Es ist aber manchmal auch gut, Anbieter zu finden, die ihr Netz unabhängig von der Telekom ausbauen. Ich wohne in einem Dorf, das per DSL über Telefonkabel üblicherweise nur 1 Mb/s bekommt. War bis vor 3,5 Jahren bei Arcor, die ab dem letzten Vermittlungsknoten in geschätzten 6 km Entfernung das Telekom-Netz mitbenutzten. Weil das insbesondere bei YouTube-Videos und größeren Downloads nervig wurde (Download maximal 120 kB/s) bin ich zu KabelBW (mein aktueller Vertrag beinhaltet 25 Mb/s Downstream und 1 Mb/s Upstream) gewechselt. In dem Zusammenhang wurde meine Telefonsteckdose stillgelegt. Seitdem erhalte ich TV, Internet und Telefon aus dem Breitbandkabel.
Hat nur den Nachteil: Wenns beim Fernsehsignal eine Störung gibt, kann man nichtmal mehr telefonisch die Störungsannahme anrufen, da TV-Daten, Internetdaten und Telefon-Audio-Stream alles KabelBW-intern irgendwie über Internet-Protokoll zu laufen scheinen, wie ich vermute. Und der Handyempfang ist in meiner Wohnung mehr als bescheiden. Internet über Mobilfunk nur mit EDGE und das nur, wenn ich im Schlafzimmer direkt am Fenster stehe.
Seit letztem Jahr gibt es aber bei uns im Ort - aufgrund einer Bürgerinitiative - einen alternativen DSL-Anbieter (NeckarCom, vermutlich eine Tochtergesellschaft von EnBW), der ein eigenes Netz aufgebaut hat und lt. Werbung Übertragungsraten von 50 Mb/s garantiert. Der Preis ist aber für mein Empfinden nicht konkurrenzfähig. Wer NeckarCom-Kunde wird, der kann dann auch wieder DSL per Telefonkabel erhalten. Dann werden sprichwörtlich nur die letzten Meter der Kommunikation über ein Telekom-Kabel zurückgelegt. Der NeckarCom-Schaltkasten steht zufällig am Anfang der Straße wo ich wohne, und der Telekom-Schaltkasten steht direkt daneben. Da wird dann mit die Signalübergabe ganz einfach zu realisieren sein.