Nokia 808 oder N900 oder doch ein Blackberry ? Oder etwas ganz anderes?

Ja, ich habe die Meldung auch mit Begeisterung gelesen.
Falls es was wird würde ich es schon als würdigen Nachfolger betrachten. Natürlich ist es kein klassisches Smartphone nach heutigem Verständnis mit App-Store-Gedöns und Herstellerbackdoor.

Was das Neo900 interessant macht ist eigentlich der geplante fast vollständige Umstieg auf Freie Software und damit die langfristige Aussicht auf Community-Support. Klar nehme ich auch gern das mehr an RAM mit und einen Dual-Core fände ich echt genial (den es aber vermutlich nicht geben wird), aber für mich liegt die Attraktivität eher in der Software.
Zumindest war es die Software und nicht die Hardware die mich dazu bewogen hat aus meiner halbherzigen Maemo-Entwicklung wieder auszusteigen, statt voll einzusteigen.
 
Bin nur gespannt, wie das mit der Preisgestaltung wird. Der derzeitig geplante Preis ist schon sehr hoch dafür, was man an Leistung bekommt. Der Luxus, fast nur noch freie Software auf seinem Smartphone zu haben, muss es einem dann einfach wert sein (man kann es auch als Liebhaberpreis beschreiben ;)). Ich finde es sogar sehr gut, dass das Neo900 kein klassisches Smartphone mit 100000 Apps werden soll - die werden einfach überhaupt nicht nötig sein.

Dass mehr RAM rein soll, war ja klar... Aber stand der Dual-Core irgendwann mal zur Debatte?

Hoffe mal, dass die die 25000€ schaffen. Das könnte tatsächlich mal das erste Gerät dieser Art sein, für das ich bereit bin, mehr Geld auszugeben. Mal sehen, was die Zukunft bringt - mein N900 macht noch lange keine Anstalten, sich zu verabschieden.
 
Also ich hatte mal ein N900, weil ich dachte, dass ist ein super, ultramobiler Minicomputer mit vollwertigem OS. Allerdings war die Kiste einfach VIEL zu langsam für die Anforderungen, die so ein OS an den Nutzer stellt. Das Multitasking stand im Vordergrund, dann waren aber nur 256MB RAM da?! Das Teil hat sich bei mir teils minutenlange Gedenkpausen gegönnt und war für mich somit komplett unbrauchbar, wenn man das Potenzial des Systems nutzen will.
Hab jetzt ein Galaxy Note und bin mehr als zufrieden. Schnell, zuverlässig und ausdauernd. Bin aber auch eher der Multimedianutzer (Videos machen auf dem Teil echt Spaß) und nicht der "Command Shell-Nerd". Das Neo900 sieht nett aus, aber für die Anforderungen sollte ein starker SoC rein und nicht wieder so ein halbgares TI-Ding. Ein Snapdragon 800 böte sich doch an? Weiss aber garnicht über den Aufwand Bescheid, so einen Highend-Chip zu verbauen, vielleicht unterschätze ich das alles.
Also ich würde auch ganzer Linie vom N900 abraten, es ist einfach viel zu lahm.
Freie Software und Open source schön und gut, aber zählt am Ende nicht die Benutzbarkeit im Alltag?
 
Bin nur gespannt, wie das mit der Preisgestaltung wird. Der derzeitig geplante Preis ist schon sehr hoch dafür, was man an Leistung bekommt. Der Luxus, fast nur noch freie Software auf seinem Smartphone zu haben, muss es einem dann einfach wert sein (man kann es auch als Liebhaberpreis beschreiben ;)).
Ich denke alles unter 500 Euro ist utopisch und halbwegs realistisch wird es erst ab 700 Euro.
Die wäre ich auch durchaus bereit für das Board zu bezahlen (ein komplettes Gerät brauche ich nicht). Ich überlege eigentlich nur noch ob ich warte bis (bzw. ob) es das Gerät wirklich auf den Markt schafft oder ob ich mich vorher schon an der Finanzierung beteilige.
Wie ich mich entscheide steht und fällt mit der Frage ob ich da unter Debian grundlegende aber vollständige Telefonfunktionalität hinkriege:
- Anrufen, angerufen werden, Mitteilung über verpasste Anrufe
- SMS
- Internet

Da muss ich mich noch schlau machen.

Dass mehr RAM rein soll, war ja klar... Aber stand der Dual-Core irgendwann mal zur Debatte?
Ganz zu Anfang stand mal zur Debatte einen OMAP4 einzubauen, was dann ein Quadcore zwischen 1 und 2GHz gewesen wäre. Das war aber zu der Zeit als das Projekt noch reine Träumerei war.
Die realistischste Betrachtung zum Neo900 dürfte die "Feasibility Study" sein. [1]

Das Neo900 sieht nett aus, aber für die Anforderungen sollte ein starker SoC rein und nicht wieder so ein halbgares TI-Ding. Ein Snapdragon 800 böte sich doch an? Weiss aber garnicht über den Aufwand Bescheid, so einen Highend-Chip zu verbauen, vielleicht unterschätze ich das alles.
Was das Neo900 überhaupt erst halbwegs realistisch macht ist der Umstand, dass man ein zwar modifiziertes aber doch gut erprobtes GTA04-Board verwenden will. Und die gibt es nunmal nicht mit Snapdragon-CPUs.
Außerdem soll das Neo900 volllkommen Fremantle-kompatibel sein. Das geht mit realistischem Aufwand nur auf einem OMAP3.

Freie Software und Open source schön und gut, aber zählt am Ende nicht die Benutzbarkeit im Alltag?
Gehört ber nicht zur Benutzbarkeit im Alltag auch, dass man sich auf das Gerät verlassen kann? Bei Apple, Google und MS kann ich es nicht, denn im Grunde weiß ich, dass da Backdoors in den Smartphones stecken. Das Neo900 böte zumindest die Möglichkeit ein (abgesehen vom GSM-Stack) Freies System einzusetzen. Und das ist mir persönlich viel wichiger als die neueste Hardware.

[1] projects.goldelico.com/p/neo900/downloads/get/neo900-feasibility.pdf (PDF 2,5MB)
 
Gehört ber nicht zur Benutzbarkeit im Alltag auch, dass man sich auf das Gerät verlassen kann? Bei Apple, Google und MS kann ich es nicht, denn im Grunde weiß ich, dass da Backdoors in den Smartphones stecken. Das Neo900 böte zumindest die Möglichkeit ein (abgesehen vom GSM-Stack) Freies System einzusetzen. Und das ist mir persönlich viel wichiger als die neueste Hardware.

[1] projects.goldelico.com/p/neo900/downloads/get/neo900-feasibility.pdf (PDF 2,5MB)

Das stimmt, wobei man hier anmerken muss, dass man für alle gängigen Android-Smartphones auch eine AOSP-ROM laden kann, die ist dann frei von jeglichem proprietären Google code und somit völlig durchschaubar und sicher.
 
Freie Software und Open source schön und gut, aber zählt am Ende nicht die Benutzbarkeit im Alltag?

Richtig. Die Frage ist aber, wie/wofür man sein Gerät benutzt. Mir z.B. reicht im Grunde schon die (na gut, deutlich übertaktete ;)) CPU im N900 noch lange aus. Das einzige, was bei mir auf dem an Multimedia konsumiert wird, ist Musik. Allein der Leistung wegen bräuchte ich definitiv kein neueres Gerät. Und das N900 lässt sich wunderbar zerlegen, wenn mal etwas nicht in Ordnung sein sollte - das ist heutzutage schon eine Erwähnung wert.

T23-Besitzer schrieb:
Das stimmt, wobei man hier anmerken muss, dass man für alle gängigen Android-Smartphones auch eine AOSP-ROM laden kann, die ist dann frei von jeglichem proprietären Google code und somit völlig durchschaubar und sicher.

Völlig durchschaubar und sicher ist nie etwas für den Endanwender, schon gar nicht, wenn man nicht genau weiß, was die Hardware macht.
 
Hm,

das Neo900 setze ich mal auf meine Beobachtungsliste. Wenn ich dann mal wieder ein neues Smartphone brauche ist es vielleicht schon am Markt und bezahlbar :)

Ich hatte mal ein N900 im Gebrauchthandyladen in der Hand und fand die Tastatur angenehm. Momentan ist das N9 im Rennen, das Pureview reizt auch noch. Von den Bildern her sieht das N8 ein bißchen speziell aus - die Form ist ungewohnt. Leider konnte ich noch keines der Handys irgendwo in die Hand nehmen. Das E6 gefällt mir auch.

Die BB stehen nicht ganz vorne auf meine Wunschliste. Das ist meine Option falls ich feststelle, daß die "Wunschhandys" zu schwierig oder zu teuer sind. Denn ein BB bekomme ich mit Vertrag von meinem Provider.

Ich brauche jetzt keinen kleinen Linuxcomputer für die Hosentasche, konfigurierbar ist schön aber in erster Linie geht es mir um ein System mit dem ich gut klar komme und welches mir nicht alle möglichen Apps aufzwingt.
 
Das stimmt, wobei man hier anmerken muss, dass man für alle gängigen Android-Smartphones auch eine AOSP-ROM laden kann, die ist dann frei von jeglichem proprietären Google code und somit völlig durchschaubar und sicher.
Hast du mal versucht so ein ROM zu modifizieren?
Ich bin das vor geschätzt drei Jahren mal angegangen. Damals konnte Android noch keine ext-Dateisysteme, was ich aber hätte gebrauchen können. Also habe ich mir den Quellcode zu einem ext2-Treiber besorgt, ihn in einer Scratchbox kompiliert und wollte den dann einfügen. Das war mangels gängiger Techniken zum Laden von Modulen (modprobe, insmod) gar nicht einfach. Ich glaube überhaupt dynamisch Module zu laden musste dem Android-Kernel auch noch irgendwie beigebracht werden, ging allerdings ohne Neukompilierung. Endgültig scheiterte ich dann daran, dass das root-Dateisystem zu klein war. Ich hätte 80kB für das Modul gebraucht wenn ich mich richtig erinnere, es war aber weniger als 1kB frei. Ich hätte also das ganze Partitionslayout des Systems verändern müssen, was mir dann zu aufwändig war.

Fazit:
Von einem Freien System hast du gar nichts wenn es technisch so designt ist dass Änderungen nur mit erheblichem Aufwand vorgenommen werden können.


Und nur weil man in den Quellcode reinschauen kann heißt das noch lange nicht, dass ein System damit automatisch sicher wäre, auch wenn die Wahrscheinlichkeit nach dem Vielaugenprinzip natürlich steigt. So habe ich mir vor etlichen Jahren z.B. mal den Quellcode des uvcvideo-Kameratreibers angeschaut und dabei erstaunt festgestellt, dass Kamera und zugehörige LED getrennt, wenn auch immer gemeinsam, geschalltet werden. Mit anderen Worten, es gibt offenbar Kameras bei denen die LED nicht hardwaremäßig mit der Kamera geschaltet wird, sondern wo das der Treiber machen muss.
Vor einigen Jahren ging mal der Fall eines Typen durch die Presse der Schülerinnen per selbstgebautem Trojaner und Laptop-Kamera bespannt hat. Aufgeflogen ist er letztendlich wegen der sich merkwürdig verhaltenden LEDs. Wenn er schlau gewesen wäre (und die Hardware mitgespielt hätte) hätte er auch den Kameratreiber gegen einen Selbstbau ausgetauscht der nicht zwangsläufig die LED einschaltet und wäre nie aufgeflogen bzw. wer weiß wie viele Typen da draußen rumlaufen die genau das machen.

Merke:
Nur weil der Code offen ist erhöht sich die Sicherheit nicht. Es muss sich auch tatsächlich einer die Mühe machen, reinschauen und den Code verstehen.
 
Bin gestern über diesen mehr als spannenden Fred gestolpert! Liebäugel derzeit auch mit einem Nokia E6... scheint ja ne gewisse Fangemeinde hier zu geben.
Frage: wie lange hält der E6-Akku so durch? Hab z.Z. nen E71 - und das macht bei moderater Nutzung gut und gern 5-6 Tage mit, was ich sehr angnehm finde. Wie schlägt sich das E6 im Vergleich so?
 
Hallo,

Wegen Ausfalls meines Handys bin ich momentan auch wieder zurück auf das Nokia E6 gefallen. Ich bin absoluter Wenignutzer und komme damit auch zwei Wochen über die Runden. Bei internsiver Nutzung habe ich eher 3-4 Tage Akkulaufzeit. Ich persönlich hätte hier mehr Akkulaistung erwartet. Sehr zufrieden bin ich mit der Tastatur und dem Touchscreen. Die Haptik des Gerätes finde ich aber nicht gelungen. Ja es ist Metall, aber doch recht rutschig. Hier fand ich das E71 besser.
Wenn du dir ein E6 kaufst, achte bitte darauf das die "neue" Tastatur mit sichtbarem Quadrat auf dem Steuerkreuz vorhanden ist. Hiermit hast du dann eine gut sichtbare Benachrichtigungsanzeige. Diese kannst du bei dem "alten" Modell total vergessen; ist quasi nur im Dunkeln zu sehen.
Ansonsten kann ich nur bemerken das eine HardwareTastatur schon einige Vorteile beim Tippen gegenüber den Soft-Tastaturen gibt, dort lag ich viel zu oft neben den Tasten und habe dann Schwachsinn eingegeben ;-)

gabor
 
Wow! Stelle mir die Kombi von klssischer Tastatur und Touchpad zwar etwas gewöhnungsbedürftig vor (Menüfasching, wenn man sich das Gerät zwischen Schulter und Ohr klemmt), aber das ist wohl die Zukunft.
 
Hallo,

meine E6 hält ein bis zwei Tage weniger als mein E72. Grundsätzlich bin ich mir aber immer noch nicht sicher, ob das E6 wirklich toller als das E72 ist. :) Die Kamera ist nicht besser und auf dem Homescreen lässt sich weniger darstellen. Optisch und haptisch aber ein tolles Gerät und auch Bildschirm und Tastatur sind große klasse.

Tastenmatte kann man auch nachkaufen und selber nachrüsten.

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
ich hatte lange Zeit ein Nokia e6 in Verwendung.
Vom Display her fand ich es etwas klein, aber sonst ging alles, auch WhatsApp.

Empfehel daher eher das Nokia Pureview 808.
Es ist zwar vom gewicht her nicht leicht, aber es bietet gute Bilder, gutes Display.
 
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