SSD + Tripleboot, welche Reihenfolge beim Installieren, wie vorbereiten?

Waffelbäcker

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Hallo liebe Community,

ich möchte mir eine SSD zulegen (Intel X25 120GB) und darauf ein Tripleboot-System aufsetzen aus Windows 7 Pro, Ubuntu oder Debian, und Windows XP. (Meine Fragen habe ich bewusst recht knapp gehalten, bitte einfach sagen, wenn ihr mehr Details braucht)

Wie sollte ich beim installieren vorgehen?
Normalerweise empfiehlt es sich ja zunächst das ältere System, also hier Win XP zu installieren, dann Win 7 und zum Schluss Linux. Aber bei SSDs kommt es ja auf das korrekte Alignment an. Also zuerst 7, dann XP, den Bootloader reparieren und dann Linux? Kann ich bei der Win 7 Installation Platz lassen für XP und Linux, oder muss ich die Partition nachher verkleinern (würde ich vorher Partitionieren brauche ich Win 7 auch nicht als erstes installieren)? Oder sollte ich die klassische Reihenfolge beibehalten und die SSD vorher mit z.B. GParted vorbereiten? Wenn ja, gibt es dafür eine gute (!) Anleitung mit konkretem Dual- oder Tripleboot-Beispiel? Was ist die einfachere Variante?

Zu TRIM finde ich auch unterschiedliche Aussagen. Für XP kann man TRIM über das Intel-Tool realisieren, aber ist das nötig oder werden die XP- und Linux-Partitionen von Windows 7 aus mitgetrimt?

Und zu guter Letzt: Worauf man bei Win XP + SSD achten muss weiß ich. Warum ich XP weiterhin behalten möchte: Ich nutze das ein oder andere sehr alte Programm, sowie z.B einen alten Scanner, für die es weder Support noch Treiber für 64 Bit gibt. Wenn jemand einen Link hat der erklärt, dass ich das auch mit einem virtuellen XP machen kann, lass ich mich gerne davon abbringen.

Schon mal vielen Dank für eure Antworten.

Tom
 
Windows XP - Windows 7 - Linux. Grub kann mit anderen OS umgehen, Windows überschreibt anderen Kram einfach.

Vorher mit Windows 7 die Partitionen für Win7 und WinXP einrichten, damit das Alignment ok ist. Platz für Linux freilassen.

Um TRIM würde ich mir keine Gedanken machen. Win7 kann die XP-Partition sehen und mittrimmen. Ob Linux trimmen kann, weiß ich nicht.

Viel Spass damit
 
ein moderner partitionierer sollte doch das alignment auch korrekt handaben - ?

richte ne primäre, aktive bootpartition ein
danach erweiterte für xp, 7, und linux

das hat den vorteil, daß der windows installer die partitionen nicht durcheinanderwürfelt und xp plötzlich auf x:/ liegt
(was im falle von primären partitionen schonmal vorkommt)
außerdem kannst du backups ders systeme zurückspielen ohne die bootpartition zu berühren
welche automatisch auf der ersten primären aktiven liegt

gruß wursti
 
kann man xp überhaupt auf ne logische partition installieren? ich vermute, dass es nicht geht. ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
 
Vielen Dank für eure Antworten!

Noch eine Frage vorneweg: Wenn ich eine (1) Partition mit richtigem Alignment erstelle (z.B. 15GB NTFS mit GParted), sind dann alle weiteren Partitionen, die ich mit verschiedenen Programmen nachher erstelle, automatisch richtig "alignet"?
Dann wär es nämlich einfach: Partition mit korrektem Alignment erstellen (gibt gute Tutorials dazu), WinXP drauf. Mit WinXP Partition einrichten für Win7, selbiges installieren, Linux dann auf den Rest, dabei Grub auf die Linux-Partition und das Ganze mit EasyBCD einrichten.
.
elarei' schrieb:
Windows XP - Windows 7 - Linux. Grub kann mit anderen OS umgehen, Windows überschreibt anderen Kram einfach.

Vorher mit Windows 7 die Partitionen für Win7 und WinXP einrichten, damit das Alignment ok ist. Platz für Linux freilassen.

Um TRIM würde ich mir keine Gedanken machen. Win7 kann die XP-Partition sehen und mittrimmen. Ob Linux trimmen kann, weiß ich nicht.
Wie soll das ablaufen, Reihenfolge WinXP-Win7-Linux, aber zuerst mit Win7 die Partitionen einrichten? Meinst du Win7 installieren, mit den Bordmitteln partitionieren (z.B. 50GB Win7, 15GB WinXP, Rest unpartitioniert lassen für Ext3/4), danach die Win7-Partition plattmachen und WinXP drauf installieren, danach wieder Win7 und zu guter Letzt Linux? Wär es da nicht einfacher, gleich vorher korrekt zu partitionieren (gute Anleitung - also mit Dual/Tripleboot - dafür such ich noch immer!)...

Ist das mit TRIM gesichert? Hab das nämlich bis jetzt noch nirgends so gelesen.
Was mach ich mit der 100MB Partition, die Win7 für den Bootloader und Bitlocker anlegt?
.
wursti' schrieb:
ein moderner partitionierer sollte doch das alignment auch korrekt handaben - ?

richte ne primäre, aktive bootpartition ein
danach erweiterte für xp, 7, und linux

das hat den vorteil, daß der windows installer die partitionen nicht durcheinanderwürfelt und xp plötzlich auf x:/ liegt
(was im falle von primären partitionen schonmal vorkommt)
außerdem kannst du backups ders systeme zurückspielen ohne die bootpartition zu berühren
welche automatisch auf der ersten primären aktiven liegt
Einen Partitionierer kaufen wollte ich mir auf jeden Fall nicht, mit GParted o.ä. kann man das sicher einstellen, aber wie gesagt bin ich auf der Suche nach ner guten Anleitung, die halbwegs für meinen Fall passt (Dual/Tripleboot lässt sich finden, aber nicht für SSD).
Backups zurückspielen, ohne die Bootpartition zu ändern, klingt schon verlockend. Aber im Endeffekt muss ich dafür vorher alles manuell partitionieren, und auch noch dafür sorgen, dass die Bootloader sich in die richtige Partition installieren.

Wie würde ich dabei konkret vorgehen? Sprich: Wie groß muss die Partition sein? Überschreibt eine XP-Installation nicht den MBR? Wie sag ich den XP, 7 und Linux-Bootloadern wo sie hin sollen? Wie gesagt, Link zu ner guten Anleitung sollte mir reichen.
 
jede partition muss korrekt angelegt werden. mit xp geht das nicht, egal wieviele korrekt alignte partitionen bereits existieren.
du kannst von der 7er-dvd booten, die partitionen anlegen und formatieren lassen und dann die installation abbrechen. danach xp installieren, 7 installieren und zum schluss linux. bei windows kannst du afaik nicht angeben, wo der bootloader hin soll. bei linux kannst du es angeben (i.d.r. mbr, aber auch bootsektor einer partition möglich). mit gparted hab ich keine erfahrung. ich könnte dir höchstens erklären, wie du mit fdisk die platte mit korrektem alignment vorbereiten kannst.

@ wursti:
wow! ich bin beeindruckt! ging das einfach so mit ner normalen installation?
 
Wie soll das ablaufen, Reihenfolge WinXP-Win7-Linux, aber zuerst mit Win7 die Partitionen einrichten? Meinst du Win7 installieren, mit den Bordmitteln partitionieren (z.B. 50GB Win7, 15GB WinXP, Rest unpartitioniert lassen für Ext3/4), danach die Win7-Partition plattmachen und WinXP drauf installieren, danach wieder Win7 und zu guter Letzt Linux? Wär es da nicht einfacher, gleich vorher korrekt zu partitionieren (gute Anleitung - also mit Dual/Tripleboot - dafür such ich noch immer!)...

Mit Windows 7 richtest du per Boot vom Installationsmedium noch vor der eigentlichen Installation die Partitionen ein. Dadurch erstellt Win7 sich eine 100MB Bootpartition, die wir eben später für Win7 brauchen. Die Installation an sich machen wir nicht, sondern direkt nach dem Partitionieren verlassen wir den Win7-Installer wieder und installieren erstmal Windows XP auf der Partition, die wir vorher dafür angelegt haben (am einfachsten dürfte die Partitionen-Reihenfolge: Bootpartition - Win7Partition - WinXPPartition - Freier Platz für Linux sein). Danach installieren wir Windows 7 auf die Partition, die wir vor Windows XP angelegt haben, und dann schreibt Windows 7 auch nen korrekten Bootloader und erkennt Windows XP und macht ein schönes Bootmenü. Das überschreiben wir dann durch die Installation von Linux wieder mit GRUB2 und dann sieht es gut aus. Der Witz an der Reihenfolge ist, dass man die "Erkennungsfähigkeit von Vorgänger-Bootmanagern" hat: Win7 kann mit dem WinXP-Bootloader umgehen und es integrieren und GRUB kann den Win7-Bootloader und den WinXP-Bootloader integrieren.

Eventuell macht es zum Schluss noch Sinn, das Windows7-Bootmenü etwas abzuändern, da du unter Umständen sonst einmal in GRUB Windows 7, Windows XP und Linux auswählen kannst und dann im Windows 7 Bootmenü nochmal Windows 7 oder Windows XP aussuchen kannst. Das ist aber keine große Kunst.

"Korrekt Partitionieren" kannst du auch von Hand vorher, aber das ist umständlicher und bringt keine Vorteile gegenüber "erst die Windowspartitionen anlegen und später in den freien Speicher Linux reinpacken". Schon allein deshalb nämlich, weil Windows die Linuxpartitionen nie sehen wird (es sei denn, du installierst das extra). Die Partitionierung mit Win7 ist deshalb sinnvoll, weil dann auch das Alignment (das nur beim ersten Einrichten festplattenweit geschrieben werden muss) stimmt - Windows7 kann SSDs out of the box korrekt alignen, Windows XP nicht, bei Linux weiß ichs nicht.

Zu den Größen (nur fürs OS, du wirst vermutlich irgendwelche Programme installieren wollen...):
- Windows XP braucht keine 5 GB
- Windows 7 sollte man mindestens 15 GB gönnen, wenn man 64bit benutzt eher 20 GB
- Ubuntu kann je nach Wünschen mit 5-10 GB gut auskommen
 
Vielen lieben Dank, elarei, das hilft mir schon weiter.

Das mit dem Alignement verstehe ich noch nicht ganz:
yatpu' schrieb:
jede partition muss korrekt angelegt werden. mit xp geht das nicht, egal wieviele korrekt alignte partitionen bereits existieren.
elarei' schrieb:
Die Partitionierung mit Win7 ist deshalb sinnvoll, weil dann auch das Alignment (das nur beim ersten Einrichten festplattenweit geschrieben werden muss) stimmt
Wenn ich das zusammen nehme, dann habe ich korrektes Alignment nur dann, wenn ich die gesamte Festplatte mit Win7 partitioniere. Ich nehme an, dass ich mit der Win7-Installations-DVD auch mehrere Partitionen einrichten kann(?), aber wie sieht es mit dem unpartitionierten Bereich für Linux aus? Muss ich die gesamte Platte erst mal partitionieren und nachher die Partitionen verkleinern? Oder bezieht sich das Alignment wirklich nur auf die jeweilige Partition, bei Linux muss ich (oder die Installationsroutine) also selbst wieder ums Alignment kümmern?

elarei, du schreibst auch dass die 100MB Partition für Win7 benötigt wird. Soweit ich gelesen habe ist das aber nicht zwingend nötig, Win7 macht das nur, wenn es die gesamte Festplatte zur Verfügung hat. Ist bereits vorher partitioniert, schreibt es die Daten auf seine eigene Partition. Der Win7 Bootloader schreibt sich da rein, ok. Bei Linux kann ich ihn vermutlich auch irgendwie in diese Partition bringen. Aber WinXP wird doch seinen Bootloader nicht in diese Partition schreiben... Am liebsten wär mir eigentlich wenn ich mein Multiboot wie bisher über EasyBCD managen könnte, also den Linux-Bootloader im Bootsektor der Linux-Partition. Dann ist aber die 100MB Bootpartition sinnlos...
 
ich weiß nicht, ob aktuelle distris bereits automatisch ihre partitionen korrekt anlegen. man kannes zur not auch selber machen bevor man die installation startet. ob as durch win7 oder linux selber geschieht, ist egal.wichtig ist, dass die partition, in die xp soll, bereits vor dessen installation da ist, da xp dazu nciht in der lage ist. wenn der scanner per usb angeschlossen ist, könntest du ihn eventuell auch in eine virtualbox-vm durchreichen und xp darin benutzen. dazu musst du das passende plugin zu virtualbox installieren, damit das mit dem durchreichen von usb-geräten klappt. das kannst du auch jetzt schon auf dem bisherigen system testen. wenns zufriedenstellend funktioniert, kannst du die vm auch einfach auf das neue system rüberkopieren und musst lediglich win7 und linux installieren. dem ärger mit xp gehst du dabei somit aus dem weg.
 
yatpu' schrieb:
@ wursti:
wow! ich bin beeindruckt! ging das einfach so mit ner normalen installation?

soweit ich mich erinnere:

- platte partitioniert mit einem partitionierer
- selbstgebastelte W98 boot cd: fdisk/mbr und sys c:
dann bootet schonmal dos und xp erkennt es und bindet es ins bootauswahlmenü ein
die benötigten dos-programme lassen sich später noch draufschaufeln
- danach regulär 2x xp installiert mit angabe wo sie hin sollen
- die programmpartition benutzen beide, das spart platz

ganz einfach, nä? :D

p.s.
Aber WinXP wird doch seinen Bootloader nicht in diese Partition schreiben..
auch xp schreibt den bootloader immer auf die aktive partition
anders gehts nicht

gruß wursti
 
wursti' schrieb:
auch xp schreibt den bootloader immer auf die aktive partition
anders gehts nicht
Wenn jetzt noch die 100 MB Partition, die Windows 7 automatisch anlegt die aktive Partition ist, dann ist mein Problem gelöst. Ist das so?

Vielen Dank an jeden, der sich hier beteiligt hat! Tolle Forum!
 
sollte so sein

allerdings fällt mir gerade ein, daß die partition als unsichtbar markiert ist
ob xp damit probleme hat ist mir nicht bekannt

gruß wursti
 
Ok, so oder so wird Windows 7 das XP erkennen, schlechtestenfalls liegt der XP Bootloader dann nicht in der 100 MB Partition, kann ich mit leben.

Werd das Ganze leider erst in 3 Wochen ausprobieren können, hab nämlich nach einem BIOS update jetzt ein defektes Gerät. Das BIOS update hab ich deswegen gemacht: http://windows-7-board.de/f19/exter...-win-7-aber-problemlos-mit-xp-und-linux-3088/ Falls dazu hier noch jemand eine Idee hat: Hör ich mir sehr sehr gerne an!
 
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