Hat die Wärmeleitpaste bald ausgedient? Wärmeleitpads statt Wärmeleitpaste - und Liquid Metal

Csf

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Hier der Anstoß zu einer Diskussion.

AMD verwendet bereits wärmeleitpads statt Wärmeleitpaste

Hier nachzulesen im Artikel

Bzw hier ein Auszug:

Nicht ohne Grund setzen auch einige Grafikkartenhersteller mittlerweile auf Wärmeleitpads auf den Grafikprozessoren. Besonders die AMD RX 9070 und RX 9070 XT gibt es von einigen Herstellern ab Werk ohne Wärmeleitpaste mit einem derartigen Wärmeleitpad. Aber auch bei CPUs schwenkt AMD anscheinend um, denn eine brandneue CPU liefert der Hersteller aktuell mit einem mitgelieferten Wärmeleitpad aus!

https://share.google/V5rKCrCPdiG8HTC1T
 
Also, man muss sich ja nicht mit LM rumschlagen, wenn man nicht möchte.

Aber so zu tun, als wären alle herkömmlichen Pasten gleichwertig (und im Grunde nicht besser als Ketchup) ist dann doch sehr vereinfachend. Das wird der deutlich sichtbaren Entwicklung der im Handel erhältlichen WLPs nicht gerecht.

Man muss auch kein eigenes Labor mit Messreihen aufbauen, da gibt es einschlägige Adressen wie Igor:

... Und man muss auch nicht die neueste Thermal Grizzly "Pro" kaufen, wenn eine Arctic MX-7 ebenfalls super abschneidet und scheinbar doppelt so gut Wärme weiterleitet wie die Kryonaut, die noch vor wenigen Jahren als guter Standard galt.
 
Auch beachten, bei kleinem Fertigungsprozess mit neueren Prozessoren springt die Temperatur auch schnell hoch und runter, weil die Wärmeableitung der CPU selber zu träge ist um das komplett zu kompensieren.
 
Der Punkt mit dem Lüfter, ist mir auch in de Kopf gekommen, der neue Lüfter, den ich im T530 verbaut habe, ist ein Delta Lüfter, vorher war ein anderer, die hat eine andere Kurve mit Drehzahl, etc.
Ist mir leider zu spät aufgefallen, aber das macht zu 100% einen Unterschied.
Der Delta-Lüfter hat sein Maximum wohl bei 4800 U/min, während der andere Lüfter bis 6200 U/min gedreht hat.

Ich bin absolut bei Dir, FM ist echt super, da kann normale WLP und auch ein PTM nicht mithalten.
Aber wenn sich jetzt wirklich auch bei den anderen Notebooks von mir zeigt, dass die Leistung über die Jahre unter die Leistung von guter WLP sinkt, ist die Langzeitstabilität leider nicht vorhanden und da dann gleich die ganze Kühlereinheit getauscht werden muss....

Die WLP ist da also der am wenigsten entscheidene Faktor.

Man könnnte auch jedes Jahr mit NoName WLP das erneuern und würde wieder ca. 5 Grad oder so finden.
Das Thema Alterung wird jetzt nicht um Faktor 3 oder 5 besser, wenn man dafür teure Marken-WLP benutzt.

Wer also lange Freude haben möchte, muss dafür um so öfter erneuern.
Mit was, ist da schon fast egal. (Siehe Internet mit Vergleich Ketchup, WLP usw)
Aber so zu tun, als wären alle herkömmlichen Pasten gleichwertig (und im Grunde nicht besser als Ketchup) ist dann doch sehr vereinfachend. Das wird der deutlich sichtbaren Entwicklung der im Handel erhältlichen WLPs nicht gerecht.

... Und man muss auch nicht die neueste Thermal Grizzly "Pro" kaufen, wenn eine Arctic MX-7 ebenfalls super abschneidet und scheinbar doppelt so gut Wärme weiterleitet wie die Kryonaut, die noch vor wenigen Jahren als guter Standard galt.
Mit Ketchup würde ich es auch nicht probieren wollen.
Aber bei Preisen von

NoName 0,15€ pro Gramm (es wird bestimmt noch günstigere Angebote geben)
MX-7 0,86€ pro Gramm
TG 2,66€ bzw. 8,02€ pro Gramm

fählt mir die Entscheidung sehr leicht.

Es geht nicht um Dauerlast, es geht um thermische Verlustleistung bei Lastspitzen und/oder Dauerlast.

Wenn du eine Lastspitze hast z.B. beim Starten eines größeren Programmes (GIMP, Office, Spiele) oder Installation, dann entsteht Last. Gerne auch mal 100% CPU Last für einige Sekunden oder Minuten.

In dem Moment entsteht sehr viel Hitze am Prozessor, diese Hitze muss - über Kontaktfläche bzw. die Wärmeleitpaste - abgeführt werden zum Kühler.

Der Kühler an sich hat eine thermische Masse, d.h. je massiver er ist, desto mehr Hitze kann er speichern, die schlussendlich über die Kühlfinnen und den Lüfter abgegeben werden.

Bei kurzer Last // Lastspitzen hast du - zum Beispiel - gerade mal 10% der Kühlmasse des Kühlers erhitzt, nebenher läuft der Lüfter und führt schon Wärme ab. Dabei ist der Kühler noch nicht im Ansatz komplett durcherhitzt und ggfls. so heiss wie die CPU.

Wichtig ist allerdings, dass die Hitze von der Wärmequelle (also dem Prozessor) sauber abgeführt wird bis zum Kühler, tut sie das nicht, springt die Temperatur schnell hoch, obwohl der Kühler noch kalt ist.

Bei Dauerlast wiederum hast du dauerhaft eine Hitzequelle, mit der Zeit wird auch der thermisch trägste Kühlkörper immer wärmer, ist dann entsprechend irgendwann auch heiss, nahezu genau so heiss wie die CPU bei optimaler Kühlleistung.

Nimmst du dann die Last von der CPU, z.B. wenn dein Benchmark, Rendering oder die 328964658 Windows Updates durch sind, fällt die Hitze nicht einfach ab von der CPU, da der Kühler noch heiss ist und die Hitze noch abtransportiert werden muss.
Die Lastspitze ist nur von kurzer Dauer und die CPU geht ins throtteling.
Benchmarks, Renderings und 1 Milion Windows-Updates laufen bei mir auch nicht darauf gleichzeitig.
Also ist das nur für Freaks wirklich interessant.
 
Zuletzt bearbeitet:
Je nach Größe der CPU bzw. Heatspreader von ca. 1 bis 2 Gramm.
Ich kann also 5 mal mit NoName erneuern im Vergleich zu MX7 oder 17 mal im Vergleich zu TG.
Wie schon erwähnt, erneuer ich lieber öfter und habe dafür "frische/gute" WLP als das ich jedes Jahr "teure" WLP kaufe oder noch teuerere LM und diese noch mehr Arbeit bedeuten.
 
Die Lastspitze ist nur von kurzer Dauer und die CPU geht ins trotteling.
Benchmarks, Renderings und 1 Milion Windows-Updates laufen bei mir auch nicht drauf.
Also ist das nur für Freaks wirklich interessant.
Jap, die Freaks, die ein reaktionsschnelles Betriebssystem haben wollen.
Die Freaks, die bei der Updateinstallation noch was arbeiten wollen an dem Gerät, was vielleicht vor 20-25 Jahren nicht möglich war mit den damaligen Geräten.
Die Freaks, die vielleicht mal Videotelefonie machen.

Immerhin hast du dich damit ziemlich selbst disqualifiziert, mal wieder.

Ich verstehe deinen Ansatz, unnötige Kosten zu sparen total und kann ich nachvollziehen, würde ich auch machen.
(Ich habe einen 160x80mm PTM7950 Flatschen von AliExpress für wenige Euros hier, womit ich zufrieden bin, das reicht ewig).

Sämtliche technisch absolut falsche und z.T. auf das Argument völlig unpassende Begründungen und Annahmen gehören leider nicht dazu.
 
Jap, die Freaks, die ein reaktionsschnelles Betriebssystem haben wollen.
Die Freaks, die bei der Updateinstallation noch was arbeiten wollen an dem Gerät, was vielleicht vor 20-25 Jahren nicht möglich war mit den damaligen Geräten.
Die Freaks, die vielleicht mal Videotelefonie machen.
Jetzt übertreib mal nicht.
Es gibt Zeugen, die bestätigen können, daß all das auch ohne LM oder PTM möglich ist.

Aber klar, wenn man unter Dauerlast die letzten MHz rausquälen will, dann mag man mit LM/PTM besser fahren.

Je nach Alltag jedoch mag das aber unwichtig sein.
Mein X280 zeigt gerade 36° an, ohne Lüfter und ohne fancy Schmiermittel. Ist halt keine Last drauf.
Mit Dienst-Lappi mache ich stundenlange VKs. Da ist auch stinknormale WLP drin. Ist der jemals stehengeblieben? Nein.

Spread wird das ähnlich sehen.

Damit wir uns nicht mißverstehen: Deine Theorie kann ich nachvollziehen. Sie ist nur nicht für jedermanns Alltag relevant.
Oder was übersehe ich da?
 
Mir geht es nicht um Dauerlast und die letzten 20% Leistung (für 80% Aufwand).

Oft reicht aber schon ein One Core Boost, wie er beim alltäglichen Arbeiten häufiger vorkommt, dass die CPU kurzzeitig throttlet, das wirkt sich auf die Reaktion des Gesamtsystems aus, weil eben oft die gesamte CPU dann drosselt, auch die Kerne, die nicht überhitzen.

Spread hat ja selbst geschrieben, dass dabei die CPU ins throttling geht, wenn sie es nicht muss, wenn gescheite WLP, PTM, FM, whatever aufgetragen ist, dann wirkt sich das positiv im Alltag aus.
Hatte das halt bei einigen Geräten, dass eben diese One Core Boosts mindestens zu einem komischen Lüfterverhalten (wie gerade beim T14s) führen oder zu kompletten thermal Throttlings und kurzen Rucklern und eine Verbesserung der Kühlung hat dem oft gut Abhilfe geschaffen.
Natürlich mal mehr, mal weniger. Richtig bescheiden waren da die X1 Yoga Gen 8 (mit einer wahnsinnigen Serienstreuung und Verschleiß nach weniger als einem Jahr Laufzeit).

Von Szenarien wie Videorendering, Benchmarking und maximale Leistung über alle Kerne rede ich hier nicht.
 
Ich glaube zwischen mir und Herr Moehre liegen ein paar Missverstänisse vor.

Bitte das Wort "Freak" nicht falsch verstehen. (ich will damit niemanden persönlich angreifen)
Am besten ersetzt es die Wörter PowerUser oder Nerd.

Ich selbst hantiere halt auch aus Hobbygründen mit 20 Jahre alten Geräten umher.
Dort noch das letzte MHz rauszukitzeln hat zwar seinen Reitz, geht aber halt oft auf die Lebenszeit der Geräte.
Für den Täglichen Bedarf sind diese aber mehr als ungeeignet.
Daher kommt es mir da nicht auf das letzte Prozent Leistung an.

Wie o.g sind die T*20 und T*30 Generation halt keine Overclockingmaschienen.
Die Kühler und Lüfter haben halt auch noch ordentlich Optimierungspotential.
Wer daran Spaß hat, soll sich mit seinen WLP/WP/LM darann austoben.
Beseitigt ein 2x-Coolingpipe-Upgrade die i7-Hitze-Throttling Probleme des T480?

Die T14s Gen1 und T15g Gen 2 richten sich an eine ganz andere Kundschaft.
Wer viel rendert, VKs, CAD, Games und andere Performencehungrige Anwendungen hat, hat halt ganz andere Ansprüche als ein 0815 Büromensch.

Wenn bei der Excellliste es mal 10sec länger dauert, weil die CPU throttelt ist das kein Beinbruch.
Windowsupdates können auch im hintergrund laufen oder man legt diese auf den Feierabend oder stößt diese an, wann es eben passt.

PTM7950 Flatschen von AliExpress
Da wäre ich auch vorsichtig:
Linus Tech Tips PTM7950 im Test – Original, OEM-Ware oder Fake?
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,
beim Ausgangsbeispiel ging es um Vierkerner in einem T420/T430, also historischer Technik, die gemäß Wissensstand vis vor Kurzem nur mit Flüssigmetall zu bändigen ist. Ob diese Prozessoren bei Überhitzung zum Selbstschutz heruntertackten wüßte ich jetzt nicht.

Auf jeden Fall schafft Flüssigmetall eine sehr gute Hitzeableitung bei einem solchen T430. Jetzt greife ich aber auch einmal den unseligen Autovergleich auf und lese, daß mit PTM ein T430 mit Quadcore ebenfalls sicher zu betreiben ist. Das wäre doch ein sensationeller neuer "Reifen", wie es ihn in der Vergangenheit nicht gab. Dieser "Reifen" würde zudem auch nicht schnell abnutzen und auch keine leidige Verbindung mit der Felge eingehen. Wer würde also noch den "Reifen" montieren, dessen Abrieb/Alterung beträchtlich ist und der mit der Felge reagiert und warum?
 
Moin,
beim Ausgangsbeispiel ging es um Vierkerner in einem T420/T430, also historischer Technik, die gemäß Wissensstand vis vor Kurzem nur mit Flüssigmetall zu bändigen ist. Ob diese Prozessoren bei Überhitzung zum Selbstschutz heruntertackten wüßte ich jetzt nicht.
Die SandyBridge CPUs (2 und 4 Kerner) in den T420 unterstützen alle "Thermal-Monitoring-Technologien schützen das Prozessorpaket und das System über Temperaturverwaltungsfunktionen vor temperaturbedingten Ausfällen. Ein digitaler Temperatursensor auf dem Chip erkennt die Temperatur des Kerns, und die Temperaturverwaltungsfunktionen senken bei Bedarf den Energieverbrauch des Pakets und damit die Temperatur, um die Grenzwerte für den normalen Betrieb einzuhalten."
 
Eigentlich hatte ich die Dinge zum PTM extra in diesem anderen Thread gepostet: https://thinkpad-forum.de/threads/h...nt-wärmeleitpads-statt-wärmeleitpaste.247462/ , da es hier ja eher um Liquid Metal geht/ging. Jetzt vermischen sich die Themen aber doch immer mehr. Soll ich die beiden Threads einfach mal zusammenfügen, damit wir nicht an zwei Stellen über ähnliches reden?

Ansonsten noch meine 2 Cent:
- Ich habe jahrelang (man könnte schon fast jahrzent(e)lang) Arctic Silver 5 genutzt. Nicht, weil es die beste Wärmeleitpaste aller Zeiten wäre. Sondern weil sie absolute solide abschneidet, sich dabei hervorragend auftragen lässt und vor allem auch extrem langzeitstabil ist. Selbst eine Tube, die bald ein Jahrzehnt auf dem Buckel hat, kann man heute noch verarbeiten. Das geht bei vielen anderen Pasten nicht. Oder man weiß es noch nicht, weil es sie noch gar nicht so lange gibt.
- Vor gar nicht so langer Zeit habe ich mir gedacht, ich könnte doch mal auf eine modernere Paste umsteigen. Habe mir dafür eine Riesentube Noctua NT-H2 gekauft und dachte, die nehme ich für das nächste Jahrzehnt. Aber ich finde, dass sie viel anstrengender aufzutragen ist als die alte Arctic Silver 5. Die weichere Konsistenz ist zwar positiv, eine möglichst dünne Schicht zu erzeugen, aber negativ, weil man beim Verteilen gerne auch mal "Löcher reinkratzt", so dass sie eben nicht mehr gleichmäßig ist. Dann lieber gleichmäßig als das letzte Quäntchen der Schichtdicke zu optimieren aber hinterher Löcher bzw. keinen Kontakt an manchen Stellen zu haben. Oder sonst bleibt halt nur zu viel nehmen und es mit dem Kühler platt quetschen und so verteilen.
- Deswegen ist mein Ziel bei der Benutzung von PCMs bzw. PTM7950 nicht, das letzte bisschen Kühlleistung rauszuquetschen (das schafft meine Noctua NT-H2 vermutlich auch ausreichend) oder die Langzeitstabilität zu verbessern (da ist die Arcic Silver 5 wohl kaum zu schlagen, die Noctua NT-H2 dürfte da aber auch gut sein), sondern den ganzen Prozess zu optimieren. Ich bekomme (hoffentlich - mein PTM7950-Pad ist noch nicht da) einen Kompromiss aus allen Ansprüchen. Ich bekomme eine hervorragende Wärmeleitfähigkeit wie bei modernen Pasten (ähnlich oder besser als NT-H2) in Kombination mit total einfachem auftragen (einfacher als Silver 5 und viel einfacher als NT-H2) und enormer Langzeitstabilität (vermutlich auch ähnlich oder besser als Silver 5). Also nur Vorteile. Einziger Nachteil ist der Preis. Mit dem Preis erkaufe ich mir aber eben den Komfort.
 
Thermalgrizzly aus dem heimischen Lande bietet inzwischen auch PCM Pads an. Bestimmt nutzen alle eine ähnliche Formel wie die von Honeywell, aber sicher nicht die Identische
 
Möchte mich hier auch nochmal zu Wort melden.
Mitterweile habe ich das T420 und das T430 auch nochmal einem kleinen Stresstest unterzogen.
Da haben mich die Ergebnisse etwas überrascht
Hier das T420 mit einem i7-2860QM
Bildschirmfoto vom 2026-08-22 00-15-22.png

Das T420 läuft seit dem 04.02.2020 mit LM und ich muss sagen, dass mich gerade nach dem T530, die Ergebnisse, bzw. den Temperaturen hier überraschat haben.
Hier habe ich nicht das Bedürfnis, von LM zu wechseln.
Das T420 werde ich auf jeden Fall (erstmal) weiter so betreiben und beobachten, wo da die Reise hingeht.
Ich habe mir auch mal das LM angeschaut, was auch noch immer einen guten flüssigen Eindruck gemacht hat.
Da bin ich mal gespannt, ob, und was sich hier noch tut!


Und hier einmal das T430
Bildschirmfoto vom 2026-08-22 00-33-56.png
Trotz geringerer TDP hat das T430 eher Probleme mit dem Quad
Was aber auch daran liegen kann (wahrscheinlich auch wird) dass der Die des i7-3720QM wesenlich kleiner ist, als der des i7-2860QM. Halt auch genau die Generation, wo Intel von 32nm auf 22nm gewechselt hat.

Aber auch hier sehe ich momentan keinen Anlass vom LM zu wechseln.
Diese Temperaturen werden ohne LM wahrscheinlich nur schwer erreichbar sein.




Was ich sonst noch gerne zur Diskussion beitragen möchte, ich finde es interessant, wie leidenschaftlich hier Positionen vertreten werden, wo ich gerne mehr Fakten diese Aussagen hätte, statt einfach nur durch hören sagen, oder Meinung!

Immer wieder begegnet man hier im Forum, dass wenn sich hier ein User mit einem zu heißes Notebook meldet, dass einige schreiben, dass ein wechselt der WLP nichts bringen würde, aber wenn dieser User schließlich doch die WLP gewechselt hat, die CPU schnell 15°C kälter unterwegs ist.

Ich einigen Punkten kann ich mich cucos Beitrag anschließen, vor allem, dass die AS5 eine gute Paste ist, erst recht, mit einer sehr guten Langzeitstabilität.

Doch trotzdem hat sich gerade in den letzten 10 Jahren bei den CPUs viel getan, was das Powermanagement angeht.
Wo ein i5-2520M noch entspannt mit 35W TDP und etwa 43W 28 sek. Turboboost unterwegs war, ist Intel in den letzten Jahren teilweise komplett eskaliert was das angeht, von jenseits der 50W und aufwärts (wenn auch nur kurzfristig).
Dazu noch immer dünnere Notebooks, was das Kühlsystem weiter herausgefordert hat.

Was die Diskussion WLP vs PTM angeht, da geht es für mich bei weitem nicht nur um die effektive Kühleistung.
Es geht auch um die Langzeitstabilität, bzw. um die Zyklenzahl, die ein TIM leisten kann.
Gerade die Seite Igorslab leistet in diesem Bereich sehr gut Arbeit und liefert sehr interessante und tief gehende Artikel in diesem Bereich.
Da sich eine WLP beim erwärmen an Volumen zunimmt, kommt es über die Zeit zum Pump out, und schlechte Pasten können damit nicht umgehen, währen gute Pasten damit sehr gut umgehen können.
Zum Pump out hier ein Artikel dazu.
Auf der letzten Seite des Artikels sind dazu noch interessante Grafiken.
Dass wenn einzelne Pasten zwischen 30°C und 100°C eine über 100%ige Zunahme am Volumen haben, ich denke, dass das klar ist, dass das nicht ohne Folgen bleibt, für die Langzeitstabilität dieser WLP.
Gerade in diesem Punkt spielt PTM seine Stärke aus, das PTM wesentlich geringer zum Pump out neigt.

Ebenfalls sehr interessant dazu, ist der Artikel über die Vorstellung des TTV10, wo es eben genau darum geht, herauszufinden, wie viele Zyklen eine Paste übersteht.
Auf der vorletzten Seite schreibt er sinngemäß. dass eine WLP schon min 2500 Zyklen errreichen sollte.
Wie er selbst aber schreibt, gibt es Pasten, die teils nur einige Hundert Zyklen schaffen, bevor die ausreißen.
Zum Honeywell PTM 7950 schreibt er, dass das etwa 30.000 bis 40.000 schafft, was mal eben locker das 12-fache ist, was er als Mindestziel einer WLP ansetzt. Darin liegt für mich ein großer Vorteil des PTM.
Wenn ich damit wirklich nur ca. alle 5 Jahre, oder noch später, das PTM welchen muss, um damit Temperatur mäßig überhaupt nicht zu eskalieren, ist das für mich ein Gewinn!
Bei der Leistung heutiger CPUs, ist die Leistung nicht immer der wichtigste Faktor, zumindest je nach Anforderung.

Ein weiterer Punkt.
heutige CPUs drosseln sehr gut und schnell herunter, wenn Ihnen zu warum wird.
Ich glaube die meisten Nutzer bekommen davon nichts mit, wenn die CPU ihre Leistung um 20-30% reduzieren.
Um wahrzunehmen, wenn eine WLP degradiert, da bin ich Meinung, dass man schon die Lüfterdrehzahl, Temperatur und den Takt im Auge behalten muss.

Um auch dafür mal Beispiele zu liefern.
L14 Gen2, hier Artic MX4, die bei der Aufnahme des Fotos 4,5 Monate im Betrieb war.
Bildschirmfoto vom 2026-08-22 01-35-54.png

Man kann hier den Pump out Effekt schon gut erkennen.
Das L14 ist nicht übermäßig heiß geworden, hat aber messbar an Kühlleistung verloren.
Genau das zeigt Foto.
Die WLP ist noch flüssig, aber es gibt bereits immer größer werdende Bereiche des Dies, wo nicht mehr genügend WLP vorhanden ist, die die Kühlung negativ beeinflusst.

Gleiches Notebook, 6 Monate später:Bildschirmfoto vom 2026-08-22 01-40-26.png
Diesmal ist es nicht die Arctic MX4, sondern jetzt ist es die Noctua NT-H2 nah 6 Monten.
Auch hier wieder, der Pump out Effekt ist gut zu erkennen, und es gibt bereits Bereiche auf der CPU, die von der WLP gar nicht mehr bedeckt sind.
Auch war der Effekt messbar, wirklich spürbar bei der Nutzung, nicht wirklich!
Seit 5 Monaten läuft das L14 Gen2 jetzt auf PTM, bis jetzt alles super.
Aber vielleicht sollte ich mal aus Spaß an der Freud, trotzdem die Lage des PTM begutachten ;).
Aber wenn ich mir die Temperaturen und die Leistung des L14 momentan zur Gemüte führe, sehe ich dafür kein Bedarf, weil sich das Ganze noch absolut im Rahmen bewegt!
85°C, bei 28W Dauerhaften Last und 3,1GHz
Damit bewegt sich das L14 Gen2 mit 5 Monate altem PTM genau dort, wo sich es auch einer frisch aufgetragenen WLP bewegt.
Mir reicht das zu wissen, dass das PTM noch immer, so wie gewünscht, seine Arbeit verrichtet.


In diesem Sinne
 
Interessant finde ich, dass die Temperatur beim T420 viel stärker spontan ansteigt, als beim T430, kann es sein, dass das T420 zu Beginn noch stärker boostet/mehr TDP hat?

Ich hätte es genau andersherum erwartet, dass der i7-3720QM aufgrund der kleineren Fläche/Überhitzung viel schneller erhitzt.

Interessant bei PTM finde ich z.B. dass es wenn die Temperaturen nicht gegen 100°C gehen (habe derzeit ein E595 mit Ryzen 5 3500U hier), dass es nach einigen Wochen noch aus sieht wie frisch draufgepappt, natürlich gerissen und nicht mehr brauchbar, wenn der Kühler ab ist.
Bei den Intel Pendants, wo ich schon einmal einen kühler demontieren musste nach PTM Einsatz hatte ich meist etwas in Richtung 80-90°C Dauerlast, da die TDP mittels Throttlestop erhöht werden kann, habe ich das natürlich komplett eingebrannt bis zum thermischen Limit, sofern möglich, ist zwar gut zusammen geschmolzen aber nicht wirklich viel ausgepumpt.

2500 Zyklen klingtn für mich (suibjektiv) etwas wenig, wenn ich alleine schon mehrmals am Tag durch Programmstarts, Updates etc. die maximale thermische Leistung erreiche.
Das mag deutlich weniger schlimm sein, wenn man das Gerät nur auf ausbalanciert und oft dann mit gedrosselter TDP und Maximaltemperatur laufen lässt.
Mein Ryzen 8840U im T14 Gen 5 beispielsweise wird täglich für die Arbeit genutzt, thermisches Limit ist 80°C bei Dauerlast, kurzzeitiger Boost ging auch mal bis 90°C soweit ich mich erinnere, konnte ich auch nicht erhöhen. Hier habe ich regelmäßig das Temperaturlimit erreicht schon wenige Monate, nachdem ich das Gerät bekommen hatte. Gut, mit 3-4 Monitoren, Office Paketen, Antivirus, Verhaltensscanner, Microsoft Teams und einigen anderen Tools auch kein reines Schreibgerät, normale Arbeitssituation halt.

Am Anfang war ich recht begeistert, wie gut das neue Gerät mit dem deutlich größeren Lüfter läuft, das lies sehr schnell allerdings nach.
Fiel erst durch ein lautes Lüfterverhalten auf, dann aber auch durch erste kleinere Performanceprobleme und Hänger.
Nach Wechsel der WLP ist das deutlich besser, Gerät läuft komischerweise auch leiser. Die TDP liegt i.d.R. dauerhaft bei 10-20 Watt.. das Ding hat einfach eine hohe Grundlast, womöglich die Kombination aus den Programmen und Antivirus.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Die L-Geräte (L4/5 80/90 und L14/15 Gen 1/2) sind auch einfach total dankbar was die Kühlung angeht.
Da habe ich mit PTM7950 kein Gerät gehabt, weder AMD noch gar INtel, das über 90°C bei Dauerlast kam.

Rekord sind ca. 40-45 Watt TDP für einige Minuten auf einem i5-1145g7 und PTM7950 in einem auifgerüsteten L15 Gen 1 (auf Gen 2).
Beitrag automatisch zusammengeführt:

(irgendwie stirbt das Forum schon wieder gerade)

Die Intels der 11. Generation haben auch wieder einen größeren DIE, als die Vorgänger.

Verstehe ich das gerade bei dir richtig? 3 Geräte einer ähnlichen Generation/Baureihe mit FN ausgestattet, eins läuft auffällig und musste öfters nachgeschmiert werden, die anderen beiden nicht?! Wild.
 
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@Megalodon Meiner Meinung nach übertreibst Du es mit der Menge der Paste deutlich.
 

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Interessant finde ich, dass die Temperatur beim T420 viel stärker spontan ansteigt, als beim T430, kann es sein, dass das T420 zu Beginn noch stärker boostet/mehr TDP hat?
Gut beaobachetet.
Das T430 läuft beim Stresstest von Anfang an mit ca. 42-43W, da hat sich über die Zeit nicht geändert.
Das T420, mit der Sandy-Bridge CPU nutzt dagegen noch den Turboboost, 28 Sekunden bis zu 55W, danach wird dann auf 45W reduziert.
Daher erwärmt sich das T420 schneller.
2500 Zyklen klingtn für mich (suibjektiv) etwas wenig, wenn ich alleine schon mehrmals am Tag durch Programmstarts, Updates etc. die maximale thermische Leistung erreiche.
Woher Igor diese Zahl nimmt, weiß ich nicht, finde ich aber auch nicht wirklich viel.
Die 30.000 bis 40.000 Zyklen des PTM reizen mich da wesentlich mehr!

Verstehe ich das gerade bei dir richtig? 3 Geräte einer ähnlichen Generation/Baureihe mit FN ausgestattet, eins läuft auffällig und musste öfters nachgeschmiert werden, die anderen beiden nicht?! Wild.
Nicht ganz, insgesamt sind bei mir
T420 mit i7-2860QM mit FHD und LM
T420 mit i7-2760QM und WQHD und LM (lagert bei meinen Eltern, wenn ich mal da bin)
T430 mit i7-3720QM und LM und
T530 mit einem i7-3840QM und auf PTM (seit ein paar Tagen)
Bis vor kurzem hatte ich noch zwei W530 mit einem i7-3940XM, auch mit LM und der K2000M, aber für diese hatte ich keine Verwendung mehr und da es irgendwie doch liebhaber Stücke sind, durften diese den Besitzer wechseln.
Bei mir lagen die fast nur noch ungenutzt im Schrank, dafür waren mir diese zu schade.

Und dann halt noch ein T14 Gen2....

Die 14" die noch hier sind, es war mir halt eine Freude, die vor ca. 8-10 Jahren mit einem Display- und CPU-Upgrade zu versehen. Nüchtern betrachtet habe die damit bis heute immer noch ausreichend Leistung, bei einem guten Display mit vernünftigem Farbraum. Wenn ich die heute verkaufen würde, wäre es mir der Preis nicht wert, für das Geld, was ich dafür bekommen würde, behalte ich die lieber hier. Um sie teils noch zu verwenden und als Nostalgie.
Welches Notebook kann man heute noch Problemlos mit 3 SSD versehen?
Das T530 war bis jetzt Jahr Juli noch mein beruflicher Hauptrechner, wurde aber dann durch einen Mini-PC mit Coreboot ersetzt, welches ich aber immer noch gerne nutze.


Aber es mussten alle Notebooks mit LM nachgebessert werden.
Nur, dass das T530 auffällig war, der Rest bis jetzt nicht, was das Problem beim T530 kann ich leider nicht sagen.

@Megalodon Meiner Meinung nach übertreibst Du es mit der Menge der Paste deutlich.
Mit der Noctua NT-H2 war ich schon sparsamer😛

Aber mal ernsthaft:
Durch den kleinen Die und den guten Anpressdruck des Lüfter, ist fast egal, wie viel WLP man auf das Ding pappt, alles was zu viel ist, wird durch den Anpressdruck verdrängt.
Da ich dazu neige, den Die mit WLP gleichmäßig zu beschmieren, weiß ich, dass das zu viel ist, aber so kann ich sicher gehen, das überall WLP ist und es nicht zu wenig ist.
Zumal ich nicht so wenig WLP verteilten kann, dass vom Kühler nichts mehr verdrängt wird.
So sieht das ganze in etwa dann aus:
X220_30.jpg
PS: wenn ich es mit der WLP übertreibe, möchte ich nicht wissen, was Du dann zur Menge sagst, die dort vom Werk aus drauf war...
 
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