Große Solid-State-Disks zum selber Bauen

Viennaboy

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Der japanische Hersteller Photofast hat einen Adapter vorgestellt, mit dem Nutzer aus Flash-Speicherkarten selbst eine Solid-State-Disk (SSD) im 2,5-Zoll-Formfaktor bauen können. Verwendet werden SDHC-Karten, wie sie beispielsweise in Digitalkameras oder Handys zum Einsatz kommen. Mit sechs Speicherkarten der höchsten derzeit erhältlichen Kapazität könnte so eine Eigenbau-SSD mit der großen Kapazität von 192 Gigabyte (GB) gebastelt werden, die beachtliche Lesegeschwindigkeiten erreicht. Preislich interessanter könnte die Option sein, überzählige SDHC-Karten kleinerer Kapazitäten zu einer eigenen SSD zu verbauen.

Lesegeschwindigkeiten von bis zu 130 Megabyte pro Sekunde (MBps) erreicht

SDHC-Karten sind ein gängiges Speichermedium für tragbare Geräte und werden von vielen Foto- und Videokameras, Media-Playern oder Handys unterstützt. Beim Photofast-Adapter werden Speicherkarten verwendet, um eine 9,5 Millimeter dicke SATA-SSD zu basteln, die wie gängige 2,5-Zoll-Modelle in Notebooks verbaut werden kann. Laut Hersteller können mit den Eigenbau-SSDs auf Basis von Class-6-SDHC-Karten Lesegeschwindigkeiten von bis zu 130 Megabyte pro Sekunde (MBps) erreicht werden. Das liegt nahe an vielen aktuellen SSDs, die mit rund 150 MBps aufwarten, kann mit absoluten Top-Modellen aber nicht ganz mithalten. Micron hat vergangene Woche SSDs mit bis zu 250 MBps Lesegeschwindigkeit angekündigt, die ab dem vierten Quartal erhältlich sein sollen.

Beachtlich

Beachtlich ist die maximale Kapazität, die mit dem Adapter erzielt werden kann. Class-6-SDHC-Speicherkarten sind mit bis zu 32 GB Speicherplatz erhältlich, sechs Stück davon ergeben also eine 192-GB-SSD. Zum Vergleich bieten im Juli vorgestellte SSD-Modelle der kalifornischen OCZ Technologies maximal 128 GB und selbst die angekündigten Micron-SSDs werden mit maximal 256 GB aufwarten. Ganz billig wäre die 192-GB-SSDs im Eigenbau allerdings nicht. Class-6-SDHCs mit 32 GB gibt es beispielsweise von Panasonic, wofür selbst bei günstigen Anbietern rund 300 Euro pro Stück zu berappen sind. Dazu kommen umgerechnet rund 60 Euro für den Adapter selbst. Günstige 8-GB-SDHC-Karten gibt es dagegen schon um rund 20 Euro, eine 48-GB-SSD im Eigenbau käme also auf etwa 180 Euro. Kann ein Anwender überzählige Speicherkarten aus älteren Geräten verbauen, käme die eigene SSD noch günstiger.(pte)
Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=1218533817125

Ich teste gerade diesen Adapter: http://delock.de/produkte/gruppen/IO+Karten/Raid_PCI_card_4_x_Compact_Flash_internal_70162.html
 
[quote='Viennaboy',index.php?page=Thread&postID=421552#post421552]Kann ein Anwender überzählige Speicherkarten aus älteren Geräten verbauen[/quote]Und dann war es das mit der Geschwindigkeit. ;)
Das ganze System kann doch nur wirklich schnell sein, wenn die Daten ähnlich einem Raid-0 auf die Karten verteilt geschrieben werden. Und wenn sich dann auch nur eine sehr langsame Karte darunter befindet, sinkt die Geschwindigkeit sicher rapide ab.

Außerdem hat diese Technik den Nachteil, dass SD oder SDHC-Karten auch nicht unendlich oft beschrieben werden können... Evtl. gleicht sich das dadurch aus, wenn die Daten gleich auf alle Karten verteilt gespeichert werden.

Aber preislich trotzdem keine wahre Alternative irgendwie... :huh:
 
wofür selbst bei günstigen Anbietern rund 300 Euro pro Stück zu berappen sind

Also für 1800 EUR die allein die 6 SDHC-Karten kosten würden, bekäme man schon eine sehr gute richtige SSD :D
Diese ganzen Adapterlösungen taugen doch im Endeffekt nichts.
 
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