Wieviel bringt Runtervolten wirklich?

torian

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Hi
habt ihr mal einen direkten Vergleichstest gemacht, wieviel das
runtervolten (z.B. mit NHC) wirklich bringt? wieviel watt verbraucht es
weniger und wie lange hält dadurch der akku länger? Ich hab irgendwie das gefühl, dass das nur in der Theorie wirklich effektiv ist.
Meinungen?
 
Viele wie auch ich tun das sicher auch vorrangig um die CPU kühler zu halten. Temperaturunterschiede von 10 Grad unter Vollast sind nicht zu verachten.
Einen spürbare Energieeinsparung konnte ich jedenfalls auch nicht feststellen.

MfG Eric
 
Ich kann jetzt nur ein Beispiel für ein X31 geben (das X60 lässt sich nicht wirklich runtertakten - 0,95V)

Standardspannung für den Banias ist zwischen 0,85 und 1,35V je nach Takt. Die Spannung konnte ich stabil senken auf 0,764 bis 1,1000. Beim idlen brachte das etwa 1W unter Maximallast deutlich mehr - mit Normalspannung brauchte er etwa 32 Watt unter Volllast, mit Spannungsmodifikation nur 21 Watt - ein Reingewinn von 11 Watt ist durchaus beachtlich.

Der L2400 hat 0,95 bis 1,2 Volt und lässt sich nicht weiter runtertakten (minimal 0,95V) welche ich auch bis Multiplikator 9 nutzen kann, für 11 (=1,83GHz) benötige ich 0,975V.
Ich gehe stark davon aus, dass es technisch durchaus möglich wäre auch im Idle die Spannung noch deutlich zu senken (gibt ja ULV-Prozessoren).
Effektiv an Einsparung bringt das auch hier 10 Watt, allerdings nicht im Idle. Temperaturen kommen allerdings selbst unter voller Auslastung nicht über die 63°C (bei 60°C läuft der Lüfter bei mir an) - leider reicht die Modifikation nicht aus, um das X60 passiv (also ohne Lüfter) bei 1GHz zu betreiben - der läuft immer mal wieder an. Beim X31 ging das noch.
 
Das Undervolten ist je nach CPU unterschiedlich effektiv.

Bei aktuellen CPU's bringts nur was bei hoher Belastung, da diese so viel Zeit wie möglich in den C-States verbringen, wodurch die P-States (welche durch undervolten) unwichtig werden.

Bei älteren CPU's sind die P-States die primären Sparfunktionen, wodurch hier ein Undervolten gut mal 10-15% mehr Laufzeit bedeuten kann (nur bei Centrinos der ersten Generationen, seit Dualcore wurden sperren eingebaut für niedrigste Spannungen).
 
Jetzt habe ich eine Verständnisfrage..

Wenn die P-States unwichtig wären - warum bedient man sich dann imemrnoch eines Speedstepings? Ich meine, wenn der Prozessor beispielweise immer bei Maximaltakt von angenommen 2 GHz laufen würde und dabei immer in Schlaf fiele und nicht ständig auf 1 GHz runtertakten würde.. dann wäre nach deiner Erklärung entsprechend doch der Verbrauch der selbe *grübel* Das bringt nämlich eine nicht zu verachtende Mehrleistung wenn der Prozessor nicht ständig den Takt wechselt...
 
Die Leistungsaufnahme hängt linear vom Takt ab und quadratisch von der Spannung, untervolten bringt also einiges :).
 
Defakto funktionieren die meisten CPUs genau so, qwali. Die P-States bringen nochmal ein klein wenig mehr Stromersparnis, allerdings kaum.

Der Verbrauch hängt eigentlich lediglich von Strom und Spannung ab, wobei die Spannung quadratisch eingeht. In den C3/C4-States schaltet die CPU Teile komplett ab, wodurch weniger Spannung gebraucht wird, wird sie aufgeweckt, geht sie kurz auf Maximaltakt, erledigt die Aufgabe und fällt zurück in den Sleepstate.

Die P-States sind btw auch dazu da, die CPU's voneinander zu unterscheiden...man deaktiviert bei schwächeren CPUs einfach die höheren P-States.
 
Klingt gut, Pibach...nur woher habt ihr alle dass der Verbrauch linear mit dem Takt abhängt? In meinen Augen gilt P = U*I, mittels R = U/I folgt dann P = U^2/R. Na gut, könnte sein, dass in den Widerstand der Takt reinspielt, das weiß ich grad nit so genau...würde mich aber mal interessieren.

Interessant finde ich, dass das nx8220 C4 unterstützt, obwohl es noch einen Centrino der 2. Generation hat (Banias) und Undervolting hier sehr effektiv war...
 
das mit linear zur Frequenz hab ich erstmal auch geschluckt und nur übernommen. Das kommt wohl darauf an, welchen Anteil
ohmscher, induktiver und capazitiver Widerstand haben, siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrischer_Widerstand
Jedenfalls wird die Stromaufnahme mit der Frequenz steigen, linear mag hier eine gute Näherung sein.

Und dass mein nx8220 tatsächlich C4 anzeigt, hat mich auch sehr überrascht...
 
Ah stimmt ja...manmanman, Etechnik ist zu lang her...aber interessant ist auch: Je höher die Temperatur, desto geringer der Verbrauch...deshalb sind die Apples sparsamer! :D

Also C4 gabs damals garantiert noch nicht, das wurde erst mit den C2D eingeführt...vielleicht liest Powertop das bei alten CPUs irgendwie falsch/anders aus...
 
[quote='Phil42',index.php?page=Thread&postID=387656#post387656]Also C4 gabs damals garantiert noch nicht, das wurde erst mit den C2D eingeführt...vielleicht liest Powertop das bei alten CPUs irgendwie falsch/anders aus...[/quote]Da ist ja ein Remapping von CPU zu "Sysytem"-ACPI-Zuständen dabei, daher ja auch transparent remapping bei ThinkPads von C4 (CPU) auf C3 (System).
 
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ein altes Notebookbios auf damals noch nicht existente Zustände remapped, die noch dazu total falsch sind...C4 auf C3 kann ich ja noch verstehen, aber C2 auf C4?
 
[quote='Phil42',index.php?page=Thread&postID=387656#post387656]Ah stimmt ja...manmanman, Etechnik ist zu lang her...aber interessant ist auch: Je höher die Temperatur, desto geringer der Verbrauch...deshalb sind die Apples sparsamer! :D
[/quote]Meinst du wirklich?
 
Stimmt überraschenderweise :-)

Halbleiter verringern ihren Ohmschen Widerstand mit höherer Temperatur - das heißt es fällt weniger Wärme an, je heißer sie sind.
 
...und irgendwann nennst sich das dann Kurzschluss... Ob die CPU dabei auch wie die Sicherung vorm Durchbrennen glüht?

MfG Eric
 
Kurzschluss wird nicht durch sinkenden Widerstand erzeugt...wenn dann würde durch erhöhte Spannung/Strom nen Durchschlag hervorgerufen werden, aber bis man das schafft muss man die CPU scho ordentlich übertakten :D

Natürlich sind die Apples nicht deshalb sparsamer...aber der geneigte Undervolter wird gemerkt haben, dass das System beim Kaltstart bei Spannungen abstürzt, bei denen er vorher noch gut lief, da er warm war :)
 
Nur das wegen U=R*I bei gleicher Spannung an CPU und gleichzeitig sinkendem Widerstand der Strom eben steigt...(und damit doch auch die Leistung) aber ich hab das nicht so mit der Elektrik.
Also nicht gleich schlagen wenn's falsch ist.

MfG Eric
 
Wollte mich auch demnächst dran machen mein X31 zu undervolten.
Hast mich aber auf ne Idee gebracht, ich werde nen skript schreiben, welches erst nach ner gewissen Zeit, die niedrigeren Spannungen setzt oder noch besser nach erreichen einer bestimmten Prozessor Temperatur.
 
[quote='nifel',index.php?page=Thread&postID=388095#post388095]Wollte mich auch demnächst dran machen mein X31 zu undervolten.
Hast mich aber auf ne Idee gebracht, ich werde nen skript schreiben, welches erst nach ner gewissen Zeit, die niedrigeren Spannungen setzt oder noch besser nach erreichen einer bestimmten Prozessor Temperatur.[/quote]und was soll der sinn daran sein? Wenn die Spannung immer niedriger ist, ist auch der Stromverbrauch immer niedriger. Oder meinst du, dass du, wenn die CPU warm ist, die spannung noch weiter reduziern kannst? von dem rat ich gleich mal ab.

wenn ich zu niedrig gehe, ist es mir schon des öfteren passiert, dass das Notebook erst nach einigen stunden abgestürzt ist, bei warmer CPU. deshalb gehe ich nach dem Testen der niedrigsten Werte immer einen Wert nach oben und benutze diesen, als Sicherheitsabstand sozusagen.
 
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