Möchte mich hier auch nochmal zu Wort melden.
Mitterweile habe ich das T420 und das T430 auch nochmal einem kleinen Stresstest unterzogen.
Da haben mich die Ergebnisse etwas überrascht
Hier das T420 mit einem i7-2860QM
Das T420 läuft seit dem 04.02.2020 mit LM und ich muss sagen, dass mich gerade nach dem T530, die Ergebnisse, bzw. den Temperaturen hier überraschat haben.
Hier habe ich nicht das Bedürfnis, von LM zu wechseln.
Das T420 werde ich auf jeden Fall (erstmal) weiter so betreiben und beobachten, wo da die Reise hingeht.
Ich habe mir auch mal das LM angeschaut, was auch noch immer einen guten flüssigen Eindruck gemacht hat.
Da bin ich mal gespannt, ob, und was sich hier noch tut!
Und hier einmal das T430

Trotz geringerer TDP hat das T430 eher Probleme mit dem Quad
Was aber auch daran liegen kann (wahrscheinlich auch wird) dass der Die des i7-3720QM wesenlich kleiner ist, als der des i7-2860QM. Halt auch genau die Generation, wo Intel von 32nm auf 22nm gewechselt hat.
Aber auch hier sehe ich momentan keinen Anlass vom LM zu wechseln.
Diese Temperaturen werden ohne LM wahrscheinlich nur schwer erreichbar sein.
Was ich sonst noch gerne zur Diskussion beitragen möchte, ich finde es interessant, wie leidenschaftlich hier Positionen vertreten werden, wo ich gerne mehr Fakten diese Aussagen hätte, statt einfach nur durch hören sagen, oder Meinung!
Immer wieder begegnet man hier im Forum, dass wenn sich hier ein User mit einem zu heißes Notebook meldet, dass einige schreiben, dass ein wechselt der WLP nichts bringen würde, aber wenn dieser User schließlich doch die WLP gewechselt hat, die CPU schnell 15°C kälter unterwegs ist.
Ich einigen Punkten kann ich mich cucos Beitrag anschließen, vor allem, dass die AS5 eine gute Paste ist, erst recht, mit einer sehr guten Langzeitstabilität.
Doch trotzdem hat sich gerade in den letzten 10 Jahren bei den CPUs viel getan, was das Powermanagement angeht.
Wo ein i5-2520M noch entspannt mit 35W TDP und etwa 43W 28 sek. Turboboost unterwegs war, ist Intel in den letzten Jahren teilweise komplett eskaliert was das angeht, von jenseits der 50W und aufwärts (wenn auch nur kurzfristig).
Dazu noch immer dünnere Notebooks, was das Kühlsystem weiter herausgefordert hat.
Was die Diskussion WLP vs PTM angeht, da geht es für mich bei weitem nicht nur um die effektive Kühleistung.
Es geht auch um die Langzeitstabilität, bzw. um die Zyklenzahl, die ein TIM leisten kann.
Gerade die Seite
Igorslab leistet in diesem Bereich sehr gut Arbeit und liefert sehr interessante und tief gehende Artikel in diesem Bereich.
Da sich eine WLP beim erwärmen an Volumen zunimmt, kommt es über die Zeit zum Pump out, und schlechte Pasten können damit nicht umgehen, währen gute Pasten damit sehr gut umgehen können.
Zum Pump out
hier ein Artikel dazu.
Auf der
letzten Seite des Artikels sind dazu noch interessante Grafiken.
Dass wenn einzelne Pasten zwischen 30°C und 100°C eine über 100%ige Zunahme am Volumen haben, ich denke, dass das klar ist, dass das nicht ohne Folgen bleibt, für die Langzeitstabilität dieser WLP.
Gerade in diesem Punkt spielt PTM seine Stärke aus, das PTM wesentlich geringer zum Pump out neigt.
Ebenfalls sehr interessant dazu, ist der Artikel über die Vorstellung des
TTV10, wo es eben genau darum geht, herauszufinden, wie viele Zyklen eine Paste übersteht.
Auf der
vorletzten Seite schreibt er sinngemäß. dass eine WLP schon min 2500 Zyklen errreichen sollte.
Wie er selbst aber schreibt, gibt es Pasten, die teils nur einige Hundert Zyklen schaffen, bevor die ausreißen.
Zum Honeywell PTM 7950 schreibt er, dass das etwa 30.000 bis 40.000 schafft, was mal eben locker das 12-fache ist, was er als Mindestziel einer WLP ansetzt. Darin liegt für mich ein großer Vorteil des PTM.
Wenn ich damit wirklich nur ca. alle 5 Jahre, oder noch später, das PTM welchen muss, um damit Temperatur mäßig überhaupt nicht zu eskalieren, ist das für mich ein Gewinn!
Bei der Leistung heutiger CPUs, ist die Leistung nicht immer der wichtigste Faktor, zumindest je nach Anforderung.
Ein weiterer Punkt.
heutige CPUs drosseln sehr gut und schnell herunter, wenn Ihnen zu warum wird.
Ich glaube die meisten Nutzer bekommen davon nichts mit, wenn die CPU ihre Leistung um 20-30% reduzieren.
Um wahrzunehmen, wenn eine WLP degradiert, da bin ich Meinung, dass man schon die Lüfterdrehzahl, Temperatur und den Takt im Auge behalten muss.
Um auch dafür mal Beispiele zu liefern.
L14 Gen2, hier Artic MX4, die bei der Aufnahme des Fotos 4,5 Monate im Betrieb war.
Man kann hier den Pump out Effekt schon gut erkennen.
Das L14 ist nicht übermäßig heiß geworden, hat aber messbar an Kühlleistung verloren.
Genau das zeigt Foto.
Die WLP ist noch flüssig, aber es gibt bereits immer größer werdende Bereiche des Dies, wo nicht mehr genügend WLP vorhanden ist, die die Kühlung negativ beeinflusst.
Gleiches Notebook, 6 Monate später:

Diesmal ist es nicht die Arctic MX4, sondern jetzt ist es die Noctua NT-H2 nah 6 Monten.
Auch hier wieder, der Pump out Effekt ist gut zu erkennen, und es gibt bereits Bereiche auf der CPU, die von der WLP gar nicht mehr bedeckt sind.
Auch war der Effekt messbar, wirklich spürbar bei der Nutzung, nicht wirklich!
Seit 5 Monaten läuft das L14 Gen2 jetzt auf PTM, bis jetzt alles super.
Aber vielleicht sollte ich mal aus Spaß an der Freud, trotzdem die Lage des PTM begutachten

.
Aber wenn ich mir die Temperaturen und die Leistung des L14 momentan zur Gemüte führe, sehe ich dafür kein Bedarf, weil sich das Ganze noch absolut im Rahmen bewegt!
85°C, bei 28W Dauerhaften Last und 3,1GHz
Damit bewegt sich das L14 Gen2 mit 5 Monate altem PTM genau dort, wo sich es auch einer frisch aufgetragenen WLP bewegt.
Mir reicht das zu wissen, dass das PTM noch immer, so wie gewünscht, seine Arbeit verrichtet.
In diesem Sinne