T4xx (T400-450 ohne "T440s/T450s") T420 - Betriebstemperatur sehr hoch (min. 65°C - max. 95°C)!

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cgot2b

Guest
Themenstarter
Seit kurzem läuft mein T420 sehr heiß. Nach dem Start steigt die Betriebstemperatur von ~40°C auf mehr als 70°C mit minimaler Belastung. Dabei läuft der Lüfter oftmals auf Hochtouren, ohne dass die Temperatur deutlich sinkt. In mehreren Beiträgen habe ich gelesen, dass die Temperatur durchaus sehr hoch werden kann, jedoch läuft mein Gerät nie unter 65°C.


Nach kurzer Recherche habe ich bereits die Tastatur demontiert und den arretierten Lüfter mit Druckluft (aus der Dose) gereinigt, jedoch verringerte sich die Betriebstemperatur nicht. Bei der Reinigung habe ich bemerkt, dass die Kupferausläufer des Heatsinks, die mit der GPU und CPU verbunden sind, sehr heiß sind. Bedeutet dies, die Wärmeleitung ist ausreichend und die Betriebstemperatur der Hardware ist zu hoch?

Ich wäre sehr dankbar für Tipps oder Vorschläge, um die Temperatur zu reduzieren. Meine Ideen soweit:


  • Wärmeleitpaste selbst neu auftragen?

Ich habe einen ähnliches Thema gefunden zum T420s (http://thinkpad-forum.de/threads/18...aste-erneuern-Lüfter-reinigen-TPFC-einrichten), worin von Pads die Rede ist. Sind diese auch im T420 vorhanden? Würdet ihr mir zu diesem Schritt raten? Was für Wärmeleitpaste/Pads benötige ich? Ich bin ein recht unerfahrener Benutzer wenn es ums Öffnen eines Laptops geht, würde es mir aber nach ausreichender Vorbereitung zutrauen.


  • Das Gerät zum Fachhändler bringen?

Was für Kosten kommen da auf mich zu? Da die 3 Jahre Garantie bereits verstrichen sind, würde das aus meiner eigenen Tasche kommen.
Ich entschuldige mich für die Flut an Fragen, aber hoffe dass mir jemand weiterhelfen kann.

Danke fürs Lesen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Generell werden beim T420 keine Wärmeleitpads verbaut sondern ausschließlich Paste verwendet.

Hast du ein Gerät mit nVidia-Grafik?

In welcher Region wohnst du, vielleicht kann dir ja der örtliche Stammtisch helfen.
 
Schaue mal in den Taskmanager unter Prozesse nach, ob dort Prozesse die CPU auslasten. Welches Betriebssystem ist installiert?
Wenn Windows: Welches Energieprofil ist gewählt?

Hast Du schon AntiMalwareBytes "drüber" laufen lassen?
Wurden möglicherweise gerade Windows Updates zuvor installiert?
Werden eventuell Rescue and Recovery-Backups oder andere Sicherungen im Hintergrund ausgeführt?
Oft sorgen derartige Prozesse dann für niedrige CPU-Auslastung, jedoch für hohe Festplattenaktivität.
 
Sorry, hab meine Systeminfos vergessen. Habe die Systemdaten mit dem ersten Tool ausgelesen, das ich finden konnte (Speccy):

Betriebssystem
Windows 8.1 Pro 64-bit
CPU
Intel Core i5 2520M @ 2.50GHz 84 °C
Sandy Bridge 32nm Technologie
RAM
8,00GB Dual Kanal DDR3 @ 664MHz (9-9-9-24)
Motherboard
LENOVO 4180PH3 (CPU) 83 °C
Grafik
1023 MB NVIDIA NVS 4200M (Lenovo) 69 °C
Speicher
238GB SAMSUNG SSD 830 Series (SSD) 36 °C
465GB HITACHI HTS727550A9E364 (SATA) 34 °C


Und anscheinend ist der Prozessor der Übeltäter?

Ich bin in Münster, NRW.
 
Schaue mal in den Taskmanager unter Prozesse nach, ob dort Prozesse die CPU auslasten. Welches Betriebssystem ist installiert?
Wenn Windows: Welches Energieprofil ist gewählt?

Hast Du schon AntiMalwareBytes "drüber" laufen lassen?
Wurden möglicherweise gerade Windows Updates zuvor installiert?
Werden eventuell Rescue and Recovery-Backups oder andere Sicherungen im Hintergrund ausgeführt?
Oft sorgen derartige Prozesse dann für niedrige CPU-Auslastung, jedoch für hohe Festplattenaktivität.



  • Keine auffälligen Prozesse (nur Browser, Explorer, ...) im Task Manager. CPU unter 50% und Temperatur zeitweise trotzdem >90°C.
  • Ich nutze zur Zeit Windows 8.1, habe aber Linux Mint 17.1 XFCE auf einer anderen Partition. Unter beiden Betriebssystemen ist die Temperatur hoch.
  • Windows Energieprofil: Ausbalanciert
  • AntiMalwareBytes: 0 Bedrohungen
  • ich habe Linux genutzt, als die höheren Temperaturen anfingen. Bin zurück zu Windows gewechselt, da ich dachte die Lüfterkontrolle unter Linux könnte das Problem sein
  • keine Backup Programme/Prozesse laufen (Datenträgerauslastung ~1%)

Ich nutze im Moment TPFanControl v0.63 in Smart Mode.
 
Wen nichts prickelndes läuft, sollte die CPU unter 10% Auslastung haben
Ich nutze im Moment TPFanControl v0.63 in Smart Mode.
Und wie liegen die Temperaturen im BIOS-Mode?

Dabei läuft der Lüfter oftmals auf Hochtouren, ohne dass die Temperatur deutlich sinkt.
Wie schnell steigt die Temperatur? - Es kommt manchmal vor, dass die Heatpipe defekt (undicht) und so die darin enthaltene Kühlflüssigkeit verdampft ist. Erkennt man zum einen an sprunghaften Temperaturanstieg und dass der Kühlkörper im Bereich der CPU heiß und schon ein paar cm weiter fast schlagartig deutlich kühler ist.
 
Wen nichts prickelndes läuft, sollte die CPU unter 10% Auslastung haben

Die <50% bezog sich auf die Belastung als ich mit MalwareBytes gescannt habe. Wenn keine Programme laufen ist die Belastung unter 10%




Und wie liegen die Temperaturen im BIOS-Mode?

Ein paar Grad weniger. Ohne Last liegt die Temperatur bei 58°C anstatt 65°C



Kühlkörper im Bereich der CPU heiß und schon ein paar cm weiter fast schlagartig deutlich kühler ist.

Habe das Notebook eben geöffnet und die Kupferausläufe sind komplett heiß, keine schlagartige Änderung von heiß nach kalt
 
Fühlte sich der Kühlkörper nach > 50°C an?

War der Rechner vielleicht vor Kurzen zur Reparatur? Dann wäre es nicht verwunderlich, wenn der Kühlkörper nicht plan auf der CPU läge, die Schutzfolie von der Wärmeleitpaste nicht abgezogen wurde, diese zu dick oder gar zerbröselt wäre.

Also erst einmal die Wärmeleitpaste erneuern und noch einmal den Lüfter auf Staub untersuchen. - Mit Druckluft durchblasen ist das eine, aber nicht selten bleiben große Staubflocken am Propeller hängen und setzen anschließend die Austrittsöffnungen wieder zu. Daher durchblasen und die Staubflocken mit einer spitzen Pinzette entfernen.
 
Fühlte sich der Kühlkörper nach > 50°C an?

Ja, auf jeden Fall.


War der Rechner vielleicht vor Kurzen zur Reparatur?

Nein. Das gerät hat bisher nie rumgezickt. Ist es möglich, dass die Wärmeleitpaste "vertrocknet" oder anderweitig an Effektivität abnimmt?

Bin auf einen schönen Graphen von pcgh gestoßen und werde mich informieren, was für mich in Frage kommt und dann das Projekt in Angriff nehmen.

air_results_final.png

Wo ich gerade dabei bin, sind Reinigungsmittel für das entfernen der alten Paste empfohlen? Ich habe spezielle "Reinigungs-Kits" gesehen, die dafür angeboten werden.

Mornsgrans, danke für die nette Hilfe bei meinem Problem.
 
Das mit dem Eintrocknen gibt es durchaus . Gerade gestern habe ich bei einem TP (SL500 ,Intelgrafik,Produktionsdatum April 2004) die CPU getauscht und dabei Wärmeleit-"Paste" vorgefunden ,die eher Beton/Mörtel ähnelte !
Diese mußte mechanisch per Fingernagel/Platikspatel entfernt werden,erst zum Ende hin habe ich Spiritus eingesetzt.
Bezüglich der Qualität ,bzw Reputation der WLP mache ich mir wenig Gedanken und nehme einfach Standardware (Artic Cooling Silicone,geht aber auch jede andere Siliconpaste).
Bei dem von dir verlinkten Diagramm gilt es zu beachten,dass dort 160W in Wärme umgewandelt werden .Deine CPU ist (Incl Grafikcontroller) für maximal 35W ausgelegt !
Zudem sollte man auch beachten,das WLP nur hauchdünn aufgetragen wird (Um minimale Vertiefungen zwischen Kühler und Die auszzugleichen).
Da die Schichtdicke im hunderstel mm-Bereich liegt ,ist es nahezu unerheblich, wie "gut" oder "schlecht" die verwendete Paste ist,da übliche Einheit in m.Kelvin angeben ist .

Gruss Uwe
 
Hatte auch schon ein T500 hier welches unter Last dann ausging weil die WLP alt und hart war.
Da die T420 inzwischen auch schon bald 4 Jahre alt sind kann das inzwischen durchaus der Fall sein.

Also,WLP tauschen. Die alte einfach mit einem Stück Küchenrolle abwischen reicht i.d.R. schon. Und die einfachste Silikonpaste ist auch ausreichend für ein Laptop.
 
Wo ich gerade dabei bin, sind Reinigungsmittel für das entfernen der alten Paste empfohlen? Ich habe spezielle "Reinigungs-Kits" gesehen, die dafür angeboten werden.
Ich verwende dazu einfach Küchenrolle und etwas Isoprapanol, damit lässt sich eingetrocknete WLP angenehm entfernen.
 
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