Welche SSDs passen räumlich in welche Modelle? Welche Standards gibt es oder auch nicht?

hanseatic

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Moin,
aktuell suche ich eine große SSD (4TB) für ein P14s Gen3. Die Lexar NM790 ist wohl das nächst Beste, was es (für mich, derzeit in der Nachbarschaft) ökonomisch zu kaufen gibt. Es gibt sie in 4TB aber mit und ohne Kühlkörper. Nun stehe ich vor der Frage, mit oder ohne kaufen oder gar nicht, weil passt so oder so nicht. Ähnliches wurde auch schon im Thread nebenan diskutiert zum P14s Gen2 und der 2TB Version, allerdings auch ohne Ergebnis. https://thinkpad-forum.de/threads/2tb-nvme-ssd-dram-dram-less-hmb.243158/

Ich habe den Threadtitel mal so allgemein formuliert, um allgemeinere Herangehensweisen heraus zu arbeiten, jenseits von "hat schon mal jemand gemacht".
 
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Wie dick sind denn diese Kühlkörper? Zum P14s Gen 2 müsste das Fazit m.W. sein, dass nur einseitig bestückte SSD montiert werden können, weil der Pfostenstecker keinen Spielraum bietet. Und ein Kühlkörper dürfte höchstens eine dünne Platte sein (ca. 2mm).

Generell kann man sagen, SSD mit Kühlkörper sind für PC Mainboards oder manche Spielkonsolen gedacht aber nicht für Notebooks.
 
Zum P14s Gen 2 müsste das Fazit m.W. sein, dass nur einseitig bestückte SSD montiert werden können, weil der Pfostenstecker keinen Spielraum bietet.
Gilt nahezu für alle M.2 SSD, die NICHT im 2,5" HDD/SSD-Schacht (Modelle ca. vor 2020) verbaut sind.
 
Beim P1 sowie den P15/P16/P17-Modellen werden meines Wissens auch doppelseitig bestückte M.2 2280-SSDs unterstützt.
 
Neben der hochgejazzten Lexar, gibt es auch noch die Viper Patriot VP4300lite. Spielt in der gleichen Preisklasse, tlw. etwas günstiger.
 
Neben der hochgejazzten Lexar, gibt es auch noch die Viper Patriot VP4300lite. Spielt in der gleichen Preisklasse, tlw. etwas günstiger.
Die ist in der Tat im direkten Vergleich zur NM790 nicht schlechter. MTBF sogar leicht höher und NVMe Protokoll 2.0 (iV. zu 1.4)

Wenn der Controller jetzt auch nicht vom Sortiment ganz unten genommen wurde, dann ist das zumindest eine gute 4 TB SSD (aktuell 225 Euronen), Wird aber sicher doppelseitig bestückt sein.
 
Ich hab die 2TB Variante und die ist einseitig. Der Controller scheint nicht ganz schlecht zu sein, denn selbst bei großen Datenströmen bleibt die Leistung stabil.
 
Beim P1 sowie den P15/P16/P17-Modellen werden meines Wissens auch doppelseitig bestückte M.2 2280-SSDs unterstützt.
Das muss man im Einzelfall prüfen. zumindest beim P16 gen 1 scheint es laut Reddit zuzutreffen. Bei anderen merkt man es vermutlich erst beim Einbau, wenn sich die SSD nicht ohne Druck einbauen und befestigen lässt.
 
Ja, darauf verlassen sollte man sich nicht, ich habe das auch nur diversen Reddit-Posts über die verschiedenen Modellgenerationen entnommen.

Ich würde mir wünschen, dass Lenovo diese Information in die PSREF mit aufnimmt. Schön wäre es auch, wenn Preisvergleiche wie Geizhals das als Filteroption anbieten würden. Ich habe dazu mal einen Thread im Lenovo-Forum erstellt und einen entsprechenden Vorschlag an Geizhals schicken.
 
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Ich würde mir wünschen, dass Lenovo diese Information in die PSREF mit aufnimmt. Schön wäre es auch, wenn Preisvergleiche wie Geizhals das als Filteroption anbieten würden. Ich werde dazu mal einen Thread im Lenovo-Forum erstellen und einen entsprechenden Vorschlag an Geizhals schicken.
Woher soll GH die Infos nehmen, wenn der Hersteller diese nicht bereitstellt?
 
Valider Punkt, die SSD-Hersteller sind da in vielen Fällen auch nicht wirklich transparent. Im ersten Schritt wäre es ja auch möglich, drei Auswahloptionen "einseitig", "doppelseitig" und "unbekannt" anzubieten, solange die Daten noch unvollständig sind.
 
Stimmt, bei Samsung steht in Datenblatt nichts darüber
Beispiel: NVMe-SSD-980-PRO
Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass man es aus den Abmessungen ableiten kann. Beispiel hierfür ist die neue 9100 PRO, die in den 1, 2 und 4 TB großen Varianten einseitig bestückt ist (Dicke 2,38 mm), während die 8 TB große Variante diversen Medienberichten zufolge doppelseitig bestückt sein wird (Dicke 3,88 mm):

Das Beispiel der SanDisk WD Black SN850X zeigt aber, dass man sich auf die Angabe der Abmessungen alleine auch nicht verlassen kann. Auch hier sind die 1, 2 und 4 TB großen Varianten mit 2,38 mm angegeben und lediglich die 8 TB große Variante mit 3,81 mm, allerdings sind laut verschiedenen Reviews alle Varianten doppelseitig bestückt und haben (mit Ausnahme der 8 TB-Variante) lediglich weniger Bauhöhe als andere doppelseitig bestückte SSD.

Andere Hersteller schweigen sich über die Dicke komplett aus und zeigen nur in Abbildungen die Bestückung. Beispielsweise ist die Corsair MP600 Micro 2 TB doppelseitig bestückt, während die MP600 Mini einseitig bestückt ist, das geht aber nur aus einer der Abbildungen hervor (beide SSDs hatte ich zunächst für mein X13s Gen 1 in Betracht gezogen, welches allerdings ebenfalls nur einseitig bestückte SSD unterstützt).

Auch da wäre also mehr Transparenz seitens der Hersteller wünschenswert.
 
Welchen Sinn soll denn ein SSD-Kühlkörper in einem Notebook machen?
Der generelle Sinn eines Kühlkörpers ist, die Oberfläche des zu kühlenden Bauteils zu erhöhen, so dass mehr kühle Luft diese Wärme aufnehmen und abführen kann. Im Notebook ist wenig Luft, die diese Wärme aufnehmen, und schon gar kein Transportweg um die erwärmte Luft dann abführen zu können.

Was etwas bringen kann ist, die SSD thermisch an ein kühleres Bauteil zu koppeln, z.B. ein Wärmeleitpad zwischen SSD und und ein äußeres Gehäuseteil aus Metall zu stecken. Diese Verbindung muss dann aber bündig sein, also "auf press" liegen, um einen Effekt zu haben.
Und hier sollte man sich vorher Gedanken machen, ob das eine gute Idee ist, denn die selbe Verbindung überträgt nicht nur Wärme von der SSD auf das Gehäuse, sondern auch etwaige mechanische Belastung vom Gehäuse auf die SSD.
 
Welchen Sinn soll denn ein SSD-Kühlkörper in einem Notebook machen?
Der generelle Sinn eines Kühlkörpers ist, die Oberfläche des zu kühlenden Bauteils zu erhöhen, so dass mehr kühle Luft diese Wärme aufnehmen und abführen kann. Im Notebook ist wenig Luft, die diese Wärme aufnehmen, und schon gar kein Transportweg um die erwärmte Luft dann abführen zu können.
Du hast prinzipiell Recht. Es ist der Luftstrom, der den entscheidenden Unterschied macht und begründet auch die Daseinsberechtigung von Alu/Kupferkühlkörper.

Allerdings besteht ein, wenngleich sehr sehr viel geringerer, Wärmetransport wenn die umgebende Lufttemperatur nur geringfügig kühler ist. Zumindest nach meinem laienhaften Verständnis von Thermodynamik. Jede Vergrößerung der zu kühlenden Oberfläche kann daher was bewirken, auch wenn im Kommabereich. Es ist wohl eher eine theoretische Größe, es sei denn man schraubt Kühllöcher ins Gehäuse und Frischluft wird nicht vom Wärmestau unterm Laptop erstickt...
 
Allerdings besteht ein, wenngleich sehr sehr viel geringerer, Wärmetransport wenn die umgebende Lufttemperatur nur geringfügig kühler ist.
Ja, "wenn". Frage: Ist die Lufttemperatur im Gehäuse geringer als die Temperatur eines etwaigen Kühlkörpers (nicht des SSD-Dies)?
Luft ist ein ziemlich schlechter Wärmeleiter.* Ohne Konvektion hat sie praktisch gar keine kühlende Wirkung.

Jede Vergrößerung der zu kühlenden Oberfläche kann daher was bewirken, auch wenn im Kommabereich.
1. Die Oberfläche der SSD wird ja vom Kühlkörper im Notebook gar nicht vergrößert. Thermisch kann man ein Notebook fast als geschlossenes System betrachten. Wärmeabfuhr passiert nur über das Notebookgehäuse als Ganzes. (Ausnahme bilden nur die Komponenten, die direkt an die Kühllösung des Notebooks angeschlossen sind.)
2. Eine Temperatursenkung der SSD "im Kommabereich", also im Bereich von zehntel Grad macht praktisch keinen Unterschied für die Funktionalität.


*) Wärmende Kleidung funktioniert im Wesentlichen deshalb, weil sie ein stehendes, und damit permanent vom Körper erwärmtes Luftpolster erzeugt.
 
Welchen Sinn soll denn ein SSD-Kühlkörper in einem Notebook machen?
Wenn der SSD-Controller überhitzt, drosselt er die Übertragungsrate/Organisation der Daten.
So ein Stück Kupferblech führt die Wärme von ihm ab und verteilt sie durch Konvektion im Notebookgehäuse.
Viele SSDs nahmhafter Hersteller besitzen unter dem Typenaufkleber eine Kupferfolie, die auch genau diese Funktion hat.
 
Hier gibt es einen Vergleichstest über NVMe-SSD Kühlkörper bei techtest.org, einer privat unterhaltenen Webseite.
Sicher nicht unter wirklichen Laborbedingungen durchgeführt - auch fehlt Information zur Testumgebung, aber für eine Orientierung mag sie etwas zu nützen.
 
So ein Stück Kupferblech führt die Wärme von ihm ab und verteilt sie durch Konvektion im Notebookgehäuse.
Dazu müsste es im Notebook Konvektion geben, also ein Medium, das sich zwischen einem heißen und einem kalten Pol bewegt. Genau das passiert z.B. in einer Heatpipe.*
In der Aussparung für eine SSD in einem Notebook findet so gut wie keine Konvektion statt. Wärmetransport geschieht hier in erster Linie durch Radiation, nicht durch Konvektion. Auch dabei kann ein Kühlkörper helfen**, aber nur, wenn das umgebende Medium kühler ist als der Kühlkörper. Womit wir wieder beim Ausgangsproblem sind: Die Temperaturunterschiede im Inneren eines Notebooks sind minimal, eben wegen fehlender Konvektion.

Um all der "heißen Luft" noch etwas Substanz zu verleihen:
Ich habe ein altes Notebook, das thermisch etwas suboptimal designt ist. Die CPU-Heatpipe heizt die HDD, bei andauernder CPU-Last problemlos über die maximal spezifizierten 60°C. Ich habe also mit Kühlkörpern und Wärmeleitpads auf der HDD experimentiert, allerdings mit mäßigem Erfolg. Eine tatsächliche Senkung der HDD-Temperatur konnte ich nicht erzielen, lediglich eine Verzögerung der Erwärmung.
Was tatsächlich hilft ist, eine Käsepackung aus dem Kühlschrank auf die Handballenauflage zu legen, unter der sich die HDD befindet, und nach 10-15 Minuten die alte Käsepackung gegen eine Neue zu tauschen.


*) sogar mit Phasenübergang, was erst die eigentliche Wirkung einer Heatpipe ausmacht
**)Daher auch der Name "Radiator"
 
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