Fehlerhafte Festplatte am schonendsten und schnellsten auslesen

EthanHunt

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Wie geht Ihr vor, um eine HDD mit defekten Sektoren möglichst schonend und schnell auszulesen?

Also ich hab hier so eine HDD mit 750GB.
Also die normalen Wiederherstellungstools tun sich da schwer.

Weiteres Problem: Wenn ich die HDD an Windows 10 anschließe, wird versucht da ewig drauf zuzugreifen
ohne das man diese unter der Datenträgerverwaltung sieht. Angeschlossen via S-ATA zu USB Adapter.

Hab mal eine Wiederherstellung via PartedMagic (Version 2016) mit dem DDRescue GUI versucht.
Habe eingestellt: schnellste wiederherstellung, sowie ,,don't attempt to read bad sectors''.

Allerdings dauert das ewig. Aber Daten können Wiederhergestellt werden.
Hab das mal nach 7h abgebrochen. Da ich das Image nicht mounten konnte, hab ich die Dateien
via Wiederherstellungssoftware rausgezogen.

Ich habe schon Drive Snapshot versucht, aber es findet die HDD nicht, da es das gleiche Problem wie bei der Datenträgerverwaltung ist.

Habt Ihr da eine Lösung für?

Zur HDD:

Hersteller: Toshiba
Anschluss: S-ATA
Format: 2,5''
Größe: 750GB
 
Zuletzt bearbeitet:
vergiss Windoof dafür, ich denke das wurde bei ähnlich gelagerten Fällen schon öfters auch hier im Forum geraten.....
Bau das Teil in ein TP ein und sehe mal im BIOS nach ob die Platte dort aufscheint.
Hernach boote ein http://gparted.org/livecd.php und schaue dir die Platte an. Sollte bis dahin alles gut abgelaufen sein mache ein Image mit den empfohlenen tools von obiger Seite auf eine USB/UltaBay Festplatte.

Alle anderen Methoden sind nicht zielführend und bringen dich um die letze Möglichkeit aus der Platte noch was zu sichern.
 
Für diese zwecke habe ich einen älteren, speziell darauf eingerichteten PC, auf em neben Win 7 auch Ubuntu läuft und einige Tools von O&O. Daneben setze ich je nach Bedarf noch Programme von Live-CDs (gparted z.B.)

Sofern die HDD noch zugänglich und lesbar ist:

Zuerst wird der Patient in den PC eingebaut und angeschlossen, dann wird sie zuerst mit Acronis geclont und anschließend wieder abgekemmt. Über den Klon lasse ich die Tools drüberlaufen und speichere die (wieder-) gewonnenen Daten auf USB.


LG Jü
 
Danke für eure Antworten. =)

Also intern angeschlossen sollte es besser laufen?

Steht Acronis nicht hin, wenn zu viele Fehler kommen? bzw.: läuft das Ganze mit der 2014er BootCD? Oder besser neuer?

Aber wäre gut, dann kann ich das ganze via USB 3.0 Express Card laufen lassen, das sollte dann schneller gehen ...
(Ich meine dass nur Windows bei den ExpressCards rumzickt ...Also verbindungsabbrüche)

Edit:

Welche Einstellungen verwendet Ihr genau bei Acronis?
(Also z.B. Lesefehler ignorieren, Sektor für Sektor kopie, gleich direkt auf eine andere HDD Schreiben oder als Image? etc.)

Funktioniert das mit Acronis auch, wenn kein Dateisystem (Laufwerksbuchstabe etc.) mehr vorhanden ist?
 
Zuletzt bearbeitet:
Intern einbauen, Linux nehmen, ddrescue benutzen, rödeln lassen bis möglichst viel (alles?) ausgelesen ist. Ab dann nur noch mit dem Image arbeiten und die defekte HDD auf dem Elektroschrott entsorgen.
 
Also ddrescue nutze ich ja schon. Das wurde in Geparted halt Bnutzerfreundlich eingerichtet. Also mit einer Fenster Optik.

Wenn ich bei ddrescue die Logfile erstellt habe, macht das Programm dann mit dieser Später einfach wieder an der stelle
weiter, bei der ich das Programm abgebrochen habe? Also wenn ich den Pfad zur Logfile angebe wenn ich es wieder starte?

Das ganze kann ja unter Umständen Tage, Wochen dauern ...
 
Wenn ich bei ddrescue die Logfile erstellt habe, macht das Programm dann
mit dieser Später einfach wieder an der stelle
weiter, bei der ich das Programm abgebrochen habe? Also wenn ich den Pfad zur Logfile angebe wenn ich es wieder starte?

Das ganze kann ja unter Umständen Tage, Wochen dauern ...

Ja, ddrescue kann dort weitermachen, wo es aufgehört hat. Auch eine praktische Möglichkeit, um den Vorgang zu pausieren oder z.B. die Herstellung von zwei defekten Platten im RAID1 durchzufürhen, dann werden die auf einer Platte kaputten Daten vielleicht jeweils von der anderen noch wiederhergestellt, wenn man zwischendurch "austauscht" bei der Wiederherstellung.

Und ja, das ganze kann dauern. Tage sind möglich, Wochen eher nicht. Kommt aber natürlich drauf an, wie stark der Datenträger beschädigt ist. Wenn es ganz schlimm ist, gibt der meistens aber eh auf bevor wochenlang drauf rumgearbeitet wird ;) Kommt natürlich auch drauf an wie viele Versuche an den kaputten Bereichen vorgenommen werden. Da macht es irgendwann auch keinen Sinn mehr, nochmal und nochmal zu lesen. Wenn kaputt dann kaputt, irgendwann ist das auch "endgültig" bei so manchem Sektor.
 
Würde das eigentlich Geschwindigkeitstechnisch einen unterschied machen, die HDD in einem x201t (i7) anstatt einem T400 (core2duo) zu betreiben?

Update:

Die HDD ist eingebaut, wird auch im Bios erkannt. Acronis (BootCD) erkennt Sie auch.

Das klonen mit Acronis (BootCD) scheint wohl nicht zu funktionieren. Nach ca. 7 Stunden kein Fortschritt. Der Fortschrittsbalken verändert sich nicht.

Aktuell versuche ich es nocht mit der Normalen BackUp Methode, bei welcher Acronis Archive (.tib) erstellt werden.
Eingestellt habe ich ,,Fehlerhafte Sektoren ignorieren'' und ,,Keine Dialogboxen anzeigen''.

Mal sehen ob es was wird.

Wenn es nicht geht, muss ich wohl wieder ddrescue nehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie ist das mit DDRescue und dem Fortschritt...

Da tut sich jetzt schon seit ca. 3h nix.
Laut Ergeignissanzeige ist noch nichts passiert.

unten steht nur ,,starting ddrescue...''

Bei der HDD, welche ausgelesen wird, scheint nichts zu passieren.
Die Ziel HDD blinkt in Regelmäßigen abständen.

Kann da noch was kommen oder scheint es Probleme mit der HDD zu geben.
Also Einstellung verwende ich weiterhin

- set to fastest recovery
- Do a soft run (don't attempt to read bad sectors)
 
Zuletzt bearbeitet:
Du solltest Dich damit abfinden, dass Deine HDD ein Fall für ein Datenrettungslabor ist. Wen ein Lesekopf hinüber ist (Meine Vermutung), nutzen all die tollen Tools nix mehr.
 
Ist ja nicht so wichtig. Aber gut, dass man für später weiß wie man es macht.
 
Die HDD ist eingebaut, wird auch im Bios erkannt. Acronis (BootCD) erkennt Sie auch.
Das klonen mit Acronis (BootCD) scheint wohl nicht zu funktionieren. Nach ca. 7 Stunden kein Fortschritt. Der Fortschrittsbalken verändert sich nicht.

Oft funktioniete das Klonen bei Acronis aus dem laufenden System heraus bei mir nicht;
startet man Acronis über CD/USB, also eine Linux, dann sind die Chancen zum Klonen besser.
 
Ein Tipp möchte ich noch loswerden: HDAT2. Kostet nichts. Ist etwas schwierig in der Anwendung, kann dafür vieles; z.B. nur testen, welche Sektoren hinüber sind. Weiter gibt es Reparaturmöglichkeiten sektorweise. Hat mir schon in einigen Fällen schwer geholfen. Aus meiner Errinerung kann HDAT2 auch klonen, notfalls mit Lücken unlesbarer Bereiche.

Wichtig ist doch zu wissen, ob Sektoren tatsächlich kaputt unlesbar sind oder ob die Daten im Sektor nur keinen Sinn ergeben (Struktur defekt), aber sonst lessbar sind. Letzteres ist gut für Reparaturversuche geeignet. Bei kaputten Sektoren verschlimmert jeder Versuch noch mehr, weil abgekratzter Magnetstaub im Gehäuse sowohl weitere Kratzer auf der Plattenoberfläche einkratzt oder gar den winzig kleinen Lesekopf abschmirgelt. Irgendwann dreht sich dann nichts mehr.
 
Danke für eure Tipps.

Ich hab Acronis über die BootCD laufen lassen. Aber da ging garnix voran.

Macht es eigentlich sinn, wenn man eine Festplatte bei der Datenrettung Kühl hällt?
(Nach Herstellervorgaben bei der mindest Temperatur)
 
Viel was anderes als HDAT2 macht ddrescue auch nicht. Aber HDAT2 kann hier auch nichts verändern. Wenn die HDD keine Daten liefert, wird sie das auch mit anderer Software nicht tun.

Kühl halten bringt wenig. Es gibt zwar Leute, die ihre Festplatte ins Gefrierfach legen und wohl Erfolg hatten, wenn die Köpfe auf den Scheiben klebten und sie deswegen nicht mehr anlief - das ist dann aber schon die Russen/Redneck/...-Methode ;) Russisch-Roulette für die HDD inklusive.
 
Danke für die Info! :-)

Es lässt sich doch noch was aus der HDD auslesen (!)

Offenbar läuft ddrescue bei dem aktuelleren PartedMagic nicht! Zumindest nicht bei meinem T400 und dem X201t!
Habe wieder die alte Version genommen, jetzt geht es.

Es fängt auch gleich nach dem starten an, Daten auszulesen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmm ich habe halt keinerlei Erfahrungen mit irgendwelchen GUIs für ddrescure und das Ausführen dieser aus anderen abgespeckten Medien für Recovery und Partitionierung.
Ob es daran lag, ist wiederum nochmal eine andere Frage. Hoffen wir, dass jetzt noch ein bisschen was zu retten ist :)
 
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