PC für Bildbearbeitung/Videoschnitt

iYassin

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Hi zusammen,
mein X1 Extreme Gen 4 ist nun "endlich" ausgezogen, da ich Leistung in dieser Größenordnung unterwegs eigentlich nur für die Arbeit brauche und dafür nun schon einige Zeit ein XPS 15 von meinem Arbeitgeber habe. Für unterwegs nutze ich privat nun ein X1C9, und zuhause soll ein Desktop-PC einziehen. Da ich im Desktop-Bereich eher unbedarft bin, würde ich da gerne mal Eure Expertise bemühen :)

Konkret denke ich an folgende Anforderungen:
- Intel oder AMD ist mir egal
- Unterstützung für 128 GB RAM
- Zwei M.2 NVMe-Slots (das ist mittlerweile vermutlich eh Standard?)
- GPU: Nvidia RTX 4060 oder besser, denn ich benötige CUDA
- Bildbearbeitung in Adobe Lightroom: Aktuell sind es RAWs einer Canon 5D Mark IV, zukünftig hoffentlich irgendwann R5/R6 Mark II, und ich nutze GPU-basiertes Denoising, Motiverkennung etc.
- Videoschnitt in Premiere: Hier möchte ich Kapazität für 3-4 Spuren 4K-Material haben, 8K ist nicht nötig
- Leise, da der PC im Wohnzimmer stehen wird - lautlos à la Wasserkühlung ist aber nicht nötig

Budgetmäßig möchte ich nichts auf das X1E4 drauflegen - maximal wären damit ca. 1000 Euro drin, aber wenn der PC eher im Bereich 700-800€ bleibt, wäre es perfekt.

Was würdet Ihr für meine Anforderungen denn hardwaretechnisch empfehlen, bzw. was denkt Ihr könnte mein Budget hergeben?

Im AfB-Shop (dort erhalte ich 10% Rabatt über meinen Arbeitgeber) bin ich beispielsweise über diese Kandidaten hier gestolpert:
- HP Omen 25L - i5-14400F, 16 GB RAM, 1 TB SSD, RTX 4070 Super mit 12 GB VRAM: https://www.afbshop.de/HP-Omen-25L-Gaming-Desktop-GT14-2800no/DE-36.238-O
- HP Victus 15L - i7-14700F, 16 GB RAM, 1 TB SSD, RTX 4060 mit 8 GB VRAM: https://www.afbshop.de/HP-Victus-15L-Gaming-Desktop-TG02-2001nl/DE-36.512-AA
Für den Omen spräche eben die GPU, beim Victus 15L die bessere CPU, aber da weiß ich nicht, ob das 350W-Netzteil genug Reserven für ein eventuelles GPU-Upgrade mitbringt.

Bei NBWN scheinen die aktuell verfügbaren ThinkStations deutlich teurer zu sein, bzw. für das gleiche Geld wie z.B. der Victus 15L lediglich ein 11th oder 12th Gen-Chip und dennoch "nur" eine 4060 zu bieten - und es muss definitiv keine ThinkStation sein.

Selbstbau ist natürlich auch eine Option, gerade wenn ich damit günstiger bleibe. Gibt es da vielleicht Empfehlungen/"Beispielwarenkörbe", an denen man sich orientieren kann?

Und zu guter Letzt - wenn jemand etwas gebrauchtes anzubieten hat, immer gern her mit den Angeboten!

Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe :)
 
Selbstbau ist natürlich auch eine Option
wäre für mich bei einem Desktop die einzige Option die ich wählen würde, gerade wenn es um Bildbearbeitung geht. Denn da weißt Du, dass Du den auch jederzeit nach Gusto erweitern kannst, was bei den anderen Teilen so unter Umtänden nicht möglich ist, bzw. in übles Gebastel ausartet.
 
Wenn du mehr als einen M.2-Slot brauchst, dann musst du darauf bei der Mainboardauswahl achten. Auch die Position ist nicht ganz unwichtig. Wenn z.B. einer der Slots auf der Rückseite ist und dein Gehäuse dort keine Aussparung hat, dann ist das suboptimal. Man könnte sich aber auch mit einer Riser-Karte behelfen.

350W sind äußerst knapp, wenn es mehr als eine RTX 4060 werden soll.

Ich nehme an, die 128GB RAM sollen nur eine Option sein. Sonst wird es knapp mit den 1000 Euro (aber nicht unmöglich).
 
Mit neuen Komponenten wird das mit 1000€ echt sportlich, gerade wenn es eine zukunftsorientierte Lösung (AM5) werden soll. Von Intel würde ich abraten, der Zirkus im Zusammenhang mit den Prozessoren der 13. und 14. Generation war wirklich alles, aber nicht gut.

Ansonsten:
-AMD Ryzen 5/7/9 7500f/7700/7900
-Asrock B650M Pro RS
-64GB Ram (2*32GB, sonst wird es bei 4 Slots und den geforderten 128 GB schwierig)
-750W Be Quiet Pure Power
-beliebige RTX 4060
-Lian Li A3 matx (super kompakt, nutze ich selber, sehr empfehlenswert)
 
Ich würde auch definitiv beim Selbstbau bleiben. Damit hast du einfach viel mehr Möglichkeiten und sparst meist einiges an Geld. Gleichzeitig kannst du darauf achten, hochwertige Komponenten zu verbauen - da wird bei fertigen PCs sehr gerne gespart. Von den großen PC-Zusammenstellern würde ich eh absehen, die nutzen häufig keine Standardkomponenten, was bei einem späteren Upgrade ziemliche Probleme verursachen kann.

Tendenziell würde ich tatsächlich auch eher Richtung AMD (AM5) gehen, da einfach zukunftsträchtiger. Die neuen Intel-Prozessoren dürften zu teuer sein für das Budget und sind primär stromsparender im Vergleich zu den "alten". Die 14er Reihe von Intel hatte auch ein Serienfehler, der angeblich gefixt sein soll.

Ich selbst würde z.B. nicht auf ein mATX-Gehäuse gehen, wenn es nicht unbedingt sein muss (Größe). ATX-Boards bieten meist durchaus mehr m.2-Slots etc.. Bei den Boards kann man - halbwegs vernünftigen Hersteller vorausgesetzt natürlich - eigentlich primär nach den relevanten Features aussuchen (Wlan, 2.5GBit Lan, Anzahl m.2-Slots (ggf. mit Kühlkörper). Die A-Serie ist dabei das "Billigprodukt", während die B eigentlich für alles ausreicht. Die X670er z.B. sind dann für Overclocking u.ä. gedacht, mMn nicht wirklich notwendig.
 
moin,

Intel oder AMD ist mir egal
Hier wäre wichtig zu wissen ob du in Premiere H264/ H265 mit Quicksync nutzt um die dedizierte GPU freizuhalten - falls ja sind Intel-CPUs deutlich vorne. Die neuen Intel 15th gen mit den komischen Namen sind dank ihrer hohen Singlethread-Leistung interessant aber auch sehr teuer, Ryzen 9000 ist für deine Anwendungen quasi gleich schnell wie 7000, ergo musst du in deinem Budget zwischen 14700(k) und Ryzen 7900(x) bzw. ggf. sogar einem gebrauchten 7950(x) entscheiden. Ich habe Bauchschmerzen Intel 13/14th gen aufgrund der Oxidation und vor allem Intels Umgang mit diesem Fiasko zu empfehlen, allerdings ist der Vorteil von Quicksync und dem Big/ Little Design für Videobearbeitung nicht von der Hand zu weisen, zudem ist dank dieser Problematik der Preisunterschied deutlich geringer bzw. nicht mehr existent.

Die von dir verlinkten Rechner haben beide CPUs ohne iGPU, welche ich in deinem Fall definitiv nicht nehmen würde

Unterstützung für 128 GB RAM
Unterstützt werden 128GB von allen aktuellen CPUs und Boards mit 4 Slots, allerdings nur mit deutlich verringerter Geschwindigkeit da die Speichercontroller Schwierigkeiten haben die Anzahl an Ranks zu addressieren - ist für deine Anwendungen nicht sonderlich schlimm (vll 10% Unterschied), bedeutet aber dass du einfach das günstigste 2x32/ 2x 48GB Kit nehmen kannst, gerne auch gebraucht um Geld zu sparen. Auch hier hat Intel etwas die Nase vorn, du kannst von etwas höherer Geschwindigkeit ausgehen die noch läuft, ist mMn für die Kaufentscheidung aber irrelevant. (Shameless self-plug: ich habe noch 2x32GB + 2x16GB die ich bald hier im Forum einstelle). DDR4 als 32GB-Sticks ist kaum gebraucht zu bekommen und neu nur noch unwesentlich günstiger als DDR5 und fällt mMn raus, auch wenn es mit Intel noch eine Option wäre.

Nvidia RTX 4060 oder besser, denn ich benötige CUDA
Inwiefern würde es sich hier lohnen, bei der CPU Abstriche zu machen und stattdessen auf eine 4070 zu gehen? Ggf. reicht dir auch eine deutlich kleinere CPU wenn du vorher das X1 G4 genutzt hast, die von mir empfohlenen CPUs haben im Vergleich zu diesem fast die 3-fache Leistung im Multicore.

Um mal konkret zu werden:
  • CPU + Board AMD: Gigabyte B650M DS3H oder Asrock B650M Pro RS (für 10€ mehr mit Wifi) - schenken sich beide nichts bzgl. VRM-Leistung und Anschlüssen, das Gigabyte ist minimal günstiger, das Asrock dürfte etwas schneller booten 130-150€ + Ryzen 7900X 345€ - mit etwas Glück kann man auch einen gebrauchten 7950(x) für um die 400€ finden. Vorteil wäre hier dass man ggf. noch eine CPU-Generation mitnimmt, AM5 soll lt. AMD bis 2027 unterstützt werden.
  • CPU + Board Intel: MSI B760 Gaming Plus 145€ (VRMs werden ordentlich warm aber sollten für den 14700 noch passen) + i7 14700 für 335€ (14700k kostet 35€ mehr für minimalst Mehrleistung und OC-Fähigkeit die du eh nicht nutzen solltest)
  • Ram: irgendein 2x32GB oder 2x48GB Kit 140-200€
  • Netzteil: Seasonic GX 750W 100€ - kommt mit dem 12pin-Stecker der bald auch von Intel und AMD übernommen wird, semi-passiv und leise, sehr gute Effizienz, 10 Jahre Garantie (aus eigener Erfahrung funktioniert die Abwicklung auch ~6 Jahre nach Kauf sehr schnell und problemlos), solide Komponenten.
  • CPU-Kühler: Thermalright Phantom Spirit 40€ - der Preis-Leistungs-Sieger in quasi allen Tests der letzten Jahre, kühlt alles bis auf übertaktete Intels einwandfrei und leise, zudem passt er mit 155mm in die meisten Gehäuse
  • Gehäuse: Geschmackssache, wobei ich mittlerweile Layouts empfehle welche das Netzteil oben oder vorne montieren und direkt unter der Grafikkarte Lüfter haben, welche dadurch deutlich ruhiger läuft. Ein Kandidat wäre das Lian Li A3, mein persönlicher Favourit das Intertech IM01 für 65€ , welches gut verarbeitet ist und sehr kompakt leistungsstarke Hardware unterbringen kann. Mit dem genannten Seasonic GX passen auch sehr lange und große Grafikkarten.
  • Lüfter 5x Arctic P12 20€ - sind nicht lautlos aber leise und mit Abstand das beste P/L-Verhältnis für Lüfter. Layout für das IM01 (und ähnliche Gehäuse): 2x In unter der GPU, 1x In auf der Rückseite, CPU-Kühler bläst von hinten nach vorne, 2x Out oben. Frische Luft für CPU + GPU, Überdruck im Gehäuse -> wenig Staub
Macht rund 840€ für ein sehr solides, kompaktes und leises System ohne Grafikkarte.

Wenn du Ram, Grafikkarte, AMD-CPU und ggf. Netzteil gebraucht kaufst kannst du hier auch noch etwas sparen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du mehr als einen M.2-Slot brauchst, dann musst du darauf bei der Mainboardauswahl achten. Auch die Position ist nicht ganz unwichtig. Wenn z.B. einer der Slots auf der Rückseite ist und dein Gehäuse dort keine Aussparung hat, dann ist das suboptimal. Man könnte sich aber auch mit einer Riser-Karte behelfen.

350W sind äußerst knapp, wenn es mehr als eine RTX 4060 werden soll.

Ich nehme an, die 128GB RAM sollen nur eine Option sein. Sonst wird es knapp mit den 1000 Euro (aber nicht unmöglich).
Genau, die 128GB RAM sind als Option gedacht. Für jetzt reichen erst einmal 64 GB, aber ich möchte dann gern 2x 32 GB verbauen und später aufrüsten können.

Mainboard und Netzteil wede ich dann beachten!

Mit neuen Komponenten wird das mit 1000€ echt sportlich, gerade wenn es eine zukunftsorientierte Lösung (AM5) werden soll. Von Intel würde ich abraten, der Zirkus im Zusammenhang mit den Prozessoren der 13. und 14. Generation war wirklich alles, aber nicht gut.

Ansonsten:
-AMD Ryzen 5/7/9 7500f/7700/7900
-Asrock B650M Pro RS
-64GB Ram (2*32GB, sonst wird es bei 4 Slots und den geforderten 128 GB schwierig)
-750W Be Quiet Pure Power
-beliebige RTX 4060
-Lian Li A3 matx (super kompakt, nutze ich selber, sehr empfehlenswert)
Muss nicht zwangsläufig neu sein, ich schau mich gern mal nach gebrauchten Komponenten um. Einzig bei der GPU würde ich vermutlich auf etwas neues zurückgreifen wegen Mining-Einsatz etc., die RTX 40x0-Modelle sind ja nun auch schon etwas auf dem Markt und können dementsprechend auch schon lange gelaufen sein.

Und vielen Dank dir für die Empfehlungen, die Komponenten werde ich mir direkt mal anschauen bezüglich Preis. Zur CPU - der 7500F hat wohl wie die Intel-F-Modelle keine iGPU, aber würdest du bei den Ryzen-Chips zu den X-Varianten raten oder eher zur normalen Version ohne X?

Ich würde auch definitiv beim Selbstbau bleiben. Damit hast du einfach viel mehr Möglichkeiten und sparst meist einiges an Geld. Gleichzeitig kannst du darauf achten, hochwertige Komponenten zu verbauen - da wird bei fertigen PCs sehr gerne gespart. Von den großen PC-Zusammenstellern würde ich eh absehen, die nutzen häufig keine Standardkomponenten, was bei einem späteren Upgrade ziemliche Probleme verursachen kann.

Tendenziell würde ich tatsächlich auch eher Richtung AMD (AM5) gehen, da einfach zukunftsträchtiger. Die neuen Intel-Prozessoren dürften zu teuer sein für das Budget und sind primär stromsparender im Vergleich zu den "alten". Die 14er Reihe von Intel hatte auch ein Serienfehler, der angeblich gefixt sein soll.

Ich selbst würde z.B. nicht auf ein mATX-Gehäuse gehen, wenn es nicht unbedingt sein muss (Größe). ATX-Boards bieten meist durchaus mehr m.2-Slots etc.. Bei den Boards kann man - halbwegs vernünftigen Hersteller vorausgesetzt natürlich - eigentlich primär nach den relevanten Features aussuchen (Wlan, 2.5GBit Lan, Anzahl m.2-Slots (ggf. mit Kühlkörper). Die A-Serie ist dabei das "Billigprodukt", während die B eigentlich für alles ausreicht. Die X670er z.B. sind dann für Overclocking u.ä. gedacht, mMn nicht wirklich notwendig.
Alles klar, die Lenovo- und HP-Geräte sind dann wohl eher raus. Die Aufrüstbarkeit mit Standardkomponenten hatte mich auch bei den ThinkStations schon etwas abgeschreckt.

Größentechnisch wäre prinzipiell auch ein ATX-Gehäuse drin, aber ich hätte auch nichts gegen etwas kompaktere Abmessungen. Das von @Fabian2602 und @Prof Theorie empfohlene ASRock-Board hat tatsächlich sogar 3 M.2-Slots, das wird mir in der absehbaren Zukunft reichen.

Was mir bei den verlinkten Boards wiederum aber aufgefallen ist: Beide haben nur einen USB C-Anschluss und kein Thunderbolt. Ist das im Desktop-Bereich schwierig zu finden?

Hier wäre wichtig zu wissen ob du in Premiere H264/ H265 mit Quicksync nutzt um die dedizierte GPU freizuhalten - falls ja sind Intel-CPUs deutlich vorne. Die neuen Intel 15th gen mit den komischen Namen sind dank ihrer hohen Singlethread-Leistung interessant aber auch sehr teuer, Ryzen 9000 ist für deine Anwendungen quasi gleich schnell wie 7000, ergo musst du in deinem Budget zwischen 14700(k) und Ryzen 7900(x) bzw. ggf. sogar einem gebrauchten 7950(x) entscheiden. Ich habe Bauchschmerzen Intel 13/14th gen aufgrund der Oxidation und vor allem Intels Umgang mit diesem Fiasko zu empfehlen, allerdings ist der Vorteil von Quicksync und dem Big/ Little Design für Videobearbeitung nicht von der Hand zu weisen, zudem ist dank dieser Problematik der Preisunterschied deutlich geringer bzw. nicht mehr existent.
Gute Frage! Ich nutze die Codecs definitiv (meine Kamera nimmt Full HD in H.264 auf, 4K dagegen Motion JPEG, und meist exportiere ich auch H.264) und werde ich auch in Zukunft, eine R5/R6 Mark II filmt dann auch 4K in H.264/H.265. Und nachdem ich immer Intel-CPUs genutzt habe, habe ich wohl auch immer Quicksync verwendet. Wie groß ist denn der Unterschied tatsächlich? Ich denke mal, 4K-Playback dürfte ein Ryzen 7700/7900 auch so flüssig hinkriegen, oder? Und Effekte in der Timeline werden dann ja ohnehin auf der Nvidia-GPU gerendert?

Ich habe mich in die Intel 13th/14th Gen-Problematik jetzt nur kurz eingelesen (war da irgendwie auf dem veralteten Stand, dass Sie es nun im Griff hätten) und würde das wohl schon gerne vermeiden wollen. Aber wenn der Unterschied mit Quicksync gravierend ist, dann führt natürlich kein Weg an ntel vorbei.

Unterstützt werden 128GB von allen aktuellen CPUs und Boards mit 4 Slots, allerdings nur mit deutlich verringerter Geschwindigkeit da die Speichercontroller Schwierigkeiten haben die Anzahl an Ranks zu addressieren - ist für deine Anwendungen nicht sonderlich schlimm (vll 10% Unterschied), bedeutet aber dass du einfach das günstigste 2x32/ 2x 48GB Kit nehmen kannst, gerne auch gebraucht um Geld zu sparen. Auch hier hat Intel etwas die Nase vorn, du kannst von etwas höherer Geschwindigkeit ausgehen die noch läuft, ist mMn für die Kaufentscheidung aber irrelevant. (Shameless self-plug: ich habe noch 2x32GB + 2x16GB die ich bald hier im Forum einstelle). DDR4 als 32GB-Sticks ist kaum gebraucht zu bekommen und neu nur noch unwesentlich günstiger als DDR5 und fällt mMn raus, auch wenn es mit Intel noch eine Option wäre.
Alles klar! Und je nachdem, wie schnell ich etwas finde, melde dich gern bei mir :)

Inwiefern würde es sich hier lohnen, bei der CPU Abstriche zu machen und stattdessen auf eine 4070 zu gehen? Ggf. reicht dir auch eine deutlich kleinere CPU wenn du vorher das X1 G4 genutzt hast, die von mir empfohlenen CPUs haben im Vergleich zu diesem fast die 3-fache Leistung im Multicore.
Ein Upgrade würde ich schon gern mitnehmen, das X1E4 war mit Lightroom Classic teilweise schon deutlich an der Grenze, wobei da aber ganz eindeutig auch die GPU limitiert hat. Ich denke aber, dass mir z.B. der Ryzen 5 7600X oder Ryzen 7700 reichen sollte (wobei ich dann subjektiv zumindest schon zum 8-Kerner, also Ryzen 7, tendieren würde).

Um mal konkret zu werden:
  • CPU + Board AMD: Gigabyte B650M DS3H oder Asrock B650M Pro RS (für 10€ mehr mit Wifi) - schenken sich beide nichts bzgl. VRM-Leistung und Anschlüssen, das Gigabyte ist minimal günstiger, das Asrock dürfte etwas schneller booten 130-150€ + Ryzen 7900X 345€ - mit etwas Glück kann man auch einen gebrauchten 7950(x) für um die 400€ finden. Vorteil wäre hier dass man ggf. noch eine CPU-Generation mitnimmt, AM5 soll lt. AMD bis 2027 unterstützt werden.
  • CPU + Board Intel: MSI B760 Gaming Plus 145€ (VRMs werden ordentlich warm aber sollten für den 14700 noch passen) + i7 14700 für 335€ (14700k kostet 35€ mehr für minimalst Mehrleistung und OC-Fähigkeit die du eh nicht nutzen solltest)
  • Ram: irgendein 2x32GB oder 2x48GB Kit 140-200€
  • Netzteil: Seasonic GX 750W 100€ - kommt mit dem 12pin-Stecker der bald auch von Intel und AMD übernommen wird, semi-passiv und leise, sehr gute Effizienz, 10 Jahre Garantie (aus eigener Erfahrung funktioniert die Abwicklung auch ~6 Jahre nach Kauf sehr schnell und problemlos), solide Komponenten.
  • CPU-Kühler: Thermalright Phantom Spirit 40€ - der Preis-Leistungs-Sieger in quasi allen Tests der letzten Jahre, kühlt alles bis auf übertaktete Intels einwandfrei und leise, zudem passt er mit 155mm in die meisten Gehäuse
  • Gehäuse: Geschmackssache, wobei ich mittlerweile Layouts empfehle welche das Netzteil oben oder vorne montieren und direkt unter der Grafikkarte Lüfter haben, welche dadurch deutlich ruhiger läuft. Ein Kandidat wäre das Lian Li A3, mein persönlicher Favourit das Intertech IM01 für 65€ , welches gut verarbeitet ist und sehr kompakt leistungsstarke Hardware unterbringen kann. Mit dem genannten Seasonic GX passen auch sehr lange und große Grafikkarten.
  • Lüfter 5x Arctic P12 20€ - sind nicht lautlos aber leise und mit Abstand das beste P/L-Verhältnis für Lüfter. Layout für das IM01 (und ähnliche Gehäuse): 2x In unter der GPU, 1x In auf der Rückseite, CPU-Kühler bläst von hinten nach vorne, 2x Out oben. Frische Luft für CPU + GPU, Überdruck im Gehäuse -> wenig Staub
Macht rund 840€ für ein sehr solides, kompaktes und leises System ohne Grafikkarte.

Wenn du Ram, Grafikkarte, AMD-CPU und ggf. Netzteil gebraucht kaufst kannst du hier auch noch etwas sparen.
Vielen Dank für deine Mühe, das alles rauszusuchen! Wenn es AMD wird: Mainboard würde ich hier von den Optionen wohl das Asrock nehmen. Bei der CPU würde ich wie gesagt sparen und zu einem Ryzen 7 7700 greifen, da spare ich nochmal über 120€. Netzteil, Lüfter und Kühler übernehme ich einfach direkt. Beim Gehäsue gefällt mir das Lian Li A3, das @Fabian2602 auch empfohlen hat, deutlich besser - bietet das Intertech so viel mehr Platz? Oder ist das dann eher Geschmackssache?

Und wie gesagt, gebraucht wird direkt mal recherchiert.
 
Lightroom Classic teilweise schon deutlich an der Grenze, wobei da aber ganz eindeutig auch die GPU limitiert hat
jupp, LR ist mittlerweile echt heftig GPU-lastig - da würde ich wirklich nicht sparen, auch wenn es eventuell etwas teurer wird. Mein X1E mit der dicksten GPU macht in der Hinsicht echt (noch) Laune.
 
Was mir bei den verlinkten Boards wiederum aber aufgefallen ist: Beide haben nur einen USB C-Anschluss und kein Thunderbolt. Ist das im Desktop-Bereich schwierig zu finden?
Ja, das ist extrem selten oder nicht selten nur über eine extra Erweiterungskarte zu bekommen. Bei dem oben diskutierten Asrock-Mainboard wäre das z.B. diese Karte - für so schlanke 100€ extra: https://www.asrock.com/mb/spec/product.asp?Model=Thunderbolt 4 AIC

Und wichtig: Die meisten USB-C-Ports liefern standardmäßig KEIN Videooutput. Schon alleine, weil das ja eh über die Grafikkarte geht. Sprich - Kabelsalat ist angesagt, selbst wenn ein USB-C-Monitor vorhanden ist.

Größentechnisch wäre prinzipiell auch ein ATX-Gehäuse drin, aber ich hätte auch nichts gegen etwas kompaktere Abmessungen. Das von @Fabian2602 und @Prof Theorie empfohlene ASRock-Board hat tatsächlich sogar 3 M.2-Slots, das wird mir in der absehbaren Zukunft reichen.

Ja, das stimmt - davon ist aber nur einer mit einem Kühlkörper versehen (kann man natürlich ignorieren, wenn man eh SSDs mit Kühlkörper verwenden will). Allerdings ist man hier eh ein wenig in der Anzahl der Slots durch den B650er Chipsatz eingeschränkt, aber 3 Slots sollten reichen. 2 sind üblicherweise über die CPU, einer über den Chipsatz angebunden.
 
Danke für den Tipp! Bin gerade am Schwanken zwischen der 4060 und einer gebrauchten 3060 mit 12 GB VRAM. Da hätte ich natürlich für AI-Kram, aufwendige Effekte in Premiere, Photoshop etc. mehr Kapazität und spare ~50 €, aber dafür ist die 4060 schneller, effizienter und kann AV1 in Hardware codieren. Was würdet Ihr machen?

Ja, das ist extrem selten oder nicht selten nur über eine extra Erweiterungskarte zu bekommen. Bei dem oben diskutierten Asrock-Mainboard wäre das z.B. diese Karte - für so schlanke 100€ extra: https://www.asrock.com/mb/spec/product.asp?Model=Thunderbolt 4 AIC
Uff, das haut ordenltich rein. Erstmal keine Priorität, würde ich sagen. Aber dass man das nachrüsten kann, ist schonmal gut zu wissen!

Und wichtig: Die meisten USB-C-Ports liefern standardmäßig KEIN Videooutput. Schon alleine, weil das ja eh über die Grafikkarte geht. Sprich - Kabelsalat ist angesagt, selbst wenn ein USB-C-Monitor vorhanden ist.
Das mit dem Kabelsalat ist kein Problem, meine Monitore sind eh alt :D aber ich nutze eine ganze Menge an Samsung T7-SSDs und die erreichen über USB 3 Gen 1/Typ A leider nur 350-400 MB/s, über Gen 2/Typ C aber bis zu 800 MB/s. Daher mein Interesse an den USB C-Ports.

Ja, das stimmt - davon ist aber nur einer mit einem Kühlkörper versehen (kann man natürlich ignorieren, wenn man eh SSDs mit Kühlkörper verwenden will). Allerdings ist man hier eh ein wenig in der Anzahl der Slots durch den B650er Chipsatz eingeschränkt, aber 3 Slots sollten reichen. 2 sind üblicherweise über die CPU, einer über den Chipsatz angebunden.
Alles klar, erstmal würde eine 2 TB-SSD ohne Kühlkörper reinkommen und Erweiterungen könnte ich dann natürlich mit Kühlkörper kaufen.
 
Bzgl. Ryzen CPUs: Es ist ist letztenendes immer eine Frage des Preises. Die X CPUs sind schneller, aber oft teurer und wärmer. Mit einem 7700/7900 wirst du aber reichlich Performance bekommen. Der 7500f hat keine Grafikeinheit, ist dafür aber sehr günstig.

@Prof Theorie: gute Ideen, kann man auch so machen.

Die separaten Kühlkörper (Arctic M2 Pro) sind wirklich günstig und meistens deutlich besser als die ollen Bleche die bei den Mainbaords dabei sind.

Ich würde - wenn es nicht eilt - eine günstige 3060 kaufen und abwarten was Anfang des Jahres passiert (Launch RTX5000). Dann kann man, sollte der absolute Knaller dabei sein, diesen kaufen oder günstiger einer 4000er. Ehrlicherweise habe ich die Preise von gebrauchten RTX-Karten nicht im Kopf. Alternativ die iGPU der CPU in der Zwischenzeit nutzen.
 
Bzgl. Ryzen CPUs: Es ist ist letztenendes immer eine Frage des Preises. Die X CPUs sind schneller, aber oft teurer und wärmer. Mit einem 7700/7900 wirst du aber reichlich Performance bekommen. Der 7500f hat keine Grafikeinheit, ist dafür aber sehr günstig.
Alles klar! Bin gerade über ein Set aus einem 7700X und MSI MAG B650M Mortar-Board gestolpert, da werde ich mal dran bleiben - ich denke, wenn ich zum gleichen Preis einen X bekomme, warum nicht?

Die separaten Kühlkörper (Arctic M2 Pro) sind wirklich günstig und meistens deutlich besser als die ollen Bleche die bei den Mainbaords dabei sind.
Oh top, die kommen gleich auch mal auf die Liste.

Ich würde - wenn es nicht eilt - eine günstige 3060 kaufen und abwarten was Anfang des Jahres passiert (Launch RTX5000). Dann kann man, sollte der absolute Knaller dabei sein, diesen kaufen oder günstiger einer 4000er. Ehrlicherweise habe ich die Preise von gebrauchten RTX-Karten nicht im Kopf. Alternativ die iGPU der CPU in der Zwischenzeit nutzen.
OK, danke dir für deine Einschätzung! Die 4000er-Karten sind gebraucht extrem teuer, die 4060 gibt es gar nicht wirklich günstiger als neu. Dewegen meine Idee, vielleicht doch erstmal zu etwas älterem zu greifen.

Tatsächlich bin ich mit Euren Ideen (und einer kleineren CPU, also 7500F/7600 oder 7700(X) - irgendwie tendiere ich doch zum 8-Kerner) jetzt bei knapp 750€, dann fehlen mir noch eine SSD und eine Grafikkarte. Dürfte also insgesamt ganz knapp im Budget bleiben, daher aber auch leistungsmäßig echt erst einmal ausreichen :)
 
Ich habe mir als Laie für rund 1.000€ einen AMD PC zusammengebaut, der top performt und das sicher auch die nächsten Jahre tun wird.
Als Grafikkarte kommt bei mir eine Radeon RX 6800 zum Einsatz.
 
Von der Rohleistung sicher die bessere Wahl, in Ermangelung von Cuda aber leider keine Option.
 
Das von @Fabian2602 und @Prof Theorie empfohlene ASRock-Board hat tatsächlich sogar 3 M.2-Slots, das wird mir in der absehbaren Zukunft reichen.
Puh. Mit AsRock-Boards hatte und habe ich immer nur Ärger. Ich würde eher zu Asus, ggf. noch Gigabyte, greifen. Ein dadurch entstehender kleiner Aufpreis wäre es mir allemal wert. Auf die schnelle hätte ich z.B. dieses hier gefunden: https://geizhals.de/asus-prime-b650m-a-ii-csm-90mb1eh0-m0eayc-a3019838.html Habe jetzt aber nicht genauer recherchiert.

Was mir bei den verlinkten Boards wiederum aber aufgefallen ist: Beide haben nur einen USB C-Anschluss und kein Thunderbolt. Ist das im Desktop-Bereich schwierig zu finden?
Dann das hier, wenn ATX (statt µATX) ok ist und man die Option haben möchte, Thunderbolt nachzurüsten: https://geizhals.de/asus-prime-b650-plus-a2825939.html Thunderbolt ist aber auch da nicht onboard, sondern erfordert eine Erweiterungskarte: https://preisvergleich.heise.de/asus-thunderboltex-4-90mc09p0-m0eay0-a2500488.html
Aber ja, Thunderbolt ist im Desktop-Bereich eher selten. Die neuen Intel-Boards haben es aber meistens dabei. AMD-Boards dagegen praktisch nie. Bei Intel sind aber die Boards dann entsprechend teurer: https://geizhals.de/?cat=mbp4_1851&xf=544_ASUS Dort haben alle außer den obersten/günstigsten beiden Thunderbolt onboard.

Netzteil, Lüfter und Kühler übernehme ich einfach direkt.
Netzteil würde ich noch beQuiet mit in den Raum werfen: https://geizhals.de/?cmp=3002977&cmp=2884048&cmp=2876609&active=1
Kühler bin ich gerade nicht so drin, außer, dass Noctua immer ziemlich gut dabei ist - allerdings auch preislich.

Beim Gehäsue gefällt mir das Lian Li A3, das @Fabian2602 auch empfohlen hat, deutlich besser - bietet das Intertech so viel mehr Platz? Oder ist das dann eher Geschmackssache?
Vermutlich auch viel Geschmackssache. Grundsätzlich sind Lian-Li-Gehäuse meist recht hochwertig verarbeitet und entsprechend teuer, Inter-Tech ist grundsolide, hat dafür aber auch einiges eher spezielleres im Einsatz, was trotzdem (verhältnismäßig) günstig ist. Ist aber nicht so premium verarbeitet wie Lian Li. So zumindest meine Erfahrung. Wenn ich jetzt sehe, dass der Preis fast identisch ist, dürfte sich einiges davon relativieren. Du kannst ja mal in diesen Vergleich schauen: https://geizhals.de/?cmp=2545833&cmp=3195126&active=1 So aus dem Bauch heraus hätte ich dann eher das Lian-Li-Gehäuse genommen.

Alles klar, erstmal würde eine 2 TB-SSD ohne Kühlkörper reinkommen und Erweiterungen könnte ich dann natürlich mit Kühlkörper kaufen.
So kritisch sind Kühlkörper bei SSDs nicht. Im Alltagsbetrieb geht's auch locker ohne. Wenn das anders wäre, würden die Hersteller vermutlich auch mehr schon direkt verbauen. Tun sie aber nicht.
 
Das Asrock Board läuft bei mir und einigen bekannten ohne Probleme. Habe das von 3 Stück im näheren Umgeld im Einsatz und bisher keine Klagen gehört. Die Boot-Zeiten sind auch gut.

Kritisch sind die Kühlkörper sicher nicht, da @iYassin aber auch Video/Fotobearbeitung betreibt und bermutlich größere Dateimenge verschiebt, würde ich die 5-10€ für einen Kühler investieren. SSDs drosseln bei längeren Schreib-Sessions gerne mal.
 
Und vielen Dank dir für die Empfehlungen, die Komponenten werde ich mir direkt mal anschauen bezüglich Preis. Zur CPU - der 7500F hat wohl wie die Intel-F-Modelle keine iGPU, aber würdest du bei den Ryzen-Chips zu den X-Varianten raten oder eher zur normalen Version ohne X?
Die iGPU ist falls du dich für AMD entscheidest nicht wirklich relevant (außer du möchtest >4 Monitore anschließen), nur falls du Intel nimmst solltest du wg. Quicksync auf jeden Fall die iGPU mitnehmen.

Gute Frage! Ich nutze die Codecs definitiv (meine Kamera nimmt Full HD in H.264 auf, 4K dagegen Motion JPEG, und meist exportiere ich auch H.264) und werde ich auch in Zukunft, eine R5/R6 Mark II filmt dann auch 4K in H.264/H.265. Und nachdem ich immer Intel-CPUs genutzt habe, habe ich wohl auch immer Quicksync verwendet. Wie groß ist denn der Unterschied tatsächlich? Ich denke mal, 4K-Playback dürfte ein Ryzen 7700/7900 auch so flüssig hinkriegen, oder? Und Effekte in der Timeline werden dann ja ohnehin auf der Nvidia-GPU gerendert?

Ich habe mich in die Intel 13th/14th Gen-Problematik jetzt nur kurz eingelesen (war da irgendwie auf dem veralteten Stand, dass Sie es nun im Griff hätten) und würde das wohl schon gerne vermeiden wollen. Aber wenn der Unterschied mit Quicksync gravierend ist, dann führt natürlich kein Weg an ntel vorbei.

Ich kann da leider keine persönliche Erfahrung beisteuern weil ich keinen (ernsthaften) Videoschnitt mache, aber im Prinzip geht es darum dass Quicksync das Hardware encode/decode des Videomaterials übernehmen kann damit die Grafikkarte mehr freie Ressourcen hat um eben zeitgleich Effekte etc zu rendern. Wenn die Grafikkarte sich während des Videoschnitts bei dir eh langweilt dann ist es nicht so wichtig (abgesehen vom Stromverbrauch). Wenn du da mehr ins Detail gehen möchtest verweise ich auf Reviews von Pugetsystems, die ganz gute Tests bzgl. Produktivität machen (hier nochmal deren generelle Hardware-Empfehlungen).


Ein Upgrade würde ich schon gern mitnehmen, das X1E4 war mit Lightroom Classic teilweise schon deutlich an der Grenze, wobei da aber ganz eindeutig auch die GPU limitiert hat. Ich denke aber, dass mir z.B. der Ryzen 5 7600X oder Ryzen 7700 reichen sollte (wobei ich dann subjektiv zumindest schon zum 8-Kerner, also Ryzen 7, tendieren würde). Vielen Dank für deine Mühe, das alles rauszusuchen! Wenn es AMD wird: Mainboard würde ich hier von den Optionen wohl das Asrock nehmen. Bei der CPU würde ich wie gesagt sparen und zu einem Ryzen 7 7700 greifen, da spare ich nochmal über 120€.

Den 7900 habe ich vor allem deswegen empfohlen weil er dir aktuell die meiste Leistung fürs Geld bietet bzw. pro Kern günstiger ist als die kleineren CPUs. Je nachdem was dein Plan für die zukünftige Erweiterung des PCs ist kann man zB auch etwas beim Netzteil etc. sparen und versuchen die CPU noch unter zu bekommen. Ab und zu gehen die CPUs auch für deutlich unter Neupreis auf Ebay bzw. Kleinanzeigen weg.

Netzteil, Lüfter und Kühler übernehme ich einfach direkt. Beim Gehäsue gefällt mir das Lian Li A3, das @Fabian2602 auch empfohlen hat, deutlich besser - bietet das Intertech so viel mehr Platz? Oder ist das dann eher Geschmackssache?
Ist Geschmackssache. Das Intertech ist etwas kompakter und quasi das kleinstmögliche Gehäuse, welches noch ein mATX-Board sowie ein (kompaktes) ATX Netzteil ohne große Bastelei oder Kompromisse unterbringen kann, aber am Ende ist das auch nur ein kleiner Unterschied. Letztendlich muss das Gehäuse dir gefallen, klick dich sonst einfach mal bei Geizhals o.ä. durch die Filter und schau durch und nimm ein Gehäuse was dir gut gefällt (vom Aussehen und den Maßen) und was in Tests keine Vollkatastrophe war.

Bzgl. Netzteil: hier hast du durchaus noch Einsparpotential wenn du dich jetzt schon festlegen magst was in Zukunft deine Aufrüstwünsche bzgl. der GPU sind bzw. im Zweifel wenn du dir eine ganz große Grafikkarte (Richtung 4080/ 4090) kaufst dann auch das Netzteil nochmal wechselst. Ein BeQuiet Pure Power 11 600W z.B. ist halt etwas älter, hat keinen 12pin-Anschluss und verzichtet auf Kabelmanagement aber spart nochmal fast 40€.
Puh. Mit AsRock-Boards hatte und habe ich immer nur Ärger. Ich würde eher zu Asus, ggf. noch Gigabyte, greifen. Ein dadurch entstehender kleiner Aufpreis wäre es mir allemal wert. Auf die schnelle hätte ich z.B. dieses hier gefunden: https://geizhals.de/asus-prime-b650m-a-ii-csm-90mb1eh0-m0eayc-a3019838.html Habe jetzt aber nicht genauer recherchiert.


Dann das hier, wenn ATX (statt µATX) ok ist und man die Option haben möchte, Thunderbolt nachzurüsten: https://geizhals.de/asus-prime-b650-plus-a2825939.html Thunderbolt ist aber auch da nicht onboard, sondern erfordert eine Erweiterungskarte: https://preisvergleich.heise.de/asus-thunderboltex-4-90mc09p0-m0eay0-a2500488.html

Solche Pauschalaussagen sind halt immer schwierig, bei Mainboards ändert sich von Generation zu Generation viel. Gerade das Asrock Pro RS (ATX und mATX) und HDV (fällt hier raus weil 2 Ram-Slots) gelten als die besten AM5-Budget-Boards dank solider VRMs, Livemixer und Lightning (ATX) gehören zu den besten Boards bzgl. Ram-OC und generell hat Asrock auf AM5 die schnellsten Bootzeiten, währenddessen hat sich Asus in jüngster Vergangenheit bei Mainboards (und auch generell bzgl. Support im Schadensfall) mit wenig Ruhm bekleckert weil deren aggressives automatisches Overclocking sowohl einige AMD X3D-CPUs als auch Intel-K-CPUs (wobei da die meisten Hersteller inkl. Asrock echt Scheiße gebaut haben) auf dem Gewissen hat. Was bei den Asrock-Boards nervig ist sind die teils versteckten, doppelten oder komisch benannten Bios-Optionen, für jemanden der kein Ram-OC betreiben möchte ist das aber egal.

Bei den von dir empfohlenen Boards ballert Asus auch ordentlich VCore auf die CPU und grillt zeitgleich seine Spannungswandler:

1730281865484.png

Im Vergleich dazu sieht die Situation beim Asrock B650m Pro RS so aus (anderes Video, direkt mit Cinebench-Score):

1730282150696.png

Aus persönlicher Anekdote: mein 2011 gekauftes ASrock P67 Extreme 4 hat jahrelang einen i5-2500k auf 4,9GHz geprügelt, zeitweise 2x8GB @2133 MT/s 9-11-10-32 betrieben und läuft immer noch, seit ein paar Monaten bin ich auf einem B650m HDV unterwegs und übertakte fleißig meinen Ram, nervig ist bei beiden Boards lediglich das Bios-Layout.
 
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