Verliert ein LED Display auch an Leuchtkraft?

chiefrock

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Hallo Leute,
ich wollte schon immer mal wissen, ob ein LED LCD genauso an Leuchtkraft verliert, wie ein CCFL? Wer kann dazu was sagen? mfg
 
Hey, ich kann das zwar nicht mit bestimmtheit sagen, es sollte allerdings nicht der Fall sein.
 
Ja, auch LED-Backlights werden mit der Zeit dunkler. Aber ein Total-Ausfall ist fast ausgeschlossen. Das gilt sowohl für Hintergrundbeleuchtungen, als auch für Taschenlampen etc.

P.S: Aber der Verlust an Leuchtkraft hält sich in Grenzen.
 
LED's verlieren ihre helligkeit wesentlich langsamer als ccfl.
Bei LED-Beamern z.b. ist die lebensdauer in stunden nicht mehr die durchschnittliche zeit bis die birne kaputt geht, sondern die durchschnittliche zeit bis die LED die hälfte ihrer leuchtkraft verliert.
Da sind dann 20000 - 30000 stunden ein gängiger wert. Was bei ccfl so rumkommt weis ich aber nicht.

lg
 
Moin Moin,

meine Vorposter haben recht: Auch ein LED Backlight verliert mit der Zeit an Leuchtkraft.
In diesem Forum hier: http://www.ledstyles.de/index.html gab es mal jemanden, der einen Langzeittest mit einer LED gemacht hatte.
Ich finde das Posting aber gerade nicht.
 
ich würde behaupten, dass ein verlust an leuchtkraft, selbst wenn dieser bei led existiert, nicht spürbar ist.
einzig die gefahr eines ausfalls besteht immer.
 
Man sagt dass die Lebensdauer von einer Led am Ende ist wenn die Helligkeit um 50% gesunken ist. Wichtig ist dass die Led´s in Betrieb nicht zu Warm werden da die Temperatur sich direkt auf die Lebensdauer Auswirkt. Ich habe schon öfters die Erfahrung gemacht dass Besonders die Blauen und Weißen Led´s (5mm Led´s) am schnellsten an Leuchtkraft verlieren. Die Grünen und Roten sind da nicht so Empfindlich.
 
LEDs verlieren - wenn sie mit maximaler Leistung betrieben werden - sogar recht schnell ihre Leuchtkraft und versagen dann irgendwann den Dienst. Die oftmal beworbenen 100.000 Stunden halte ich für unrealistisch, solange die LED nicht an der untersten Leuchtschwelle betrieben wird. Ja, sie halten deutlich länger als CCFL - aber unbegrenzt ist ihre Leuchtkraft auch nicht.
 
Ich kann nur mein R400 mit WXGA+ LED Display beurteilen. Das ist 2,5 Jahre alt und hat 1500 Betriebsstunden, bei denen zu 98 % auch das Display an war.
Das hat noch 306 nits (allerdings mit einem Multimeter gemessen, dass halt auch Helligkeit messen kann), liegt also über den spezifizierten 300 nits.

Der Vorteil von sehr hellen LED Displays ist halt auch, dass man sie sehr selten auf der höchsten Helligkeitsstufe betreiben muss und so die von qwali beschriebene Alterung nicht so start hervortritt.

Grüße
bassplayer


EDIT:
Mich würde allerdings interessieren, wie LEDs auf Schaltzyklen langfristig reagieren?
CCFLs sollte man ja mindestens ca. 10 Minuten betreiben - aber wie ist das bei LED Backlight? iPads und Smartphones werden ja oft nur für ein paar Sekunden angemacht und das x-mal täglich...
 
Zuletzt bearbeitet:
Mich würde allerdings interessieren, wie LEDs auf Schaltzyklen langfristig reagieren?
CCFLs sollte man ja mindestens ca. 10 Minuten betreiben - aber wie ist das bei LED Backlight? iPads und Smartphones werden ja oft nur für ein paar Sekunden angemacht und das x-mal täglich...

Interessante Frage, bei LED-Beamern werden die LEDs ja andauernd ein und ausgeschaltet.
 
Was das ein und ausschalten angeht da würde ich mir bei Led´s keine Gedanken machen!
 
LEDs können viele Schaltzyklen problemlos ab (denkt z.B. mal an HDD-LEDs als sehr anschauliches Beispiel). Sie brauchen auch keine Aufwärphase wie z.B. CCFLs. Sobald man Spannung anlegt, leuchten die Dinger.

Allerdings funktionieren LEDs nur in einem sehr begrenzten Spannungsbereich gut. Bei höherer Spannung altern sie schnell, bei niedrigerer Spannung leiuchten sie gar nicht oder kaum. Deshalb wird die Helligkeit von LEDs im Normalfall nicht über die Höhe der angelegte Spannung reguliert, sondern es wird eine gepulste Spannung angelegt, d.h. die LED in kurzer Zeit sehr oft ein- und ausgeschalten. Macht man das schnell genug, sieht man das Flackern nicht mehr, sondern lediglich eine verminderte Helligkeit. Macht man das nicht schnell genug sieht man das Flackern noch, weshalb z.B. viele von flackernden LED-Displays berichten beim Dimmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehr interessant, Ede.
Kommt von der Ansteuerung auch das Fiepen, dasss manche gesinnten Displays haben?

Gruß
Christopher
 
Gute Frage... kann ich dir leider nicht beantworten.

Meine kurze Internetrecherche hat ergeben, dass PWM-Frequenzen (die Frequenz mit der die LED an und ausgeschaltet wird) zum dimmen von LEDs normalerweise im Bereich von etwa ~100 Hz bis ~ 1 kHz liegen. Hier hat jemand sogar Messungen vorgenommen. Das ist aber eigentlich zu wenig um als störendes Fiepen wahrgenommen zu werden. Es kann jedoch gut sein, dass die Schaltung intern auch noch mit höheren Frequenzen arbeitet (so ~10 kHz), die könnte man durchaus als Fiepen wahrnehmen. Da muss sich vlt. mal jemand zu äußern der sich genauer mit Elektrotechnik und LED-Treibern (inbesondere im ThinkPad) auskennt. Ich selbst habe leider kein LED-Display und kenne somit auch das Fiepen nicht.

Ich habe übrigens noch eine interessante Seite gefunden, auf der das Dimmen von LEDs detailiert erkärt wird.
 
Meinst du echt, dass die Backlight-LEDs per PWM gedimmt werden?
Es muss auch per Spannung dimmbar sein, denn die LED Taschenlampen (Cree PremiumQ5 und neuere) werden ja auch nicht mehr per PWM gedimmt. Gerade bei Lampen war das doof, wenn der Lichtkegel in Bewegung war, da fiel das Flimmern auf.

Ansonsten muss ich aber sagen, dass CCFLs auch nicht so furchtbar altern. Mein iMac hat eine CCFL Beleuchung, ist 4 Jahre alt und hat 3700 Betriebsstunden runter und immer noch über 400 nits. Ich glaube, die Qualität des Bauteils ist entscheidend. Die Flexview T60 sind ja laut Forum reihenweise nach ein paar Jahren ausgefallen, weil die CCFL-Röhrchen schlecht produziert wurden.

Grüße
bassplayer
 
Das Fiepen kommt vom Piezokristall, der die Hochspannung für die CCFL erzeugt. Frühe wurden dicke Spulen verwendet, um Hochspannung zu erzeugen. Heute geht das mit Oberflächenkeramikfiltern. Völlig harmlos.

Die CCFl kann man auch beliebig oft an/ausschalten, stört die nicht. Auch die 10 Minuten nicht. Umso weniger die CCFL mit Strom betrieben wird, umso länger sie. Logisch. Ditto mit LEDs.

LEDs sind empfindlich auf Wärme (Kristallstruktur ist da empfindlich), das interressiert beim Notebook aber keinen. Eher beim Auto, wenn die LED Frontscheinwerfer etliche Ampère ziehen müssen.
Die blauen LEDs altern aber ziemlich, zumindest die ersten Generationen. Die laufen dann durch ein Gelbphosphor und erzeugen weisses Licht. Ich denke aber, die Kinderkrankheiten sind so ziemlich überwunden.

Ach ja, beide, CCFL und LED laufen per Pulsweitenmodulation. Die kann man beliebig hochdrehen bis mehrere 100Khz. Manche LEDs schalten ja auch im Mhz/Ghz Bereich. Also harmlos bei 100kHz.
 
Damit wäre das Fiepen von CCFLs geklärt (auch wenn ich das heute zum ersten mal höre und noch an keinem CCFL Display erlebt habe), chris sprach ja aber vom Fiepen bei LED Displays.

Das man CCFLs oft an/ausschalten kann bezweifele ich nicht (macht ja jede Leuchtstoffröhre mit 50 Hz), allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass man beim ersten Anschalten sehr wohl eine Aufwärmzeit und eine Verkürzung der Lebensdauer hat (also an/aus z.B. im Minutentakt sehr wohl schädlich ist für CCFls). Wikipedia schreibt z.B. (leider ohne Quellenangabe):
However, CCFLs are strictly limited in the degree to which they can be dimmed, both because a lower plasma current will lower the temperature of the cathode, causing erratic operation, and because running the cathode at too low a temperature drastically shortens the life of the lamps.
Hast du dahingehend fundiertere Informationen?
 
Also kann ich mein Display ruhig einmal öfter am Tag anmachen?
Wie ist denn der Mittelwert - schadet es der CCFL mehr wenn ich sie gedimmt (besser für die Lebenszeit) und daher kühler (schlechter für die Lebenszeit) oder wenn ich sie auf maximaler Helligkeit (schlechter) und dafür wärmer (besser) betreibe?
 
LED sind nicht temperaturabhängig. Energiesparlampen müssen sich erst erwärmen, um ihre maximale Helligkeit zu erreichen. Vor allem bei niedrigen Temperaturen kann das mehrere Minuten dauern. LED dagegen sind sofort maximal hell und funktionieren bei Hitze und Kälte gleich gut. (Es gibt aber auch Energiesparlampen, die sofort gezündet werden, die so genannten Kaltstartlampen).

Quelle

Allerdings sollte sich der Unterschied in Grenzen halten, da die LED nicht besonders heiß wird.
 
Die CCFl kann man auch beliebig oft an/ausschalten, stört die nicht. Auch die 10 Minuten nicht. Umso weniger die CCFL mit Strom betrieben wird, umso länger sie. Logisch. Ditto mit LEDs.
Das stimmt so nicht! CCFL-Röhren killen pro Ein- und Ausschalten mehrere Stunden Betriebsdauer! Das ist wie bei heißen Gasentladungsröhren, nur nicht ganz so übel.

Ich muss mich korrigieren. Das ist bei Kaltkathodenstrahlröhren unabhängig von den Schaltvorgängen... Eben nochmal in die Unterlagen geschaut. ;)
Also: CCFL-Displays kann man bedenkenlos so oft an- und ausschalten wie man möchte.

Den LEDs ist das auch egal. Wir lassen LEDs Stundenweise mit über 20 Hz flimmern, das stellt kein Problem dar, an 50 Hz auch nicht, usw.
 
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