Günstiges Datenrettungsunternehmen?

Don Qui Schotte

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2 Jan. 2008
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Servus!

Habe folgendes Problem:

Habe gestern eine wahrscheinlich defekte WD Passport 120 GB externe Festplatte (WD1200BEVS, SATA 2,5") bekommen, in der Hoffnung, dass ich die Daten des Besitzers retten kann.

Habe sie erstmal im originalen Gehäuse gelassen und von dort aus versucht anzusteuern, aber Fehlanzeige. Sie bekommt Strom, dann hört man, wie sie auf Touren kommen will aber jedes mal abbricht. Sie klackert wie sonstwas - ziemlich periodisch. Glaube, da stimmt etwas mit der Mechanik des Motors oder des Lese/Schreib-Arms nicht. Auch nach Ausbau und Anschluss in meinem externen 2,5" Gehäuse tritt das gleiche Verhalten auf.

Insgesamt bleibt sie danach kurz im Idle, dann nach 10 Sekunden probiert sie's wieder. Windows kann sie nicht erkennen. Die Datenträgerverwaltung sieht sie als "uninitialisierter Datenträger". Acronis TI11 und TestDisk lassen mich erst garnicht darauf zugreifen.

Jetzt die Frage an euch:

Könnt ihr mir ein möglichst günstiges Datenrettungsunternehmen empfehlen? Forensuche hat leider nichts ergeben und bei google finde ich zwar diverse, aber würde mich hier lieber auf einen persönlichen Erfahrungsbericht verlassen. Die Daten sind wichtig - zwar nicht von geschäftlichem, aber sehr hohem persönlichen Wert. Und er weiß mittlerweile, dass ein BackUp nicht genug ist. :wacko:

Vielen Dank und liebe Grüße,
Daniel

(falls falsches Forum, ich hab kA wo ich das sonst reinstecken soll! Sorry! ;) )
 
Hallo,

jetzt fällt mir noch was ein, wenn die Platte nicht wegstartet aber es immer wieder versucht kann es sein daß sie zu wenig Strom bekommt, vor allem wenn sie nur über USB versorgt wird. Eventuell mal probieren mit diesen Kabeln mit 2 USB Stecker die sich von der 2. Buche zusätzlichen Strom "abzweigen". ;)
Oder so etwas in der Art probieren, so ein PC Netzteil sollte mehr als genug Leistung haben.
http://cgi.ebay.co.uk/2-5-HD-to-3-5...ters?hash=item3354bdb8ec&_trksid=p3286.c0.m14 :D

Edit: Ich lese gerade: SATA -> die kann man ohne jedem Adapter an einem Desktop PC Netzteil anschließen, da braucht man dann keine Adapterplatine.

Chris
 
[quote='puntohgt2008',index.php?page=Thread&postID=642559#post642559]Ansonsten mal schauen, ob ein Backup nicht zu weit in der Vergangenheit liegt.[/quote]
Mit Backups fängt man doch i.d.R. erst an, wenns zu spät ist. 8) :D
 
[quote='iYassin',index.php?page=Thread&postID=642630#post642630][quote='zigallah',index.php?page=Thread&postID=642623#post642623]also... äh... kann auch sein, dass der usb anschluss der disk einfach einen wackelkontakt hat. das kann sich ähnlich äussern.[/quote]

[quote='Don Qui Schotte',index.php?page=Thread&postID=642541#post642541]Auch nach Ausbau und Anschluss in meinem externen 2,5" Gehäuse tritt das gleiche Verhalten auf. [/quote]


:D[/quote]

:P

trotzdem... irgendwie könnte es schon daran liegen, dass der strom zum starten nicht ausreicht, oder der startsektor beschädigt ist.
falls man zudem ausschliessen kann, dass die disk runtergefallen ist oder merkwürde geräusche beim schreiben oder lesen von sich gab, bevor sie sich verabschiedete.
 
An den USB Geräten liegt es mit Sicherheit nicht. Ich habe jetzt drei Stück ausprobiert und meine anderen Platten gehen an jedem davon (sogar an diesem kleinen Adapter, der in der WD Passport drin war).

Wenn was mit der Stromversorgung nicht stimmt, dann wird's an der Controllereinheit besagter 120 gig Platte liegen.

Die Platte bleibt erstmal hier liegen, bis ich ne Ansage bekomme, was ich damit machen soll. Berichte euch dann, wie's weitergeht. :|

Vielen Dank dennoch! :)
 
Zwei Erfahrungen

Hallo ins Forum:



Zum Thema Ontrack und 4-stellig kann ich die Summe (leider) bestätigen. Ich hatte vor ca. 3 Jahren einen Defekt an der Elektronik einer größeren 2,5" in einem A22p. Auf der Platte waren meine kompletten Firmen- und Projektdaten. Die vorhandenen Backups auf dem Server wiesen Fehler auf und waren nicht mehr lesbar - der Grund ist mir bis heute unerklärlich. Na ja, ich MUSSTE somit meine Daten recovern lassen, da ich sonst für 4 Wochen hätte schließen können (und selbst dann hätten mir noch Daten gefehlt). Ontrack sitzt glücklicherweise auch im Großraum Stuttgart und so konnte ich meine Platte persönlich vorbeibringen.

Das Recovern erfolgte in 2 Phasen:

1a. Analyse der Platte und ein Protokoll der wiederherstellbaren Datei.

1b. Optional Durcharbeiten des Protokolls (eine Datei-Liste von ca. 150 Seiten) und Auswahl der wiederherzustellenden Dateien. Diesen Schritt habe ich mir erspart, da ich wohl einige Tage an der Auswahl gesessen hätte (u.a. Berücksichtigung, welche Abhängigkeiten zwischen den Daten bestehen).

2. Durchführung der Wiederherstellung. Die wiederhergestellten Daten wurden mir dann auf DVDs zur Verfügung gestellt.

Die Kosten - die Dame bei Ontrack meinte, daß ich beim Erhalt der Rechnung wohl einen kleinen Schock bekommen werde - waren damals knapp EUR 4.000,-. Da die Sache kurz vor einem geplanten Urlaub passierte, wurde der Urlaub gestrichen.



Fazit: Ontrack ist sehr gut, aber läßt sich die Qualität auch entsprechend honorieren. Wenn es sich aber um Daten handelt, die unternehmenskritisch sind, dann immer wieder Ontrack (trotz der Kosten). Für private Daten, selbst wenn es vielleicht unwiederbringliche Daten sind (z.B. Bildersammlungen vom Aufwachsen der Kinder), das muß man sehr genau abwägen.



Zum Thema "keine Experimente" konnte ich vor kurzem meinem Schwager helfen. Die Notebook-Platte wollte nicht mehr und machte ein klackendes Geräusch. D.h. die Platte fuhr an, aber es hörte sich so an, als ob der Schreib-Lese-Arm "hängt". Es waren ausschließlich private Daten auf der Platte, ärgerlich zwar (überwiegend Digitalphotos), aber ein Recovery von Ontrack oder günstigeren Anbietern (immerhin immer noch einige hundert Euro), war meinem Schwager zu teuer. Ich habe daraufhin die Platte genommen und mit verschiedenen Tools eine Wiederherstellung versucht (zuvor hatte ich mir das OK zu meinen Versuchen geholt, und daß ggf. die Daten restlos verloren sein können). Die Softwaretools brachten leider keinen Erfolg, da es sich beim Hängen um ein mechanisches Problem handelte. Wohlwissend, daß ich keinen Reinraum habe und Staubpartikel die Platte komplett schädigen können, habe ich dann trotzdem unter einer Plastiktüte die Schrauben der Platte (Torx-Schrauben) ein wenig gelockert. Und - voller Erfolg. Durch das Lockern der Schrauben kam der Arm wieder frei und die Daten konnten über einen externen Adapter komplett auf eine zweite Platte übertragen werden. Sicher habe ich bei meiner Aktion Glück gehabt, zudem mußte ich auch die Platte nicht komplett öffnen.



Fazit: Wenn man sich im Klaren darüber ist, daß man ggf. eine Platte durch Partikel ruinieren kann und einen Komplettverlust der Daten riskieren will, dann kann - bei Berücksichtigung von bestimmten Punkten (das Öffnen sollte in einer entsprechenden Umgebung erfolgen) - eine Selbsthilfe erfolgreich sein. Ansonsten (wenn das Risiko nicht in Kauf genommen wird) - Finger weg und die Platte an einen professionellen Datenretter.



Grüße, Ingolf.
 
Danke Ingolf für diesen ausführlichen Bericht. Naja, bei einem geschäftlichen Wert der Daten kann ich das ganze schon gut verstehen und denke, dass du richtig gehandelt hast.

Für mich hat sich jetzt folgendes ergeben. Habe bei KrollOnTrack angerufen und folgende Informationen gesammelt:

Kroll OnTrack:
- 90,- Diagnose (diese fallen immer an)
- 550,- FixPreis für PrivatAnwender
- man sollte eine externe Festplatte mitschicken, ansonsten gibt's ne 250 GB Festplatte bei denen für 69,- Euro
- ich solle mich nochmals telefonisch melden, dann bekäme ich den Diagnoseauftrag zugeschickt etc.
- Dauer: ca. 1 Woche

Finde, dass 550 Euro sehr sehr gut sind. Denn dann hat man die Sicherheit vom renommierten KrollOnTrack und brauch sich auf keine Ich-AG ohne Reinraum verlassen. Werde das mal mit meinem Kumpel bequatschen und dann sehen wir weiter.

Vielen Dank euch allen nochmal ... :)
 
[quote='Don Qui Schotte',index.php?page=Thread&postID=643029#post643029]Werde das mal mit meinem Kumpel bequatschen und dann sehen wir weiter.[/quote]Und dann bitte auch berichten,

Hanno
 
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