Clonen eines Hardware Raid 1 Systems

SigurdWarp

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Ich habe folgende Situation:

Windows 19 Server
Hardware RAID Controller
An diesem 2 × 1TB Intel SSD

Da mir das Laufwerk C langsam (trotz verschiedener Tricks etc) voll läuft, möchte ich das Sytem auf 2 4TB SSDs umstellen, ebenfalls ja als RAID 1.

Mit der Software easeus für Server habe ich die bisherige SSD über Nacht erfolgreich auf eine an einem USB 3.0/Sata Adapter angeschlossene neue SSD geklont. Die Software hatte beim Klonvorgang ebenfalls bereits alle Partitionen um den Faktor 4 vergrößert, so ist Laufwerk C dort nun 1.6 TB statt 390 GB groß, der Platz reicht mir bis zur Rente :)

20250711_215727.jpg

20250712_081817.jpg
(Neue Platte an anderem Laptop zur Kontorlle angehängt per USB/Sata Adapter, die unteren drei sind die neue ssd)

Jetzt kommen meine Fragen, ich habe dazu im Netz nix passendes gefunden:

- Vor dem Klonvorgang waren auf den alten Laufwerken C 80GB frei, nach dem Neustart nach Ende des Klonens sind es nun 266 GB - gibt es dafür eine Erklärung?
20250712_075729.jpg

- Kann ich jetzt im Weiteren "einfach so" vorgehen, oder mache ich damit alles kaputt?:
1.) beide alte SSD aus dem Server raus
2.) beide neue rein, sehen, dass von der installierten gebootet wird, durch das Mirroring wird die zweite neue ja dann auch irgendwann vollständig aufgebaut sein

Muss ich dazu im BIOS bzw. der Controllersoftware des RAID Controllers, erreichbar über das BIOS, die neuen Platten anmelden und die alten abmelden oder erkennt der die automatisch? Kann ich beide Platten also einfach on the fly tauschen?

Wenn ich die anmelden muss, werden dann die beide neuen SSDs, also auch die mit der geklonten Installation, gelöscht?

Wenn das der Fall wäre, dann könnte ich im Notfall ja nicht zurück zu den beiden bisherigen, weil die ja dann auch wieder neu angemeldet werden müssten und dann gelöscht würden

Ich hoffe auf Euer Wissen, evtl denke ich ja zu weit, aber ich darf mir verständlicherweise da ja keine Fehler erlauben:rolleyes:

Für Tipps wäre ich dankbar!!

EDIT: ich denke mal, es müsste doch so sein, dass durch die Einbindung ins RAID die Platten nicht gelöscht werden, ansonsten könnte man je bei einem Serverhardwaredefekt auch nicht mit den vorhandenen Platten in einen neuen Server gehen, oder? Aber ich finde eben keine 100%ige Sicherheit dazu.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Offenbar wird beim Raid erstellt wohl doch formatiert.o_O

Mein Sohn gab mir folgende Vorgehensweise: ich habe ja vier Laufwerksschächte,

- die beiden neuen zusätzlich in den PC einbauen
- im Controller mit denen ein zweites logisches Laufwerk, also Raid 1, erstellen
- Danach dann von alt auf neu clonen
- Danach dann alt raus
- Von neu booten

Bleibt aber das missliche dabei das ich dann ja auf die alten nicht zurück könnte, wenn die neuen nicht gehen......
 
Zuletzt bearbeitet:
Keine Ahnung warum alle immer so aufs clonen scharf sind. Ich ziehe immer ein Image. Alte Platte raus, neue rein, ggfs. Im BIOS einrichten. Vom Rettungsmedium der Image sw booten, Image zurück spielen. Ggf. Partitionsgrößen anpassen als extra Schritt.
Hat bisher immer geklappt. Allerdings ein RAID zum booten habe ich schon 15 Jahre nicht mehr, denn als der letzte Controller den Inhalt zerhackt hat war die Rettung extrem aufwändig.

Übrigens fehlt die Angabe des Controller Modells aber üblicherweise muss man bei den meisten das RAID nach Erstellung initialisieren, was zur Löschung des alten Inhalts führt.

Bin gespannt was @cuco beitragen wird.
 
Ich hätte das vorhandene System im ersten Schritt virtualisiert, auf der externen SSD geparkt,verifiziert, dass die VM einwandfrei läuft. Dann hätte man die neuen Platten einbauen und Server 2019 auf Physik sauber als Hyper-V-Host neu installieren können, dann die VM von der externen SSD wieder aufs neue Host-System kopieren. Dann wäre man auch mit der Verteilung des Speicherplatzes und ggf. Migration auf anderes Host-System flexibler.
 
Das ist doch ein RAID1... Alte Platten sicherheitshalber weg spiegeln, eine alte Platte raus, eine neue Platte rein, warten bis der RAID wieder aufgebaut ist, zweite alte Platte raus, zweite neue Platte rein, warten bis der RAID wieder steht, Partitionsgrößen anpassen sollte doch der gängigen Weg sein, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für Eure Antworten! Ich werde wohl den Weg des Schritt um Schritt HDD Tausches von Korfox gehen, aktuell stelle ich das aber noch etwas zurück, da ja nun durch den Klonvorgang auf den alten SSDs der freie Platz auf C von 80 auf 266GB gestiegen ist.

Ich habe noch eine Frage:

Woran erkenne ich, dass - nach dem Einstecken einer der neuen Festplatten - das RAID wieder vollständig aufgebaut ist? Gibt es da dann eine Meldung oder irgendeine Anzeige, bei der man das verfolgen kann?

Zur Hardware: Im Server ist ein Microsemi (Adaptec) 8405E SAS3 4x intern.

Nochmals Danke!
 
- Vor dem Klonvorgang waren auf den alten Laufwerken C 80GB frei, nach dem Neustart nach Ende des Klonens sind es nun 266 GB - gibt es dafür eine Erklärung?
Nein, eigentlich nicht. Die Klon-Software hat dein Laufwerk nicht anzufassen/zu verändern. Wenn es wirklich daran liegt, solltest du in Zukunft die Finger von dieser Software lassen und was anderes nehmen. Und hoffen, dass die Software nichts zerhackstückt hat.

- Kann ich jetzt im Weiteren "einfach so" vorgehen, oder mache ich damit alles kaputt?:
1.) beide alte SSD aus dem Server raus
2.) beide neue rein, sehen, dass von der installierten gebootet wird, durch das Mirroring wird die zweite neue ja dann auch irgendwann vollständig aufgebaut sein
Nein. Du wirst das RAID im Hardware-RAID-Controller neu einrichten müssen und dabei wird normalerweise alles auf den Dingern gelöscht. Daher: Wenn dein Controller genügend Ports hat, musst du die neuen SSDs auch an den Controller hängen, richtest dort auch das RAID ein und klonst erst an. Wenn der nicht genügend Port hat, hast du auf diesem Wege Pech gehabt. Dann geht kein direktes Klonen. Dann musst du einen Zwischenschritt über ein Image gehen. Also Backup des RAIDs, RAID mit den neuen HDDs/SSDs aufbauen, Image/Backup zurückspielen.
Das ist leider der Nachteil an Hardware-RAID: Man ist wesentlich unflexibler.

Muss ich dazu im BIOS bzw. der Controllersoftware des RAID Controllers, erreichbar über das BIOS, die neuen Platten anmelden und die alten abmelden
Ja
oder erkennt der die automatisch? Kann ich beide Platten also einfach on the fly tauschen?
Nein.

Wenn ich die anmelden muss, werden dann die beide neuen SSDs, also auch die mit der geklonten Installation, gelöscht?
Ja

Wenn das der Fall wäre, dann könnte ich im Notfall ja nicht zurück zu den beiden bisherigen, weil die ja dann auch wieder neu angemeldet werden müssten und dann gelöscht würden
Mit etwas Glück erkennt der Hardware-RAID-Controller das alte RAID wieder und/oder hat dazu passende Infos auf den HDDs hinterlassen. Mit Pech nicht, dann hast du genau den Fall, den du da beschreibst. Auch ein Nachteil von Hardware-RAID gegenüber Software-RAID.

EDIT: ich denke mal, es müsste doch so sein, dass durch die Einbindung ins RAID die Platten nicht gelöscht werden, ansonsten könnte man je bei einem Serverhardwaredefekt auch nicht mit den vorhandenen Platten in einen neuen Server gehen, oder? [...]
Offenbar wird beim Raid erstellt wohl doch formatiert.
Genau, beim RAID-Erstellen wird formatiert. Aber das alte RAID wird in der Regel wiedererkannt. Dafür legen die Controller normalerweise Infos auf der HDD ab. Daher: Beim Hardwaredefekt kann man mit den vorhandenen Platten normalerweise in einen neuen Server gehen, sofern dieser möglichst exakt den gleichen (!) Harware-RAID-Controller hat. Aber die neue Platte, die noch nie RAID war, wird erst formatiert werden.

Mein Sohn gab mir folgende Vorgehensweise: ich habe ja vier Laufwerksschächte,
- die beiden neuen zusätzlich in den PC einbauen
- im Controller mit denen ein zweites logisches Laufwerk, also Raid 1, erstellen
- Danach dann von alt auf neu clonen
- Danach dann alt raus
- Von neu booten

Bleibt aber das missliche dabei das ich dann ja auf die alten nicht zurück könnte, wenn die neuen nicht gehen......
Genau, das wäre der Weg. Und hoffen, dass du zurück könntest, weil der Hardware-RAID-Controller dafür hoffentlich die dafür nötigen Infos auf den Platten abgelegt hat. Hoffentlich. Sonst gibt's kein Weg zurück, genau. Backups sind aber ja hoffentlich ausreichend vorhanden und auch mal geprüft worden.

Keine Ahnung warum alle immer so aufs clonen scharf sind. Ich ziehe immer ein Image. Alte Platte raus, neue rein, ggfs. Im BIOS einrichten. Vom Rettungsmedium der Image sw booten, Image zurück spielen. Ggf. Partitionsgrößen anpassen als extra Schritt.
Kann ich nur unterschreiben. Oder noch besser: Gar nicht klonen/imagen, sondern das ganze als Anreiz nehmen, mal platt zu machen und neu zu installieren. Und sich eine kleine Doku anlegen (bzw. hoffentlich hat man sich die vorher schon angelegt), in der drin steht, was man für eine Neuinstallation tun muss (nötige Software, nötige Schritte, nötige Konfigurationen). Ggf. kann man das dann auch als Basis für Automatisierung nutzen, aber das ist noch eine andere Sache.

Hat bisher immer geklappt. Allerdings ein RAID zum booten habe ich schon 15 Jahre nicht mehr, denn als der letzte Controller den Inhalt zerhackt hat war die Rettung extrem aufwändig.
Genau, Hardware-RAID-Controller sollte man echt meiden, wo es geht. Man holt sich viel mehr Probleme rein als sie lösen. Wenn es geht, dann immer Software-RAID.

Das ist doch ein RAID1... Alte Platten sicherheitshalber weg spiegeln, eine alte Platte raus, eine neue Platte rein, warten bis der RAID wieder aufgebaut ist, zweite alte Platte raus, zweite neue Platte rein, warten bis der RAID wieder steht, Partitionsgrößen anpassen sollte doch der gängigen Weg sein, oder?
Der Weg müsste auch gehen.

Woran erkenne ich, dass - nach dem Einstecken einer der neuen Festplatten - das RAID wieder vollständig aufgebaut ist? Gibt es da dann eine Meldung oder irgendeine Anzeige, bei der man das verfolgen kann?
Der RAID-Controller zeigt das an. Wo? Das hängt vom Controller ab. Auf jeden Fall in seinem eigenen BIOS. Ggf. hat er auch ein Web-Interface z.B. mit eigenem LAN-Anschluss? Oder eine Software, mit der man aus dem Betriebssystem heraus das anzeigen lassen kann? Da kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen und von Controller zu Controller gibt's da auch Unterschiede.

Zur Hardware: Im Server ist ein Microsemi (Adaptec) 8405E SAS3 4x intern.
Eigenes LAN hat der schon mal nicht. Daher: Wenn dann zeigt er es über die Herstellersoftware an. Dazu kann ich wenig sagen.
 
Ich werde wohl den Weg des Schritt um Schritt HDD Tausches von Korfox gehen, ...
Ohne Gewähr. Das ist meines Wissens halt die gängige Praxis, die am sichersten zum Ziel führt. Aber ich schrieb ja auch, dass du den Datenbestand unbedingt wegimagen sollst bzw. ein Backup machen. Im Zweifel richtest du dann nämlich den RAID neu ein und kannst das Backup zurückspielen. Ist halt der riesige Aufwand schlechthin aber immernoch besser als bei egal welcher Variante auf dem Trockenen zu sitzen.
Ich habe noch eine Frage:

Woran erkenne ich, dass - nach dem Einstecken einer der neuen Festplatten - das RAID wieder vollständig aufgebaut ist? Gibt es da dann eine Meldung oder irgendeine Anzeige, bei der man das verfolgen kann?

Zur Hardware: Im Server ist ein Microsemi (Adaptec) 8405E SAS3 4x intern.

Nochmals Danke!
Woran erkennst du denn aktuell, dass der RAID gesund ist?
Du wirst ja irgendeine Software installiert haben (und damit auch den ursprünglichen RAID1 Mal konfiguriert haben - und musst ja irgendwo auch Platten neu anmelden können) mit der du das auslesen kannst, oder geht das alles über Jumper?
 
Danke nochmals für Eure Infos!!

Zu Euren Fragen/Anmerkungen:

  • Ja, ich habe eine Dokumentation, wie alles neu installiert werden muss. Ich habe meinen DATEV Server bereits 3 mal "upgedated/upgegraded", habe also eine gewisse Erfahrung darin
    • Windows Small Business Server 2003
    • Windows Small Business Server 2012
    • Windows Server 2019
  • Der Server wird ständig gesichert
  • Der Server arbeitet trotz des Mehr an Speicherplatz auf Laufwerk C: einwandfrei

Ich schaue mal, wie ich weiter vorgehe, Danke!
 
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