemacht wurde, so oft aufzustellen und jemandem zuzuschieben, bis man sich genötigt fühlt darauf einzugehen. Darauf zielte mein Beitrag ab.

Da es beide Male scheinbar nicht angekommen ist, schätze ich, dass es auch dieses Mal umsonst war.
Also, lieber mectst, lieber moronoxyd, bitte verzeiht meine Ungenauigkeit. Es soll nicht mehr vorkommen *Sprühsahne-drauf*
 
Er schrieb: " Bei Android wird sowas als völlig normal angesehen." Das hat nur er hier im Thema geschrieben. Es ist also wieder so eine "gefühlte Wahrheit".
Das ist eine völlig absurde Logik. Nur weil ich es als einziger hier schreibe wird es nicht zu einer "gefühlten Wahrheit".


Es bringt halt für eine Diskussion nichts, wenn man sich laufend für Dinge rechtfertigen muss, die nicht geäußert wurden. Können wir uns also bitte auf das Geschriebene beziehen? Danke!

Das ist eine sehr gute Anmerkung von Dir. Bitte geh mit gutem Beispiel voran und lege nicht ständig anderen Diskussionsteilnehmern Aussagen in den Mund, die so nie gemacht worden. Das erspart jegliche Rechtfertigung und macht den Austausch zum Thema Win7 vs Win10 für alle viel besser nachvollziehbar. Danke!

Grüße Thomas
 
Das ist eine sehr gute Anmerkung von Dir. Bitte geh mit gutem Beispiel voran und lege nicht ständig anderen Diskussionsteilnehmern Aussagen in den Mund, die so nie gemacht worden. Das erspart jegliche Rechtfertigung und macht den Austausch zum Thema Win7 vs Win10 für alle viel besser nachvollziehbar. Danke!

Grüße Thomas

Jetzt wird es mir langsam zu dumm mit Dir. Ich habe Dich verstanden! 3 Mal habe ich das geschrieben.
Hier wird laufend argumentiert, "xy aber auch". Das zieht sich wie ein roter Faden durch das Thema, wurde aber von den Kritikern nicht geäußert. Sich jetzt hier als Moralapostel aufzuspielen ist schon paradox. Kindergarten!
 
Nach meiner Ansicht darf man diese Einstellung auch gern in die Diskussion zu Win7 vs. Win10 einbringen, allerdings ist diese Argumentation eben nur dann schlüssig, wenn man sich komplett oder zumindest größtenteils aus der Online-Welt heraus hält. Ansonsten ist es eben doch nur das allzuoft gern betriebene Microsoft-Bashing.

Und genau das mache ich auch. Ich nutze fast keine Cloud-Angebote (bissl verschlüsselt E-Mail, bissl dezentralen verschlüsselten Messenger, ein paar Foren) und meine Dateien liegen alle bei mir daheim am eigenen Server. Ich verwende keine Online-Fahrkarten, zahle wo immer möglich mit Bargeld, nutze kein Smart-Home und nutze keinerlei Mainstream-Dienste, wie z. B. Facebook oder WhatsApp. Mir ist das ziemlich egal in welche Schublade Du mich jetzt steckst, aber trotzdem: Wieso genau scherst Du alle an der Diskussion teilnehmenden über einen Kamm?

Zudem kann ich nicht erkennen, dass hier irgendjemand behauptet, dass Datensammlung bei anderen Systemen nicht so schlimm sei. Ehrlich gesagt sehe ich eigentlich nur irgendwelche Leute, welche das krampfhaft bei Microsoft zu verteidigen versuchen.

Datensammelei und Bloatware: Genau daher verwende ich grundsätzlich nur Android-Geräte mit Custom-ROMs, denn ich kann weder Bloatware, noch Google Apps, noch Datensammelei ausstehen und versuche wo immer möglich das einzudämmen.

Und dennoch bin ich für den Einsatz von moderner IT und aktueller Software und schreibe sogar digital anstatt Papier zu nutzen. Aber ich bin eben nicht bereit um jeden Preis die analoge Welt aufzugeben und mich noch abhängiger von Großkonzernen zu machen und es jedem anonymen Menschen im Internet zu erlauben Daten über mich zu sammeln, welche dann möglicherweise in der Zukunft missbraucht werden können (z. B. wenn eine extreme Partei bei einer Wahl gewinnt und nun plötzlich Einblick in die Daten der Geheimdienste und Konzerne besitzt und damit "dummes Zeug" anstellen kann; so ein Szenario hatten wir erst vor 30 Jahren in einem Teil von Deutschland ...).
 
Nicht nur bis vor 30 Jahren, sondern auch ganz aktuell... die Staatsmedien machen nicht mehr Journalismus und erzählen dem Volk vielleicht mal wie früher im Westen, was die da oben für einen Mist machen, sondern helfen mittlerweile beim Vertuschen von Dingen, die z.B. unsere Neubürger tun, kräftig mit.

Das ist aber nur das eine. Das andere ist der normale, alltägliche Datenschutz.

Dass BND & Co. alles über uns wissen, ist halt so, und so lange man nicht aus dem "Grundrauschen" hervorsticht, ist das kein Problem für die. Genauso bei der Nutzung von whatsapp & Co. Soll der NSA doch wissen, in welcher Ecke ich mein Bargeld im Haus aufbewahre. Die interessiert es nicht.

Dass aber auch sämtliche anderen, privaten Unternehmen vieles über uns wissen dürfen, ist nicht ok, aber leider auch nicht komplett vermeidbar. Microsoft sammelt mit Windows 10 vermehrt Daten über die User...

Die Sache ist nur die: was fangen die mit dem Wissen an?

Wirklich sinnvolle Sachen (also alles außer Werbung, die mich nicht die Bohne interessiert) habe ich da noch nicht gesehen.

Bei Romanen wie 1984 ist es alles überschaubar gewesen, aber bei der immensen Masse an Daten, die heutzutage anfällt, frage ich mich allen Ernstes, wie da der einzelne Datensatz noch interessant sein soll. Ich habe mal versucht, über mich etwas herauszufinden... war ganz schön schwierig. Nicht mal Geburtsdatum oder Adresse habe ich herausbekommen. Das geht nur mit krimineller Energie.

Es ist wie in allen mir persönlich bekannten Unternehmen: den Wert des Marketings oder einer bestimmten Marketingaktion (Messe, Datensätze kaufen etc.) lässt sich im Nachhinein fasst nie in Zahlen fassen.

Ich denke, Microsoft wird in Windows 10 schlicht und einfach Daten erfassen, um ihr Produkt zu verbessern. Spionage fällt als Nebenprodukt an und wird vielleicht an die Dienste weitergegeben, dürfte aber für Microsoft völlig uninteressant sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Sache ist nur die: was fangen die mit dem Wissen an?

Wirklich sinnvolle Sachen (also alles außer Werbung, die mich nicht die Bohne interessiert) habe ich da noch nicht gesehen.

Nur als Beispiel!
Um die "Intelligenz" von Sprachsoftware zu verbessern müssen sich aus allen Spracheingaben Änderungen (Verbesserungen) ergeben.
Dazu wird die Sprache aufgezeichnet um sie dem Lernalgorithmus zur Verfügung zu stellen.
Das Ganze ist technisch relativ anspruchsvoll, ich hatte dazu mal ein längeres Gespräch mit jemandem der an der Grundlage der Speicherung bei SIRI mitgearbeitet hat.

Wenn ich mir jetzt mal die Reaktionen/Antworten/Möglichkeiten bei der Spracheingabe zumindest bei den allseits bekannten und auch hier im Thread erwähnten Systemen anschaue und das Ergebnis mit meinen ersten Versuchen bei Dragon NaturallySpeaking vergleiche bin ich schon sehr beeinduckt und frage mich wie weit das noch gehen wird.
 
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