hiwiwi-Desktop

feklee

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Es handelt sich um einen Desktop, angepasst an den Anwender, ein Familienmitglied, und an den ThinkPad, ein T550 mit 3k-Display.

Der Anwender ist es gewohnt, eine Unix-Kommandozeile zu benutzen. Er weiß, wie man mit cd Verzeichnisse wechselt, wie man mit ls deren Inhalt anzeigt, usw. Dieses Wissen ist zeitlos. Im Gegensatz dazu stehen immer neue GUI-Konzepte. Vor einigen Jahren hatte ich Ubuntu installiert und angepasst. Das kam standardmäßig mit einer „klassichen“ Gnome-Oberfläche mit Taskleiste. Inzwischen hat sich schon wieder viel geändert, was Neulernen erfordert. Aber auch die klassische Oberfläche hat ihre Tücken. So kommt es z.B. vor, dass der Anwender ein Fenster suchen muss, das in einem der virtuellen Desktops irgendwo auf einer unteren Ebene „versteckt“ liegt.

Daher das Konzept für hiwiwi: (Screenshots auf GitHub)

  • Übersicht: Auf der linken Seite wird permanent eine Liste der virtuellen Desktops angezeigt, mit großen Mini-Icons, um die offenen Applikationen zu identifizieren.
  • Navigation und Starten von Programmen über die Kommandozeile: Auf jedem virtuellen Desktop ist auf der untersten Ebene eine Shell. Evince z.B. startet der Benutzer durch Eingabe von evince bzw. evince dokument.pdf.
  • Ausnutzung der vertikalen Platzes: Wird eine Applikation gestartet, dann erscheint diese full-screen auf dem Desktop. Momentan schalte ich diese Funktionalität pro Applikation frei, in einer White-List.
  • Fenster können sich nicht „verstecken“: Weitere Fenster erscheinen auf der obersten Ebene. Sie lassen sich verschieben, in der Größe anpassen und schließen. Maximieren und Ikonifizieren geht nicht.

Der Desktop basiert auf FVWM, weil sich dieser Window-Manager umfangreich anpassen lässt. Eye-Candy kommt vielleicht ein wenig zu kurz, aber in meinen Augen geht der Motif-Look in Ordnung. Mit compton habe ich Fensterschatten hinzugefügt, damit sich Fenster voneinander gut abheben.


2015-04-30+01-hiwiwi.jpg

:)

OK, das Bild ist Fake, mein T420si hat kein 3K-Display. Der T550, auf dem das System läuft, hingegen schon, aber den habe ich nicht hier. Weiteres auf GitHub: github.com/feklee/hiwiwi

Das Einrichten eines 3K-Systems ist Pionierarbeit. GTK+-3- und QT5-Applikationen sind einfach zu skalieren, bis auf Emacs: Da geht der Scrollbar kaputt. Einige Anwendungen werde ich wohl mithilfe von VNC vergrößern.
 
Interessant wäre es wenn du überhaupt mal Erklären würdest WAS das ist .. und es mal ordentlich vorstellst :)

ICH habs, nachdem ich mir das Bild und den Code angeschaut habe, verstanden .. aber macht das jeder?

Grüße
 
Interessant wäre es wenn du überhaupt mal Erklären würdest WAS das ist .. und es mal ordentlich vorstellst

Na gut. ;) Es handelt sich um einen Desktop, angepasst an den Anwender, ein Familienmitglied, und an den ThinkPad, ein T550 mit 3k-Display.

Der Anwender ist es gewohnt, eine Unix-Kommandozeile zu benutzen. Er weiß, wie man mit cd Verzeichnisse wechselt, wie man mit ls deren Inhalt anzeigt, usw. Dieses Wissen ist zeitlos. Im Gegensatz dazu stehen immer neue GUI-Konzepte. Vor einigen Jahren hatte ich Ubuntu installiert und angepasst. Das kam standardmäßig mit einer „klassichen“ Gnome-Oberfläche mit Taskleiste. Inzwischen hat sich schon wieder viel geändert, was Neulernen erfordert. Aber auch die klassische Oberfläche hat ihre Tücken. So kommt es z.B. vor, dass der Anwender ein Fenster suchen muss, das in einem der virtuellen Desktops irgendwo auf einer unteren Ebene „versteckt“ liegt.

Daher das Konzept für hiwiwi: (Screenshots auf GitHub)

  • Übersicht: Auf der linken Seite wird permanent eine Liste der virtuellen Desktops angezeigt, mit großen Mini-Icons, um die offenen Applikationen zu identifizieren.
  • Navigation und Starten von Programmen über die Kommandozeile: Auf jedem virtuellen Desktop ist auf der untersten Ebene eine Shell. Evince z.B. startet der Benutzer durch Eingabe von evince bzw. evince dokument.pdf.
  • Ausnutzung der vertikalen Platzes: Wird eine Applikation gestartet, dann erscheint diese full-screen auf dem Desktop. Momentan schalte ich diese Funktionalität pro Applikation frei, in einer White-List.
  • Fenster können sich nicht „verstecken“: Weitere Fenster erscheinen auf der obersten Ebene. Sie lassen sich verschieben, in der Größe anpassen und schließen. Maximieren und Ikonifizieren geht nicht.

Der Desktop basiert auf FVWM, weil sich dieser Window-Manager umfangreich anpassen lässt. Eye-Candy kommt vielleicht ein wenig zu kurz, aber in meinen Augen geht der Motif-Look in Ordnung. Mit compton habe ich Fensterschatten hinzugefügt, damit sich Fenster voneinander gut abheben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Traumhaft :) Hasse schön gemacht, dafür gibts nen Keks :P

Ich habs mal in deinen ersten Post gehauen ;)

Wenn ich mal dazu komme werd ich mal nen Arch-Paket dazu bauen und ins AUR stellen und testen!
 
Vncdesk

Ich habs mal in deinen ersten Post gehauen ;)
Danke!

Wenn ich mal dazu komme werd ich mal nen Arch-Paket dazu bauen und ins AUR stellen und testen!
Bevor man es als Paket schnürt, sollte man den Installationsprozess von hiwiwi ein wenig optimieren. Stichpunkte sind Anpassbarkeit der Auflösung sowie Wrapper-Script. Mit letzterem könnte man hiwiwi einfach ans Ende der persönlichen .xinitrc hauen, anstelle Symlinks zu setzen. Keine große Sache, aber bis Bedarf besteht, halte ich es lieber mit KISS.

Übrigens, im Zusammenhang mit dem 3k-Display des T550 ist ein weiteres Tool entstanden: Vncdesk (AUR)

Damit lässt sich pro Applikation ein VNC-Desktop einrichten, der dann vergrößert angezeigt wird. Ich setze Vncdesk ein zur Skalierung von Xfig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sieht interessant aus, aber bisher scheue ich noch die Arbeit mich in Arch einzuarbeiten. Debian kenne ich halt ganz gut....
 
Danke, dann probiere ich's mal aus; ist doch richtig, vncdesk, TigerVNC und gtk-vnc kompilieren und installieren müsste reichen ?
 
Erfolgreich getestet mit TightVNC. Du musst ggf. den Font-Pfad manuell konfigurieren, was ab Vncdesk 1.3 möglich ist.

Ausprobiert habe ich auch die Installation unter Ubuntu 14.04. Doch Vncdesk läuft nicht, weil das Python-Modul GtkVnc nicht gefunden wird. Es handelt sich um die gtk-vnc-Bindings für GTK+3. Die scheinen nicht Teil von Ubuntu 14.04 zu sein.

Ich habe dann versucht, die Bindings von den gtk-vnc-Quellen zu bauen:
Code:
$ wget http://ftp.gnome.org/pub/gnome/sources/gtk-vnc/0.5/gtk-vnc-0.5.4.tar.xz
$ tar xfJ gtk-vnc-0.5.4.tar.xz
$ cd gtk-vnc-0.5.4/
$ PYTHON=/usr/bin/python2 ./configure --prefix=/usr/local \
  --with-python --disable-static --with-gtk=3.0
Leider sagt configure:
Code:
        Python binding .............:  no
Offenbar fehlen die GTK+3-Bindings für Python. Installiert hatte ich einige Build-Abhängigkeiten, aber das ist nicht ausreichend:
Code:
$ sudo apt-get install libsasl2-dev valac python-gobject-2-dev libgtk-3-dev

Zur Veranschaulichung was das Ganze bringt:

vncdesk.png
 
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