Hardware-Schaden durch prellende Steckdosenleiste?

SebM

New member
Themenstarter
Registriert
13 März 2008
Beiträge
66
Hallo zusammen,
habe mein brandneues ThinkPad X230 inkl. DockingStation und TFT an einer Billig-Steckdosenleiste mit Leuchtschalter (jaja, ich weiß...) betrieben.
Eines Morgens hat der Schalter beim erneuten Einschalten, nach dem Umlegen des Schalters, heftig angefangen über mehrere Sekunden zu prellen, heißt es hat deutlich geknistert und der TFT blieb aus.
Das ThinkPad ist während des Knisterns und Brutzelns im Akkubetrieb weiter gelaufen, mindestens 1 Minute.

Seit dem Ereignis habe ich ein wenig den Eindruck, dass sich der Akku im Netzbetrieb (!) deutlich schneller entlädt. :-/
Sonst gibt es keine Auffälligkeiten.

Denkt ihr, es könnte einen Zusammenhang geben?

Viele Grüße
Sebastian
 
Zuletzt bearbeitet:
Erstmal: Jeder Schalter prellt. Einige tun das länger, andere kürzer, aber jeder tut es. Der "halbe" Kontakt, wie du ihn da offensichtlich für eine Weile hattest, ist aber natürlich deutlich länger und sorgt für deutlich größere Spannungsschwankungen. Dem Akku ist das ziemlich egal. Leiden tun da nur die Kondensatoren im Netzteil, die sich laufend kurz laden und wieder entladen. Außerdem haben die Regelkreise dann viel zu tun, um aus der schwankenden Eingangsspannung eine gleichbleibende stabile Ausgangsspannung zu machen.

Wie schnell entlädt sich denn dein Akku jetzt? Es geht ja immerhin um Netzbetrieb. Eigentlich sollte er sich ja gar nicht entladen, fängt aber Lastspitzen ab, so dass ein bisschen Strom auch aus dem Akku kommt, trotz Netzbetrieb.

Es kann natürlich sein, dass die Kondensatoren im Netzteil das nicht mitgemacht haben. Dann kann das Netzteil jetzt noch weniger/schlechter Lastspitzen abfangen, so dass der Akku das noch öfter abfangen muss. Dann dürfte der Akkuverbrauch im Netzbetrieb gestiegen sein, aber müsste immer noch relativ klein sein.
 
Wenns da im Schalter gebruzelt hat (Lichtbogenbildung) ist das wie schnelles an- und ausschalten.
Das Netzteil könnte eventuell nen Schaden bekommen haben (ELKO, Transistor).
Schaltnetzteile können bei Lastwechsel empfindlich reagieren.
Mess mal mit dem Multimeter nach, ob es noch seine 19-20 Volt bringt.
Dem Akku kann bei der Geschichte nix passiert sein.

Edit: Im Prinzip die gleiche Meinung wie cuco nur die Kurzform davon.


Probier mal ein anderes Netzteil aus!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey, vielen Dank für die Rückmeldung!

Die "Entladerate" liegt momentan so bei ca. 1% pro Tag, ich hatte eigentlich den Eindruck, dass es vor dem kleinen Unfall deutlich weniger gewesen ist (vllt. 1% pro Woche oder so).
Kannst du ausschließen, dass etwas am Notebook selbst oder am Akku kaputt ist?
So ein Netzteil kostet ja im Vergleich nicht die Welt...

Ich kann morgen mal Versuchen, das Notebook im Netzbetrieb OHNE Akku zu betreiben, um das Netzteil weiter zu untersuchen.
Was ich allerdings ein bisschen suspekte finde, ist die Tatsache, dass der AKKU Lastspitzen abfängt. Dann könnte man das TP ja im reinen Netzbetrieb ohne Akku gar nicht vernünftig betreiben?

Viele Grüße
Sebastian
 
Nachmessen kann ich erst am Samstag, habe in meiner Wohnung gerade kein Multimeter zur Hand.
Aber wenn es im schlimmsten Fall das Netzteil ist, dann wäre ich schon sehr beruhigt!
 
Betreiben schon, aber je nach Modell wird dann der Prozessor nicht takten denn: Die Ladeelektronik weiß bescheid :cool:

Ne, Notebook und Akku werden da nix abgekriegt haben, aber bei so nem Schaltnetzteil kann das schon passieren;
eine Minute ist aber auch schon eine sehr lange Zeit für nen prellenden Schalter; ich könnte da nicht in Ruhe zuschauen :confused:
 
Die "Entladerate" liegt momentan so bei ca. 1% pro Tag, ich hatte eigentlich den Eindruck, dass es vor dem kleinen Unfall deutlich weniger gewesen ist (vllt. 1% pro Woche oder so).
Das klingt tatsächlich nach etwas hoher Entladung... Aber nicht nach extrem viel. Wenn es also was geröstet hat, dann wohl wirklich nur Kondensatoren im Netzteil, die kleine Lastspitzen abfangen oder den Regelkreis, der nun nicht mehr schnell genug nachregelt bei Lastspitzen.

Kannst du ausschließen, dass etwas am Notebook selbst oder am Akku kaputt ist?
Ausschließen wird wohl schwer, aber meiner Meinung nach ist die Wahrscheinlichkeit SEHR gering, dass es irgendwas im Notebook oder am Akku ist. Ausschließen kann man natürlich nie etwas und bei Ferndiagnosen liegt die Fehlerquote gleich um einiges höher, da man nie alle Details kennt ;)

So ein Netzteil kostet ja im Vergleich nicht die Welt...
Richtig. Zur Not einfach mal eins kaufen (gibt es die originalen Lenovo 65W-Netzteile dafür nicht manchmal schon für 15-20€?). Netzteile kann man nie genug haben. ;) Ich hab inzwischen drei Stück und noch ein oder zwei oder drei mehr würden auch nicht schaden :D Dann müsste ich nie mehr eins mitschleppen, sondern habe immer vor Ort schon eines.

Ich kann morgen mal Versuchen, das Notebook im Netzbetrieb OHNE Akku zu betreiben, um das Netzteil weiter zu untersuchen.
Was ich allerdings ein bisschen suspekte finde, ist die Tatsache, dass der AKKU Lastspitzen abfängt. Dann könnte man das TP ja im reinen Netzbetrieb ohne Akku gar nicht vernünftig betreiben?
Der Versuch ohne Akku wird vermutlich nicht viel bringen. Denn dann kommen wir zum zweiten Punkt: Richtig, das TP lässt sich im reinen Netzbetrieb ohne Akku gar nicht vernünftig betreiben. Das ist aber kein Sonderfall bei Lenovo, sondern bei anderen Herstellern des öfteren ebenso. Apple hat das gleiche Problem. Das Ding ist, dass die neueren Prozessorgenerationen durch ihre schnellen Wechsel des CPU-Takts und dem schnellen Aktivieren und Deaktivieren von Teilen der CPU sehr viel größere Schwankungen im Stromverbrauch haben als alte CPUs. Das muss man ausgleichen. Zum Beispiel durch Netzteile, die auch diese kurzzeitigen extremen Spitzen abfangen, in dem sie viel viel mehr Leistung brauchen. Aber willst du wirklich für dein X230 noch ein 170W Netzteil mitschleppen, was nicht viel weniger wiegt, als dein Laptop? Ich denke nicht, dann nimmst du lieber ein kleineres Netzteil und hast halt mal 1% Akkuverbrauch trotz Netzteil. Aus diesem Grund gibt es aber auch eine Art "Schutzschaltung", die einsetzt, wenn du den Akku rausnimmst. Damit keine Lastspitzen mehr auftreten können, die der dann ja nicht mehr vorhandene Akku eben auch nicht mehr abfangen könnte, wird die CPU gedrosselt und auf einem geringen Takt festgehalten. Kaum noch Taktsprünge, daher kaum noch Lastspitzen und daher auch keine Instabilitäten durch den nun fehlenden Puffer. Aus dem Grund wird dein Test ohne Akku wenig bringen. Du kannst es probieren, aber vermutlich ist dann einfach nur deine CPU lahm und sonst läuft es wie vorher - bis du den Akku wieder einsetzt und der "Schutz" sich deaktiviert, also die CPU wieder hochtaktet unter Last.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich lese sowas zum ersten Mal und stelle mir 2 Fragen:
1)
wie verhält sich so ein Laptop, wenn der Akku tot ist? Also nicht nur geringe Kapazität sonder wirklich tot?

2)
Ab welcher Cpu Generation ist das so?
 
Ich lese sowas zum ersten Mal und stelle mir 2 Fragen:
1)
wie verhält sich so ein Laptop, wenn der Akku tot ist? Also nicht nur geringe Kapazität sonder wirklich tot?

2)
Ab welcher Cpu Generation ist das so?

1) Geht aus sobald du das Netzteil aussteckst.
2) Ich habe auch schon von Leuten gehört, bei deren Prozessoren das schon im T60 der Fall war (Takt geht im Akkumodus nicht über 1,5GHz). Bei meinen Notebooks konnte ich dieses Phänomen nicht beobachten.
 
ad 1)
Ich meinte, ob der "schutz" bei totem Akku auch da ist und die CPU langsam taktet.
 
Ich meinte, ob der "schutz" bei totem Akku auch da ist und die CPU langsam taktet.
Erkennt die Ladeelektronik einen defekten Akku, sollte diese den Akku komplett wegschalten und sich so verhalten als wäre keiner drinnen!
Bricht so ein Akku allerdings erst bei Last zusammen, und verhält sich ansonsten unauffällig, kann auch die beste Ladeelektronik nicht reagieren (deshalb werden für manche ältere Laptops auch häufig "halbtote" Akkus gesucht, um eine Drosselung zu verhindern ;) )
 
Erstmal Danke für die Antworten!
Das Thema ist durch Bachelor-Arbeits-Stress in den letzten Wochen etwas in Vergessenheit geraten.

Der Versuch ohne Akku wird vermutlich nicht viel bringen. Denn dann kommen wir zum zweiten Punkt: Richtig, das TP lässt sich im reinen Netzbetrieb ohne Akku gar nicht vernünftig betreiben. Das ist aber kein Sonderfall bei Lenovo, sondern bei anderen Herstellern des öfteren ebenso. Apple hat das gleiche Problem. Das Ding ist, dass die neueren Prozessorgenerationen durch ihre schnellen Wechsel des CPU-Takts und dem schnellen Aktivieren und Deaktivieren von Teilen der CPU sehr viel größere Schwankungen im Stromverbrauch haben als alte CPUs. Das muss man ausgleichen. Zum Beispiel durch Netzteile, die auch diese kurzzeitigen extremen Spitzen abfangen, in dem sie viel viel mehr Leistung brauchen. Aber willst du wirklich für dein X230 noch ein 170W Netzteil mitschleppen, was nicht viel weniger wiegt, als dein Laptop? Ich denke nicht, dann nimmst du lieber ein kleineres Netzteil und hast halt mal 1% Akkuverbrauch trotz Netzteil. Aus diesem Grund gibt es aber auch eine Art "Schutzschaltung", die einsetzt, wenn du den Akku rausnimmst. Damit keine Lastspitzen mehr auftreten können, die der dann ja nicht mehr vorhandene Akku eben auch nicht mehr abfangen könnte, wird die CPU gedrosselt und auf einem geringen Takt festgehalten. Kaum noch Taktsprünge, daher kaum noch Lastspitzen und daher auch keine Instabilitäten durch den nun fehlenden Puffer. Aus dem Grund wird dein Test ohne Akku wenig bringen. Du kannst es probieren, aber vermutlich ist dann einfach nur deine CPU lahm und sonst läuft es wie vorher - bis du den Akku wieder einsetzt und der "Schutz" sich deaktiviert, also die CPU wieder hochtaktet unter Last.

Das besagte Netzteil ist ein 90W-Netzteil, also nicht das ganz kleine (welches glaub ich 65W hat).
Ist es beim 90W-Netzteil ebenfalls üblich, dass Lastspitzen vom Akku abgefangen werden müssen?

Meine Messung mit dem Multimeter (recht preiswertes, nicht besonders präzises Gerät) hat eine Ausgangsspannung von 20,1 V ergeben.

Die Konfiguration des Geräts (X230 ohne nVidia-Grafik) steht in meiner Signatur.

Danke!
 
Nach meinen Erfahrungen machen das die TPs bis zur T/R500-Reihe nicht.

Also wird die akkuabhängige Taktung frühestens ab den ersten Core i-CPUs zum Tragen kommen.
 
X230 ohne nVidia-Grafik
Das dürfte so ziemlich der Grenzfall zwischen runtertakten/nicht beim 90W Netzteil ohne Akku sein ;)
Es kann gut möglich sein, dass die "Runtertaktung" erst beim 170W Netzteil oder garnicht außer Kraft gesetzt wird.
Die einfachste Lösung ist und bleibt wohl ein funktionsfähiger (gebraucht-)Akku :rolleyes:
 
  • ok1.de
  • IT Refresh - IT Teile & mehr
  • thinkstore24.de
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben